Feng Shui und mein Sabbatjahr

Stellen Sie sich vor, Sie machen etwas engagiert und leidenschaftlich, sind dabei sehr erfolgreich und plötzlich hören Sie für einen bestimmten Zeitraum damit auf. In dieser Zeit widmen Sie sich anderen Aufgaben und Tätigkeiten. So ungefähr lässt sich ein Sabattjahr beschreiben. Ich habe mich entschieden, das kommende Jahr zum Sabbatjahr für Feng Shui zu erklären.

Ich bin auf einem anderen Spielplatz. Foto: CC-0, Public Domain by Alexis Fotos, via pixabay.com
Ich bin auf einem anderen Spielplatz.
Foto: CC-0, Public Domain by Alexis Fotos, via pixabay.com

Seit inzwischen 17 Jahren beschäftige ich mich beruflich mit Feng Shui. In dieser Zeit habe ich viel gelernt, anderen mit Freude das Wissen vermittelt und eine gut vierstellige Zahl an Beratungen durchgeführt. Objektiv gesehen läuft gegenwärtig alles wunderbar und es gibt keine Hinweise, dass eine Neupositionierung oder Umorientierung notwendig wäre. Doch genau deshalb ist es der richtige Zeitpunkt, um Pause zu machen und ein wenig Abstand zu gewinnen. Ein Sabattjahr eignet sich hervorragend dafür.

Der im Hebräischen verwurzelte Begriff Sabattjahr geht auf ein Gebot in der Tora (Bibel) zurück, das Ackerland alle sechs Jahre für ein Jahr brach liegen zu lassen. „Die Armen in deinem Volk sollen davon essen, den Rest mögen die Tiere des Feldes fressen“ (Exodus 23, 10.11) *, empfiehlt die Tora. In meinem Fall heißt es, ich werde ein Jahr lang das Thema „Feng Shui“ weder weiter pflegen, noch ernten (Umsatz generieren). Alles, was bereits zur Verfügung steht, bleibt weiterhin erhalten und kann genutzt werden. Damit meine ich die Beiträge hier im Blog, meine Webseite, Bücher und Videos. In der Zeit werde ich auch keine Beratungen oder selbstorganisierte Seminare durchführen.

Auf die Erfahrung, die mir das Jahr bringt, bin ich sehr gespannt. Eins weiß ich jetzt schon, es wird mir nicht leicht fallen, Feng Shui aus meinem Alltag fernzuhalten, keine Bücher oder Publikationen zu lesen, das Tun meiner Kollegen und Kolleginnen nicht zu verfolgen und keine Emails der Leser zu beantworten. Es soll eine Art verordnete Ruhezeit mit Innehalten werden. Der Verzicht wird auch mit finanziellen Einbußen verbunden sein. Immerhin erwirtschafte ich mit Beratungen und Seminaren ein Teil meiner Existenz. Davor habe ich jedoch keine Angst, weil ich nicht untätig sein werde. Nur die Schwerpunkte meiner Arbeit werden woanders liegen.

Zugegeben, das entspricht nicht ganz dem Prinzip eines Sabbathjahres, das in der Regel eine komplette Auszeit vom Job bedeutet. Zum Glück gehe ich nicht nur einem Job nach und kann so mein Sabattjahr auf ein Teil meines Berufslebens beziehen.

Als ich vor einigen Wochen den Entschluss gefasst habe, wollte ich mehr über Sabattjahr erfahren. Auf der informativen Webseite www.sabatthjahr.org fand ich zahlreiche Anregungen und Hinweise, welche Vorbereitungen man treffen soll. Die dort beschriebenen Auszeit-Ideen fand ich besonders inspirierend. Meine Idee fällt grob in die Kategorie „Soziales Engagement, Ehrenamt & Freiwilligenarbeit“. Mehr möchte ich nicht verraten, weil es meine ganz persönliche Erfahrung werden und bleiben soll.

Ich hoffe sehr, Sie können meine Entscheidung verstehen und werden die Feng-Shui-Beiträge an jedem Dienstag nicht sehr vermissen.

Vom ganzen Herzen wünsche ich Ihnen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2016!

Ich bin dann mal weg,

Hedwig Seipel

* Einheitsübersetzung: http://www.bibelwerk.de/Bibel.12790.html/Einheitsuebersetzung+online.12798.html

Beitrag teilen:
Hedwig Seipel
Über Hedwig Seipel 112 Artikel
Hedwig Seipel wandelte 1998 ihr Leben um und machte ihr Hobby - die asiatische Lebensphilosophie - zum Beruf. Nach fundierten Ausbildungen im Feng Shui, Geomantie, Coaching und Training gründete sie eine eigene Praxis. Sie ist Sachbuchautorin, Dozentin, Seminarleiterin und Beraterin.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*