Gemüsebeet mieten auf Zeit: Ein Garten für eine Saison

Wenn es draußen an allen Ecken sprießt, grünt und blüht, juckt es mir regelrecht in den Fingern. Ich möchte gleich zum Spaten greifen, Erde umgraben, Neues säen und pflanzen. Leider reicht der Platz im eigenen Garten nie aus, schon gar nicht für den eigenen Gemüseanbau. Nun gibt es aber Abhilfe: Gemüsegärten zum Mieten auf Zeit.

Gemüsebeet mieten auf Zeit: Auch ohne eigenen Garten kann man zum Selbstversorger werden
Gemüsebeet mieten auf Zeit: Auch ohne eigenen Garten kann man zum Selbstversorger werden (Foto: Dianna Ott)

Obst und Gemüse sind nicht nur gesund, sondern vor allen Dingen köstlich. Das gerät aber gern in Vergessenheit, wenn man sich an die abgepackten Tomaten und Möhren, an weit gereiste Trauben und eingeschweißte Gurken aus dem Supermarkt gewöhnt hat. Ein Unterschied im Geschmack ist schon festzustellen, wenn es sich zum Beispiel um frische Produkte vom Markt handelt. Aber am allergrößten ist doch der Genuss, wenn das Obst oder Gemüse selbst gepflegt und geerntet wurde.

Kein Platz im eigenen Garten

Es geht kaum etwas über die frisch zum Abendessen geernteten Tomaten. Außer vielleicht die selbst gepflückten süßen Erdbeeren. In meinem Garten wächst zwar schon allerhand Köstliches, aber satt werde ich davon nicht – und meine Familie schon gar nicht. Etwas Platz wäre sogar da, um zum Beispiel ein paar Kartoffeln zu setzen oder Kohlrabi zu ziehen. Für einen echten Gemüsegarten reicht es aber nicht. Außerdem fehlt mir dazu die Erfahrung im Gärtnern. Wer weiß, was man bei der Aufzucht von Bohnen, Paprika und Lauch alles falsch machen kann?

Falls mir allerdings jemand alles vorbereitete und ich nur noch die Pflänzchen gießen und pflegen müsste, wäre ich sofort dabei. Wie gut, dass es so etwas tatsächlich gibt: An inzwischen recht vielen Orten kann man Gemüsegärten für eine Saison mieten. Das Umgraben, Aussäen und Setzen ist dann in der Regel schon erledigt. Wer das Stück Land mietet, findet also einen ordentlich bepflanzten Gemüsegarten vor und muss nur noch zur Gießkanne oder auch mal zur Harke greifen. Einen Überblick über verschiedene Angebote dieser Art in Deutschland gibt es hier: gartenpiraten.net. Auch in Österreich verbreitet sich die Idee. Standorte finden sich zum Beispiel unter www.selbsternte.at oder www.gemeinschaftsgarten.eu.

Garten zum Ausprobieren

Gärten mieten auf Zeit liegt inzwischen auch in vielen Großstädten im Trend
Gärten mieten auf Zeit liegt inzwischen auch in vielen Großstädten im Trend (Foto: John Lord)

Ideal sind die Miet-Gemüsegärten zum einen für all jene, die gern einen eigenen Garten hätten, aber aus verschiedensten Gründen darauf verzichten müssen. Zum anderen sind die Gemüsegärten auf Zeit aber auch eine tolle Idee für Menschen wie mich, die sich (noch) nicht an einen eigenen Gemüsegarten heranwagen. Denn beim Saison-Garten ist jemand vom Fach dabei für Fragen und Hilfe beim Gärtnern.

Außerdem kann man ja auch gucken, was die benachbarten Gemüsegarten-Pächter so treiben. Denn die Parzellen sind zumeist auf einem größeren Acker nebeneinander angeordnet. Auf diese Weise können lange Reihen verschiedener Gemüse angebaut werden, und auf jedem Abschnitt sind dann alle Sorten vertreten.

Köstlicher Arbeitslohn

Der Aufwand für die Gartenpflege hält sich laut Beschreibungen der Anbieter in Grenzen. Es ist dort von zwei bis drei Stunden Gartenarbeit pro Woche die Rede. Dafür gibt es ab dem Sommer den köstlichen Lohn für den körperlichen Einsatz, wenn die Erntezeit beginnt.

Die Mühe hat sich gelohnt: Gemüseernte im eigenen Garten mit Radieschen, Erdbeeren, Spinat und Schnittsalat
Die Mühe hat sich gelohnt: Gemüseernte im eigenen Garten mit Radieschen, Erdbeeren, Spinat und Schnittsalat (Foto: Oakley Originals / Flickr)

Bei den Miet-Modellen gibt es zumeist zwei Gartengrößen im Angebot: kleinere Flächen, deren Ertrag für bis zu zwei Personen ausreicht, und größere Flächen für eine ganze Familie. Die Preise bewegen sich um die 200 Euro pro Saison (von Mai bis Oktober) für einen kleinen Garten und etwa das Doppelte für die große Variante.

Quelle:

www.tt.com – Bauer für einen Sommer

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