Wintergemüse richtig einlagern

Eingelagertes Gemüse hat den Vorteil, dass kaum Nährstoffe verloren gehen  im Gegensatz zum Einkochen und Einfrieren. Hier das nötige Knowhow, um mit der eigenen Ernte gut über den Winter zu kommen.

Topinambur muss man gar nicht lagern, denn die Knollen können auch im Winter geerntet werden. Foto (C) Maja Dumat / flickr CC BY 2.0
Topinambur muss man gar nicht lagern, denn die Knollen können auch im Winter geerntet werden. Foto (C) Maja Dumat / flickr CC BY 2.0

 

Gärtnern ist noch effizienter, wenn man auch im Winter noch was hat von den Garten-Erzeugnissen. Früher war es für die meisten Menschen normal, sich selbst zu versorgen. Daher müssen wir uns nur an die alten Techniken erinnern und keine neuen erfinden. Von der Qualität der Lagerung hängt nicht nur die Dauer der Verwendbarkeit ab, sondern auch der Geschmack der Gartenfrüchte sowie ihr Nährstoffgehalt.

 

Zeitversetzte Ernte einplanen

Bei der Gartenplanung ist darauf zu achten, dass nicht nur frühreife Sorten angebaut werden, sondern auch späte Sorten. Als Faustregel gilt: Je später das Gemüse reif wird, umso länger lässt es sich einlagern.

 

Frisches Gemüse sofort einlagern

Gemüse, dass für die Lagerung bestimmt ist, sollte man so reif wie möglich ernten und danach unverzüglich ins Winterlager bringen, ohne es vorher herumliegen zu lassen. Gekauftes Gemüse ist leider längst nicht mehr frisch und daher nur noch wenig lagerfähig.

 

Vorsicht bei der Ernte!

Lager-Gemüse darf nicht beschädigt sein. Wurzelgemüse hält länger, wenn man die grünen Blätter bis auf die Blattansätze entfernt. Die Erde sollte man nicht abwaschen, sondern nur leicht abschütteln und antrocknen lassen.

 

Nachreifen lassen

Tomaten nehmen bei Zimmertemperatur und Paprika im Kühlschrank noch Farbe an – vorausgesetzt, sie wurden nicht völlig unreif geerntet. Um den Reifungsprozess zu beschleunigen, kann man Äpfel dazu legen, weil diese das Reifegas Ethylen ausdünsten. Tomaten gehören nie in den Kühlschrank, weil sie dort ihren Geschmack verlieren.

 

Frosthartes Gemüse in der Erde lassen

Sorten, die leichten Frost vertragen, kann man solange wie möglich im Beet lassen – vorausgesetzt, es gibt keine Wühlmäuse, die das Gemüse als willkommenes Futter betrachten. An kälteren Tagen ist ein gewisser Frostschutz mit Laub oder Stroh möglich, damit der Erdboden nicht komplett durchfriert. Wenn man im Spätherbst noch Karotten oder ein Kohlgemüse essen möchte, holt man es sich einfach im Garten.

 

Wurzelgemüse in Sand einbuddeln

Wurzeln halten am besten, wenn man die Erde möglichst dran lässt und sie in einer Sandkiste einbuddelt. Wer keinen passenden Keller hat, kann Lagergefäße im Erdboden versenken – zum Beispiel große Kübel, Tontöpfe, Eichenfässer oder rostfreie Waschmaschinen-Trommeln. Unterirdische Gefäße im Freien müssen wind- und regendicht abgedeckt und vor Frost geschützt werden – zum Beispiel mit einer dicken Laubschicht. Auch ein Sandhaufen auf einem nicht isolierten Lehm-, Ziegel-, Fliesen- oder Steinboden ist möglich. Damit der Sand nicht zu feucht wird, kann er mit Blähton drainiert werden. Besonders geeignet für diese Lagermethode sind Kartoffeln, Karotten (Möhren), Rote Bete (Rote Rüben), Topinambur, Knollen-Sellerie, Pastinaken, Steckrüben und Petersilienwurzeln.

 

Lagerung im feuchten Keller oder Erdkeller

Diese Lagerräume sollten möglichst dunkel, kühl (nahe dem Gefrierpunkt) und feucht sein (Luftfeuchtigkeit bis 95%). Am Dachboden kann es zu warm werden und in Gartenhütten zu kalt. In Garagen ist es zu trocken. Erdkeller müssen nicht aus aufwändig gemauerten Räumen bestehen, sondern können einfach unterirdische Schächte sein mit zirka achtzig Zentimetern Tiefe (frostfreie Tiefe). So ein Schacht lässt sich zum Beispiel einfach mit einem Beton-Brunnenring herstellen, die es als Fertigteile im Baumarkt zu kaufen gibt. Einen passenden Deckel darauf und fertig ist ein Gemüsebunker für Rettiche, Radieschen, Kohlrabi, Möhren & Co.

 

Lagerung im trockenen Keller

Kartoffel mögen es dunkel und kühl, aber bitte trocken und nicht feucht. Ebenso wie Zwiebeln und Knoblauch. Für die Lagerung von Kürbissen, Melonen und Zucchini sollte die Raumtemperatur mindestens 10 Grad plus betragen. Die meisten Gemüsearten mögen keinen Frost und sollten daher nicht in Kühlschränken aufbewahrt werden. In den Kühlschrank gehören eigentlich nur grüne Salate, Pilze, Kräuter, Kohlgemüse, Buschbohnen, Spinat und angeschnittene Gemüsestücke.

 

Kühlschrank ohne Strom

Wenn feuchter Sand verdunstet, entsteht ein Kühleffekt, den man sich für die Lagerung von Gemüse zunutze machen kann. Nach diesem Prinzip lassen sich einfache „Kühlboxen“ leicht selber bauen.

 

Lagerung bei Zimmertemperatur

Tomaten, Auberginen (Melanzani), Zwiebeln, Knoblauch und Kürbisgewächse halten länger bei mäßig warmen Temperaturen.

 

Wintergemüse und Wildkräuter

Manche Gemüsearten sind vollkommen winterhart und können den ganzen Winter über im Beet bleiben. Dazu gehören Rosenkohl, Vogelmiere, Feldsalat (Vogerlsalat), Spinat, Rukola, Topinambur und Schwarzwurzeln.

 

Einlegen in Salz

Schnittsellerie, Basilikum und andere Kräuter sind monatelang haltbar, wenn man sie fein geschnitten in reichlich Steinsalz einlegt.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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