Heilpflanzen und Kräuter im Feng Shui Garten

Über die Bedeutung von Pflanzen in einem Feng Shui Garten haben Sie vor einer Woche lesen können. Unter allen Pflanzen freuen sich Kräuter meist einer großen Beliebtheit unter den Hobbygärtner. Erfahren Sie wie Sie einheimische Heilpflanzen und Kräuter in einen Feng Sui Garten integrieren können.

Mit wenig Aufwand lassen sich leckere und gesunde Kräuter im Garten anbauen. Foto: H.Seipel
Mit wenig Aufwand lassen sich leckere und gesunde Kräuter im Garten anbauen.
Foto: H.Seipel

Kräuter gehören zu Heilpflanzen, denn sie unterstützen in vielerlei Hinsicht unsere Gesundheit. Neben gutem Geschmack für Speisen und Getränke liefern sie Inhaltsstoffe, die bestimmte Organe oder Körperfunktionen positiv beeinflussen können. Auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin spielen Pflanzen eine sehr wichtige Rolle. Doch meistens sind es Pflanzen, deren Namen für uns nicht nur fremd klingen, sondern teilweise völlig unbekannt und schwer zu beschaffen sind. Deshalb wäre ein chinesischer Heilpflanzengarten sicher nicht einfach anzulegen und zu pflegen. Mit einem kleinen Trick lassen sich aber einheimische Kräuter sehr gut mit den Prinzipien der chinesischen Heilkunde verbinden. Die Basis dazu liefert das sogenannte Meridianprinzip.

Das Meridianprinzip

Die Lehre von den fünf Wandlungsphasen spielt bei allen Behandlungsmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin eine sehr wichtige Rolle. Eine dieser Behandlungsmethoden ist die Akupunktur, bei der mit Hilfe gezielter Nadelstiche körperliche und psychische Beschwerden behandelt werden. Die Stiche reizen bestimmte Punkte am Körper und wirken so auf die Lebensenergie, das Chi in jedem von uns. Die Lebensenergie fließt im Körper, ähnlich wie Blut in den Adern, durch unsichtbare Kanäle – die Meridiane. Sie bilden eine Art Netz, das den ganzen Körper überspannt. Ursprünglich wurden die Meridianeals Verbindung zwischen Punkten mit ähnlicher Wirkung gefunden. Die Meridiane stehen weder mit den Blutgefäßen noch mit den Nerven in Verbindung. Es wird zwischen 12 Hauptmeridianen und 8 außerordentlichen Meridianen unterschieden.

Frauenmantel hilft nicht nur Frauen. Bei Bauchschmerzen hilft ein Tee aus seinen Blättern.  Foto: H.Seipel
Frauenmantel hilft nicht nur Frauen. Bei Bauchschmerzen hilft ein Tee aus seinen Blättern.
Foto: H.Seipel

Die Meridiane werden bestimmten Organfunktionskreisen zugeordnet. Die chinesische Medizin versteht unter den Organen komplexe Funktionsgruppen. Eine Krankheit ist eine Disharmonie auf organischer und energetischer Ebene. Die Funktionskreise werden den fünf Wandlungsphasen zugeordnet:

  • Milz/Pankreas und Magen = Wandlungsphase Erde
  • Herz und Dünndarm = Wandlungsphase Feuer
  • Leber und Gallenblase = Wandlungsphase Holz
  • Dickdarm und Lunge = Wandlungsphase Metall
  • Niere und Blase = Wandlungsphase Wasser

Jede Wandlungsphase entspricht einem Organsystem und kann auf diesem Weg angesprochen werden. Mit Hilfe der Lebensenergie, die durch die Meridiane fließt werden die Wandlungsphasen miteinander vernetzt. Sie nähren sich, schwächen sich oder kontrollieren, um das angestrebte Gleichgewicht zu halten, denn nur dann kann ein Mensch gesund bleiben.

Die Funktionskreise beziehen sich außer auf die Organe, auch auf unsere Sinne, Emotionen und Empfindungen. Jeder Kreis steht im Zeichen einer Wandlungsphase:

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Warum haben wir eine Neigung zu einzelnen Wandlungsphasen? Warum liebt ein Mensch bestimmte Farben und Jahreszeiten oder ist lieber am Meer als in den Bergen? Wer sich auf die chinesische Denkweise einlässt und sich intensiver mit dieser Anschauung befasst, kann zu aufschlussreichen Erkenntnissen über die Zusammenhänge von Gesundheit und den Naturelementen kommen.

Gartenbereiche und Funktionskreise

Eine echte Verknüpfung zwischen Funktionskreisen und Bereichen in einem Garten gibt es nicht. Die Verbindung ist rein symbolischer Natur und soll die Zusammengehörigkeit der Menschen und der Natur abbilden.

Wie Sie sicher aus anderen Beiträgen wissen, wird jeder Himmelsrichtung ebenfalls eine Wandlungsphase zugeordnet. So kann über die Wandlungsphase jeder Funktionskreis einer Himmelsrichtung zugeordnet werden. Pflanzen, die positive Auswirkungen auf die jeweiligen Organe und Funktionen ausüben, werden in den Bereichen platziert, die der Himmelsrichtung der Wandlungsphasen entsprechen:

Heilpflanze→Funktionskreis→Wandlungsphase→Himmelsrichtungsbereich

Entsprechend dem Schema können z.B. Heilpflanzen für die Blase und Nieren, gegen Ohrenschmerzen oder Angstzustände im Norden eines Gartens (Gartenbereichs) gepflanzt werden.

Mit Thymian lassen sich leckere Gerichte würzen. Doch das Kraut hilft auch bei Halsschmerzen.  Foto: H.Seipel
Mit Thymian lassen sich leckere Gerichte würzen. Doch das Kraut hilft auch bei Halsschmerzen.
Foto: H.Seipel

Hier einige Beispiele für geeignete Pflanzen für den jeweiligen Bereich:

  • Leber und Galle: Schafgarbe, Benediktenkraut, Salbei, Odermenning, Wegwarte, Tausendglüdenkraut, Löwenzahn, Berberitze
  • Herz und Dünndarm: Weißdorn, Melisse, Baldrian, Lavendel, Hirtentäschel, Rosmarin, Beifuß, Tausendglüdenkraut, Fenchel, Malve, Hohlzahn
  • Magen und Milz: Kamille, Basilikum, Wermut, Enzian, Pfefferminze, Distel, Alant, Kalmus, Bitterklee
  • Lunge und Dickdarm: Basilikum, Benediktenkraut, Sauerampfer, Schlehdorn, Eberesche, Kreuzdorn, Tormentill, Weinraute
  • Niere und Blase: Immortelle, Schafgarbe, Liebstöckl, Ackerschachtelhalm, Wacholder, Taubnessel, Löwenzahn, Hauchel, Attich

Viel Spaß und Erfolg mit Ihrem Heilpflanzengarten nach Feng Shui,

Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de

 

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