Insektenschutz-Gitter: Worauf kommt es an?

Umtriebige Flug-Insekten können nicht nur den Schlaf stören, unhygienisch und lästig sein, sondern sogar die Gesundheit gefährden. Daher sind für Fenster und Balkontüren wirksame Lösungen gefragt, die optisch kaum auffallen und dennoch schützen.

Foto: Conall / flickr CC BY 2.0
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Wirksamer Insektenschutz für hygienische Verhältnisse

Die Fenster mit allem Drum und Dran gehören zu den wichtigsten Anschaffungen bei jedem Haus. Je größer die Verglasungen sind, umso weniger werden sie von Insekten und anderen Flugtieren als Hindernisse wahrgenommen. Die meisten Kleinlebewesen sind sehr wichtig für den Garten und für das Ökosystem, aber wir Menschen gehen nicht gerne auf Tuchfühlung mit ihnen. Unappetitliches Getier wie Spinnen, Käfer, Mücken, Gelsen, Wespen und Fliegen, das durch diverse Öffnungen in die Häuser eindringt oder mit Schmutz in Verbindung steht, hat im Wohnraum nichts verloren. Auch den Tieren selbst ist nicht geholfen, wenn sie sich in Wohnräume verirren, denn sie finden hier keinen Lebensraum. Insektenschutzgitter werden an den Außenseiten montiert, wenn sich die Fensterflügel nach innen öffnen lassen. An fixen Verglasungen sind sie logischerweise nicht erforderlich. Für Türen und Fenster, die nach außen aufschlagen, gibt es spezielle Fliegengitter-Rollos, die man wegziehen kann. Die Rollos haben den Vorteil, dass man die Gitter elegant verschwinden lassen kann.

Integrierte Insekten- und Pollenschutzsysteme

Für Menschen, die in den Sommermonaten fast immer die Fenster offen lassen oder nahe an einem Gewässer leben, sind professionelle Systeme besonders zu empfehlen. Sie werden von Anfang an vom Fenster-Hersteller oder Architekten eingeplant und wirken daher nicht nur funktionell, sondern auch optisch überzeugend. Man kann hier folgende Systeme unterscheiden:

  • Einhängerahmen
  • Spannrahmen
  • Drehrahmen
  • Pendeltürrahmen
  • Schieberahmen
  • Plissee
  • Rollos aus Schutz-Gewebe

Im Idealfall kann das Gewebe zugleich eine Sonnenschutzfunktion übernehmen. Und das Insektengewebe läuft im herkömmlichen Rollo-Kasten mit. Pollenschutzgitter sind mit einer Spezialbeschichtung versehen oder wirken durch statische Aufladung. Dadurch wird nicht nur die Pollenbelastung, sondern auch der Feinstaub stark reduziert.

Maßgeschneiderte Insektengitter

In allen Fällen, wo die Fenster bereits älter sind, werden die Gitter nachträglich angepasst und montiert. Entweder von einem Bau- und Montage-Tischler beziehungsweise Schreiner, von Fenster-Herstellern, Sonnenschutz-Firmen oder von einschlägigen Fachfirmen, die auf Insektenschutz spezialisiert sind. Hier ein Link-Beispiel: Fliegengitter mit Rahmen.

Moskitonetze und Insektenschutz-Vorhänge

Eine interessante Alternative zu gerahmten Gittern sind Insektenschutzvorhänge, die man wie Lamellenvorhänge beiseite ziehen kann. Hier muss man allerdings in Kauf nehmen, dass sie an den Seitenrändern nicht dicht abschließen. Und so können diese Vorhänge aussehen: Insektenschutz-Vorhang – Dekorativer Schutz vor Insekten

Verschiedene Gitter und Gewebe

Die Bezeichnung „Gitter“ ist etwas irreführend, denn in Wirklichkeit handelt es sich um ein sehr feinmaschiges Netz und keine Zaun-Konstruktion. Das Netz kann aus äußerst feinsten Edelstahl-Fäden, Fiberglas oder aus einem Kunststoff-Gewebe bestehen. Je feiner und dichter das Gewebe ist, umso besser ist zugleich der Sonnenschutz, aber umso mehr leidet der Lichtdurchlass, der bis zu 40% reduziert sein kann – ähnlich wie bei einem Gardinen-Vorhang. Wer Haustiere hat, sollte sich nach einem kratzfesten „PetScreen®-Gewebe“ umsehen. Dieses Gitter ist allgemein für stark frequentierte Bereiche zu empfehlen, wo mit Stoß- und Zerrbelastungen zu rechnen ist. Je nach Raumfunktion gibt es unterschiedliche Prioritäten. Während die Durchsichtigkeit im Schlafbereich vielleicht nicht so wichtig ist, möchte man im Wohnraum keinen verschleierten Blick haben – es sei denn, die Umgebung ist nicht sehenswert. Aus Feng-Shui-Sicht kann die Reduzierung des Lichtdurchgangs durchaus problematisch sein, denn Licht ist gleich Energie und Tageslicht ist besonders wichtig.

Rahmen aus Holz, Alu oder Kunststoff

Einfache Insektengitter besitzen einen Rahmen aus Holz, den man eventuell sogar selber bauen kann. Das Schutznetz gibt es in Baumärkten separat zu kaufen. Für größere Fensterflügel benötigt man ein stabileres Material, wobei sich vor allem Alu anbietet. Aluminium ist leicht an Gewicht und haltbarer als Holz, es besitzt eine schlankere Optik und sieht hochwertiger aus. Daher macht es Sinn, in solide Alurahmen zu investieren, wenn man eine stabile und dauerhafte Lösung anstrebt. Von fertigen Bausätzen mit wackeligen Steckverbindungen ist dringend abzuraten.

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Über Johanna Fritz 56 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

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