Licht kann heilen

Eigentlich habe ich es gern hell. Ich kann mich unbändig über strahlenden Sonnenschein freuen, selbst wenn ich ihn vom Schatten aus betrachte. Schlechte Laune kenne ich gar nicht, solange die Sonne scheint. Neulich habe ich aber unter taghellem Licht richtig gelitten.

Ein Junge fängt Sonnenstrahlen: Licht ist Leben und kann heilen
Ein Junge fängt Sonnenstrahlen: Licht ist Leben und kann heilen (Foto: Oleg Shpyrko)

Es war allerdings kein strahlender Sonnenschein, der mich quälte, sondern künstliches Licht. Das schien aber mindestens so hell wie die Mittagssonne. Ich war zu Besuch bei Bekannten und blieb über Nacht. Vor dem Schlafen wollte ich noch etwas lesen. Die kleine Lampe neben meinem Bett war defekt. Eine andere Leselichtquelle fand ich in dem Raum nicht. Es blieb mir nichts übrig als die große Deckenlampe einzuschalten.

So lag ich spätabends müde auf der Gästecouch, während mich von oben gleißendes Scheinwerferlicht anstrahlte. Jedenfalls schien es mir auf meinem Sofa so hell zu sein wie auf einer Theaterbühne. Angenehm war das nicht. Aus dem Lesen wurde nichts, ich habe das Licht schnell wieder gelöscht.

Abends nicht zu hell

Auch Kinder kommen abends schneller zur Ruhe, wenn es im Zimmer nicht mehr so hell ist
Auch Kinder kommen abends schneller zur Ruhe, wenn es im Zimmer nicht mehr so hell ist
(Foto: Wes Peck)

Zu viel Licht, zu helle oder falsch ausgerichtete Lampen können uns empfindlich stören. Dabei ist das Empfinden offenbar unterschiedlich. Was für den einen angenehm ist, ist dem nächsten schon viel zu hell. Außerdem spielt die Tageszeit eine große Rolle. Spätabends sollte eine Lampe nach Möglichkeit nicht mehr so hell sein wie das Tageslicht, sonst wird sie als zu grell wahrgenommen.

Hockerleuchte im Schlafzimmer
Hockerleuchte im Schlafzimmer
(Foto: Paragon Apartments)

So empfand ich die helle Deckenlampe neulich nachts als sehr unangenehm. Meinen Bekannten werde ich jedenfalls für ihr Gästezimmer mindestens eine weitere Lichtquelle empfehlen. Für Zuhause hatte ich mir zuletzt etwas bei Schirmo.de bestellt. Keine drei Tage hat es gedauert und ich hielt eine recht edel aussehende, aber doch preiswerte Hockerleuchte für unser Schlafzimmer in der Hand. Niemand braucht heutzutage durch Lampenläden jagen, um am Ende teuer einzukaufen oder mit einem schlechten Kompromiss nach Hause zu gehen.

Im Positiven wie im Negativen: Licht hat eine mächtige Wirkung. Es kann den Biorhythmus stören, wenn wir der Lichtquelle zu unpassender Zeit ausgesetzt sind. Wer – was die Beleuchtung betrifft – die Nacht zum Tag macht, leidet meistens unter den Folgen wie Müdigkeit und Erschöpfung. Licht sorgt aber auch für gute Laune und hilft in großen Dosen bei Winterdepressionen. So werden Lichtduschen verordnet, um schädlichen Lichtmangel auszugleichen.

Rotlicht bei Erkältung

Rotlicht hilf bei Erkältung
Rotlicht hilf bei Erkältung (Foto: Andreas / Flickr)

Licht hat außerdem viele weitere Heilkräfte. Dabei kommt es auch auf die Farbe des Lichts an. Rotlicht kannten schon meine Großeltern. Wann immer eine Erkältung im Anflug war, kam das rote, warme Licht zum Einsatz. Ich habe die Wärme der roten Lampe sehr genossen. Heute wird Rotlicht oder Infrarotlicht auch bei Heuschnupfen eingesetzt. Es wirkt auf die Nasenschleimhäute, die besser durchblutet werden und damit mehr Abwehrkräfte entwickeln.

Seit einiger Zeit wird auch blaues Licht medizinisch genutzt. Es wirkt gegen Schmerzen und wird zum Beispiel bei chronischen Rückenleiden angewendet. Außerdem helfen schon geringe Dosen blauen Lichts, die Aufmerksamkeit zu steigern. Blaues Licht macht nämlich wach. Zu viel davon hält uns abends vom Schlaf ab. Es ist daher ratsam, rechtzeitig vor dem Einschlafen elektronische Geräte wie Bildschirme auszuschalten, da diese oft blaues Licht abgeben.

Grün gegen Migräne

Wer Migräne kennt, wird Licht eher meiden. Bei den allermeisten Betroffenen verstärken nämlich Licht wie auch Geräusche die Schmerzen. Kaum jemand dürfte daher Erfahrungen mit Migräneanfällen unter dem Einfluss von grünem Licht haben. Möglicherweise hilft schwaches grünes Licht aber, die Lichtempfindlichkeit zu reduzieren und damit die Kopfschmerzen zu verringern. Forschungen aus den USA legen diesen Zusammenhang jedenfalls nahe.

Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis

Nicht nur Licht kann auf vielfache Weise seine Wirkung entfalten, sondern auch Farben. Wir empfehlen euch in diesem Zusammenhang unseren Beitrag zum Thema Feng Shui Farben und Farbgestaltung.

Quellen:

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Astrid Albrecht-Sierleja
Über Astrid Albrecht-Sierleja 158 Artikel
Astrid Albrecht-Sierleja verfügt als langjährige Malerin und Lackiererin über ausgesprochen praxisorientiertes Wissen und kennt als Produkt-Designerin die Vielfalt gestalterischer Möglichkeiten im Wohn- und Arbeitsbereich. Astrid erreicht ihr unter a.albrecht@everyday-feng-shui.de

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