Reiki: „Spirituelle Lebensenergie“ durch sanftes Handauflegen

Reiki ist eine sehr einfache Methode, um sich selbst und andere Lebewesen mit Energie zu versorgen. Sie erfordert nur Ruhe, Geduld, Stille und die Bereitschaft, sich auf den feinstofflichen Energiefluss einzulassen.

Foto: Centro Culturale Khatawat / flickr CC BY 2.0
Foto: Centro Culturale Khatawat / flickr CC BY 2.0

Herkunft und Entdeckung

Die japanische Bezeichung „Reiki“ ist eine Kombination aus den Wörtern Rei und Ki. Rei bedeutet Seele, Geist und Spiritualität. Ki bedeutet universelle Lebensenergie. Wir kennen Ki auch als Chi, Qi, Ji, Äther, Odem und Prana. Methoden, die mit dieser Energie arbeiten, heißen zum Beispiel Qigong, Taiji, Aikido oder Kinesiologie. Es handelt sich um dieselbe Energie, die auch bei Feng-Shui-Anwendungen eine zentrale Rolle spielt. Die Reiki-Lehre ist im Jahr 1922 in Japan entstanden – also noch relativ jung. Der Entdecker heißt Mikao Usui und daher ist manchmal auch vom „Usui-System“ die Rede. Da die Methode bis 1988 nur von Großmeistern weitergegeben wurde, blieb sie lange Zeit weitgehend unverfälscht. Inzwischen hat sich das Lehrsystem gelockert und nicht alles, was sich Reiki nennt, entspricht der ursprünglichen Lehre.

Linktipp: Reiki-Lebensregelen nach Dr. Mikao Usui

Die Methode ist leicht zu erlernen

Jeder, der bereits gewisse Erfahrungen im Umgang mit Chi gesammelt hat – zum Beispiel bei Meditationen oder diversen Feng-Shui-Seminaren – wird die Übungen schnell nachmachen können. Es geht darum, ganz bewusst zum Kanal für Lebensenergie zu werden. Bei den ersten „Einweihungen“ muss man nichts weiter tun, als sich für den Energiestrom zu öffnen, der vom Reiki-Meister übertragen wird. Der Meister (oder die Meisterin) gibt nichts von seiner eigenen Energie ab, sondern er lässt die Energie durch sich hindurchfließen. Die Energien sollen sich heilsam auswirken, doch Großmeisterin Phyllis Lei Furumoto wurde keine 75 Jahre alt. Sie war die Enkelin der dritten Großmeisterin namens Hawayo Takata, die immerhin fast 80 Jahre alt wurde. Der zweite Großmeister nach dem Erfinder Mikao Usui war der japanische Arzt Dr. Chujiro Hayashi. Er gründete die erste Reiki-Klinik in Tokio, wurde aber nicht mal 60 Jahre alt (1880 bis 1940). Die Vorstellung, dass man mit regelmäßigen Chi-Übungen deutlich länger leben könnte als der Durchschnitt, lässt sich nicht untermauern.

Wohltuend, aber kein Allheilmittel

Wenn man sich einen Lehrer aussucht, sollte man darauf achten, dass er wirklich vital aussieht und eine angenehm ruhige Ausstrahlung hat. Inzwischen gibt es eine unübersichtliche Anzahl von Menschen, die sich Meister oder Großmeister nennen. Da Reiki körperliche und mentale Auswirkungen hat, sollte man Erfolge bemerken. Reiki ist die vielleicht ruhigste und besinnlichste Form der Energielenkung, gefolgt von Qigong, das auch recht ruhig, aber doch dynamischer ist. Taiji ist mäßig dynamisch und Karate sehr dynamisch. Aikido ist eine elegante, defensive Bewegungskunst. Außerdem sind noch Chakren-Mediationen mit Aktivierung der Kundalini zu erwähnen, wobei die Energie entlang von Leitbahnen (Meridianen) herumgelenkt wird. Die Meridiane und Chakren ergeben zusammen ein feinstoffliches Energiesystem, das für Methoden wie Akupunktur, Akupressur und Shiatsu essentiell ist. Darüber hinaus gibt es viele Möglichkeiten der Energiearbeit mittels Visualisierung, Atemtechniken, Bewegungen und Berührungen. Sie werden zum Beispiel bei Rückführungen benutzt, bei schamanischen Reisen, bei Yoga-Übungen und bei geomantischen Heilritualen.

Ausgeglichenheit und Ruhe, Entspannung und Regeneration

Reiki-Behandlungen wirken entspannend, ausgleichend, vitalisierend, regenerierend und erhellend. Je nachdem, was dem Körper gerade fehlt, ist die Wirkung entweder beruhigend oder antreibend. Träge Menschen fühlen sich erfrischt und gestresste Menschen kommen zur Ruhe. Aber nicht nur körperliche, sondern auch mentale Verbesserungen sind möglich. Schlummernde Potentiale können ebenso zum Vorschein kommen wie Erkenntnisse und Verdrängungen. Für den 1. Grad braucht man einen Reiki-Meister bzw. eine Meisterin, der/die die universelle Lebensenergie übertragen kann. Ist die Energie „aktiviert“ bzw. ins Fließen gebracht, steht sie dauerhaft zur Verfügung. Es gibt 13 verschiedene Reiki Handpositionen, wobei sich die meisten direkt am Kopf oder in Kopfnähe befinden. Die Anwendung erfolgt bequem im Sitzen oder Liegen. „Stell dir vor, du lässt Licht und Liebe durch deine Hände fließen. Nimm alles wahr, wie es gerade ist, ohne es zu bewerten.“ Alle Berührungem geschehen sanft und ruhig.

Geistheilung“ mit Reiki

Im 2. Grad wird Reiki für die so genannte Geistheilung benutzt. Reiki soll in diesem Fall auf die Gedanken und Glaubensmuster einwirken, um mehr Ausgeglichenheit, Harmonie, Frieden, Leichtigkeit und Freude zu erreichen. Außerdem soll es die Selbsterkenntnis fördern. Nach der Aktivierung der Reiki-Fähigkeit, kommt die Energie einfach aus den Händen heraus, ohne was dafür tun zu müssen. Sie hilft bei jeder Form von manueller Arbeit, ist aber besonders hilfreich für Menschen, die in helfenden, sozialen und therapeutischen Berufen tätig sind. Reiki lässt sich gut mit Meditationen kombinieren und ist auch für schamanische Rituale geeignet, um mit Geistern zu interagieren und Astralreisen zu unternehmen.

Hinweis: Die Autorin ist weder Ärztin noch Heilpraktikerin. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung oder Behandlung.

Beitrag teilen:
Über Johanna Fritz 75 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*