Schlafpositionen und ihre Bedeutung

Sag mir, wie du schläfst und ich sage dir, wer du bist?

Laut Schlafforscher Dr. Samuel Dunkell soll es tatsächlich möglich sein, von der Schlafposition eines Menschen auf seine Persönlichkeit zu schließen.

Säugling schläft in Seitenlage
Säugling in Seitenlage: Wird aus ihm ein ausgeglichener Mensch? (Foto: David B. Gleason / Flickr CC BY-SA 2.0)

Gut, sein Buch “Sleep Positions – The Night Language of the Body” ist in den 1970ern erschienen, und laut der einzigen neueren Studie ist das Ganze empirisch nicht nachzuweisen. Dennoch haben sich Leser in den letzten 50 Jahren immer wieder in diesen Korrelationen wiedergefunden.

Zwei Dinge sind auf jeden Fall wahr:

  1. Die meisten von uns haben einen klaren Favoriten, was unsere Einschlafposition angeht. Während der Nacht ändern wir unsere Lage öfter, aber je älter wir werden, umso mehr Zeit verbringen wir in immer weniger Positionen.
  2. Wir verbringen so viel Zeit in diesen Schlafpositionen, dass sie körperliche Effekte haben können. Im schlimmsten Fall äußert sich das in gesundheitlichen Problemen. Rückenschmerzen sind hier die Hauptsorge, aber eine falsche Lage kann auch gastroösophagealen Reflux oder Schnarchen begünstigen.

Dies sind die vier häufigsten Schlafpositionen und ihre Bedeutung, sowohl laut Dr. Dunkell als auch für die Gesundheit:

Die Embryonalstellung

Hierbei handelt es sich um eine Seitenlage mit stark angewinkelten Beinen und rundem Nacken. Wie ein Embryo in der Gebärmutter eben. Laut Dr. Dunkell sind Menschen mit dieser Lieblingsposition schutzbedürftig und anfangs schüchtern, aber auch sehr kreativ und gefühlsbetont.

Nach einer Nacht in der Embryonalstellung fühlt man sich eventuell am nächsten Morgen steif, weil man sich zu stark zusammengerollt hat. Auch Atemprobleme während der Nacht können durch diese Lage verschlimmert werden. Dem kann man oft abhelfen, indem man ein nicht zu weiches Kissen vor sich legt. Dadurch zieht man die Beine nicht mehr ganz so stark an den Körper.

Die Seitenlage

Die Seitenlage mit ausgestreckten oder nur leicht angezogenen Beinen wird auch als halbfötale Lage bezeichnet. Sie ist wahrscheinlich die Beliebteste unter den Schlafpositionen. Laut der oben verlinkten Studie schliefen über 40% der Testpersonen in dieser Position. Dr. Dunkell zufolge sind Seitenschläfer aufgeschlossen und innerlich ausgeglichen, harmoniebedürftig und zeigen einen gesunden Menschenverstand.

Gesundheitlich hat die Seitenlage einige Vorteile: Sie beugt Rücken- und Nackenschmerzen vor und belastet die Atemwege nicht. Außerdem kann das Gehirn in dieser Lage Schadstoffe besser abbauen. Wichtig ist hier eine gute Matratze, die an Hüfte und Schultern nachgibt, aber die Körpermitte stützt. Für viele Menschen ist das Boxspringbett bei chronischen oder akuten Rückenproblemen die ideale Lösung.

Ob man besser links oder rechts schläft, ist meist individuell. Wenn aber bereits Reflux- oder Verdauungsprobleme vorliegen, sollte man die linke Seite wählen. Das Schlafen in rechter Seitenlage soll angeblich den Blutdruck und die Pulsrate senken; aber das wurde bisher nicht ausreichend erforscht.

Die Rückenlage

Entspannter Schlaf in natürlicher Umgebung
Entspannter Schlaf in natürlicher Umgebung (Foto: Suso Sinmiedo, Flickr CC BY 2.0)

Wenige Menschen schlafen auf dem Rücken, obwohl dies eigentlich für die meisten Körper die beste Lage wäre. Solange ein gutes, nicht zu hohes Kissen verwendet wird, bleibt die Wirbelsäule hier nämlich besonders gerade. Außerdem verteilt sich das Körpergewicht gleichmäßig, kein Teil des Körpers wird verstärkt belastet. Das größte Problem hier ist, dass die Rückenlage Schnarchen fördert.

Laut Dr. Dunkell haben Menschen, die in Rückenlage schlafen, starke Persönlichkeiten mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein und können auch schon einmal stur sein. Angeblich sind oft Einzelkinder Rückenschläfer. (Vielleicht, weil sie sich nie ein Zimmer mit einem Geschwisterkind teilen mussten, dass sich über ihr Schnarchen beschwert hätte?)

Die Bauchlage

Bauchschläfer sind die seltenste Gruppe, und das aus gutem Grund. Auf dem Bauch zu schlafen belastet Schultern und Nacken. Außerdem hängt die untere Wirbelsäule dabei oft durch, was den Lendenbereich belastet und zu Kreuzschmerzen führen kann. Und noch dazu wird das Gesicht die ganze Nacht gegen das Kissen gedrückt. Falten ahoy!

Dennoch schwören viele Bauchschläfer absolut darauf. Natürlich kann auch hier die richtige Matratze oder ein paar zusätzliche Kissen Problemen vorbeugen. Wenn die Beschwerden aber doch zu stark werden, sollte man sich wohl oder übel umgewöhnen.

Bauchschläfer sind nach Dr. Dunkell Perfektionisten, die zielorientiert und zuverlässig sind, aber Überraschungen und Unsicherheit lieber aus dem Weg gehen. Außerdem erledigen sie Dinge lieber selbst, anstatt zu delegieren.

Aber was ist nun wirklich die beste Schlafposition?

Das ist eigentlich ganz einfach: Die, in der man sich selbst am wohlsten fühlt.

Wie gesagt, wenn man in seiner jetzigen Lage mit Rückenschmerzen oder Reflux zu kämpfen hat, sollte man eine andere Schlafposition ausprobieren. Aber wenn einem nach dem Schlafen nichts wehtut und man gut durchschlafen kann, dann hat man definitiv die richtige Schlafposition für sich gefunden.

Beitrag teilen:
Über Long Wang 319 Artikel
Meister Long Wang ist seit 2007 Teil des Everyday Feng Shui Redaktionsteams und bereichert seither als Experte für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit seiner fernöstlichen Perspektive auf die Welt unsere Plattform. Zu erreichen ist er unter l.wang@everyday-feng-shui.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*