Selfcare: Sei gut zu dir selbst!

Je turbulenter die Zeiten, umso wichtiger sind Selbstliebe und Selbstfürsorge. Liebe dich selbst und es ist (beinahe) egal, wie verrückt die Umgebung spielt. Das Allerwichtigste dabei ist, sich nicht irritieren zu lassen, sondern bei sich selbst zu bleiben.

Foto: Ben Rose / flickr CC BY 2.0
Foto: Ben Rose / flickr CC BY 2.0

Pausen und Auszeiten

Ein wesentlicher Schlüssel zu Regeneration und Ausgeglichenheit ist die Ruhe. Um zur Ruhe zu finden müssen wir weg kommen von stressenden Faktoren wie Mitmenschen, Medien, Sachzwängen und finanziellen Nöten. Ärger entsteht fast immer durch Kontakt mit Menschen oder deren Produkten. Daher ist die Möglichkeit zum Rückzug ganz wichtig. Rückzug erfordert Zeit und Raum. Beides ist im Alltag vieler Menschen oft kaum vorhanden. Wer in den eigenen vier Wänden keinen Raum findet, findet vielleicht im Garten, im Wald, im Stadtpark oder sogar auf dem Friedhof ein ungestörtes Plätzchen. Vielleicht gibt es einen ungenutzten Dachboden, der sich zum Rückzugsort ausbauen lässt? Oder ein verwaistes Kinderzimmer? Oder eine Sauna? Meine Großmutter hatte einen überdachten Holzstoß, auf den sie sich gerne mit einer Katze zurückzog.

Unser Lese-Tipp

Self Care, 8 Lifehacks für eine Auszeit vom Alltag, von Aldi Süd

Runter vom Gas!

Fast jeder Arbeitgeber oder Auftraggeber möchte, dass möglichst schnell und effizient gearbeitet wird. Doch dieser ständige Leistungsdruck – oft gekoppelt mit Konkurrenzdruck – ist Gift für die Psyche. Es wird einem ständig unterstellt, nicht gut genug zu sein oder sich zu wenig zu verausgaben. Es gibt immer jemanden, der noch schneller ist oder noch mehr Überstunden schindet. Es ist nicht einfach, den diversen Sklaventreibern zu entgehen und sich ganz bewusst für einen entschleunigten Arbeitsstil zu entscheiden. Sich auch reichlich Pausen zu gönnen und auf die körperlichen Bedürfnisse zu achten. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass wir uns nach dem Wetter richten und nur dann arbeiten, wenn wir Lust dazu haben oder einen inneren Antrieb verspüren.

Abgrenzung und Für-sich-sein

Wir müssen uns nicht auf alles einlassen, was andere Menschen uns bieten. Niemand muss sich betroffen fühlen oder triggern lassen – auch wenn er direkt angesprochen und mit lieblosen Verhaltensweisen konfrontiert wird. Um Erlebnisse, die uns zu nahe gekommen sind, verarbeiten zu können, brauchen wir genug Schlaf – gerne auch Mittagsschläfchen oder ein kurzes Powernapping zwischendurch. Die besten Ideen kann man sich nicht ausdenken, sondern sie kommen in ruhigen Momenten ganz von selbst. Häufiges Innehalten, offene Sinnesorgane und eine gesunde Distanz anderen Menschen gegenüber, schützen uns vor unnötigen Auseinandersetzungen. Ärger, Streit, Verletzungen und Enttäuschungen kosten viel Energie. Leider gibt es sehr viele Menschen, die psychisch krank sind und die man daher niemals ernst nehmen sollte. Dazu gehören nicht nur demente Senioren, sondern auch Autisten, Narzissten, Suchtkranke und viele mehr. Um die Batterien wieder aufzuladen und in unsere Mitte zu finden, brauchen wir Abstand von nörgelsüchtigen, aufdringlichen, verurteilenden, einschränkenden, unehrlichen, fordernden, aggressiven und missgünstigen Artgenossen.

Weiterer Lese-Tipp der Redaktion

Tipps für innere Balance und inneren Frieden von Irmgard Brottrager

Abstand durch Achtsamkeit

Beobachtung ist eine wichtige Methode, um Distanz zu gewinnen, denn ein Beobachter steht außerhalb des Geschehens. Das Verhalten eines Menschen uns gegenüber sagt nichts über uns aus, sondern alles über ihn selbst. Wir sind nur dafür verantwortlich, wie wir darauf reagieren. Wenn wir beobachten, dass wir mit negativen Gefühlen reagieren, macht es wenig Sinn, über die Person nachzudenken, die die Gefühle ausgelöst hat. Sicher gibt es vieles, was generell unangenehm ist – zum Beispiel Unfreundlichkeit, Beschimpfungen oder Drohungen. Aber letztlich entscheiden immer wir selbst, wie wir damit umgehen. Und wenn wir gut zu uns selbst sein möchten, dann suchen wir nach Lösungen, wie wir das Missbefinden abstellen können.

  • Wir müssen nicht alles persönlich nehmen.
  • Wir können uns immer und überall mit der universellen Liebe verbinden.
  • Wir müssen keine Schuhe anziehen, die uns nicht gehören.
  • Wir können fast immer und überall NEIN sagen.
  • Wir haben von Natur aus eine selektive Wahrnehmung und können daher wählen.
  • Wir können jede Zuschreibung zurückweisen.
  • Wir müssen nicht aus uns herausgehen, sondern können schweigen.

Kraftquellen finden

Trotz aller Vorsichts- und Abgrenzungsmaßnahmen werden wir immer wieder das Bedürfnis haben, uns zu erholen. Idealerweise ist die eigene Wohnung ein entspannender Wohlfühl- und Rückzugsort. Wenn dies auf Grund von schwierigen Mitbewohnern nicht der Fall ist, muss man nicht unbedingt einen Urlaub buchen. Sonne, Licht, frische Luft, Wärme, Zimmer- und Garten-Pflanzen, intakte Natur, gesunde Bäume, herrliche Düfte, heilsame Klänge, leibliche Genüsse, Spielen und Kreativität, gute Bücher, schöne Filme oder Videos, inspirierende Bilder bei Instagram oder Pinterest, Altstadtspaziergänge, Burgen und Schlösser, Bäche, Flüsse und Seen, Meeresstrände, Aussichtspunkte, Berge und Felsen, kreatives Schaffen, herzliche Kontakte, bedingungslose Liebe, Putzen und Ausmisten – das alles kann uns helfen, zur Quelle unserer Lebensenergie zurückzufinden.

Weiterführende Links zu diesem Thema:

Die 7 Felder der Self Care, von Ulrike Scheuermann

Powernapping: Auszeit für Geist und Köprer, von Stepstone

Self Care Tipps von Westwing

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Über Johanna Fritz 84 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

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