Wie wir mit unseren Gedanken unsere Realität erschaffen

Die meisten Menschen haben kein Bewusstsein dafür, wie ihre Realität entsteht und was sie selbst dazu beitragen. Sie leben „unbewusst“. Das lässt sich jedoch jederzeit ändern.

Und was „zaubern“ wir heute? Foto (C) Phillip West / flickr
Und was „zaubern“ wir heute? Foto (C) Phillip West / flickr

 

Menschen sind keine Götter, aber es heißt nicht umsonst, dass jeder Mensch einen göttlichen Funken in sich trägt. Viele christliche „Kinder Gottes“ beten zu ihrem „Gott Vater im Himmel“ und glauben, dass Gott nur einen Sohn hatte. Man könnte auch sagen, dass wir Götter-Lehrlinge sind, die lernen müssen, Dinge und Verhältnisse auf eine Weise zu erschaffen, dass sie im Einklang stehen mit den Gesetzen des Universums. Alle menschlichen Kreationen, die wider die Natur sind, scheitern früher oder später.

 

Wir können mehr erschaffen als nur Konsumgüter

Dass wir alles Mögliche erfinden, herstellen und erbauen können, steht außer Frage. Der Umgang mit Werkzeugen ist typisch menschlich. Wir erschaffen jedoch nicht nur Dinge im Außen, sondern vor allem uns selbst. Die Gene bilden nur das Grundmaterial, mit dem wir beliebig hantieren können. Was wir aus unseren Anlagen machen, hängt von unseren geistigen Aktivitäten ab. Wer jedoch macht wirklich eigenverantwortlich und autonom Gebrauch von seinen geistigen Möglichkeiten? Die meisten Menschen lassen sich einfach den ganzen Tag berieseln, belehren, beeinflussen, zurechtweisen und steuern, und benutzen ihr Gehirn nur selten für eigene Gedanken.

 

Das Lenken der Aufmerksamkeit

Das vielleicht wichtigste Instrument zur Erschaffung von Realität ist das Lenken der Aufmerksamkeit und die Auswahl des Umfeldes, in dem wir uns bewegen. Jeder Mensch lenkt seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge und wählt andere Wege. Daher hat jeder eine andere Wahrnehmung von ein und denselben Situation. Was jemand wahrnimmt, zeigt sich zum Beispiel an der Art, wie er fotografiert und wie er Geschichten erzählt. Die bewusste Wahrnehmung ist immer selektiv, denn wir können nicht alles gleichzeitig im Auge behalten. Nur sehr wenige Menschen haben ein fotografisches Gedächtnis und können alle Details, die sich in einem Raum befinden, nicht nur aufnehmen, sondern auch wiedergeben.

 

Die Auswahl der Bezugspersonen

Welche von unseren Anlagen gefördert werden und welche unterdrückt werden, hängt von der Auswahl der Bezugspersonen ab. Je weniger Kontakte ein Mensch hat, umso stärker wirken sich Vertraute aus, die blockierende Eigenschaften haben. Dazu gehören Intoleranz, Ablehnung, Verurteilungen, Einschränkungen der Freiheit, mangelndes Feingefühl und mangelnde Intelligenz, Bevormundungen, Abwertungen und fehlendes Verständnis. Das muss gar nicht böse gemeint sein, denn mit einem völlig unmusikalischen Menschen kann man kein Konzert veranstalten.

 

Das Wählen beim Einkaufen

Kunden sind viel mächtiger als sie denken, denn sie bestimmen durch ihre Nachfrage und ihr Einkaufsverhalten, was in die Regale kommt. Doch leider erkennen die meisten Menschen nicht, dass sie die Wahl haben, und kaufen einfach das, was die Werbung empfiehlt. Sie sind keine kritischen Konsumenten, die wissen, was sie wollen, und haben noch nie was „Kleingedrucktes“ gelesen. Es interessiert sie gar nicht, woraus die Produkte bestehen und wie sie hergestellt wurden. So wirkungslos es ist, an Wahltagen zur Urne zu gehen, so wichtig wäre es, ständig bewusst einzukaufen und nichts anzunehmen, was irgendjemandem schaden könnte.

 

Wege, Orte und Zeiten

Raum und Zeit gehören zusammen. Sie bilden gemeinsam eine Art Koordinatensystem und es ist daher nicht egal, wann wir aufstehen, wann wir außer Haus gehen, welche Wege wir wählen und an welchen Orten wir uns wann aufhalten. Die Tageszeiten haben sehr unterschiedliche Qualitäten und nur wenn wir sie geschickt nutzen, werden wir tolle Begegnungen haben und angenehme Menschen treffen. Menschen mit fixen Arbeitszeiten haben es zugegeben schwerer, die Gunst der Stunden zu nutzen, aber kein Arbeitsplatz ist dermaßen reglementiert, dass keine Bewegungsfreiheit bleibt.

 

Das Sprechen über andere

Indem wir über andere sprechen, senden wir eine Art Bumerang aus, der mit ähnlichen Inhalten zurückkehrt. Wer sich auf Negatives konzentriert, wird Negatives ernten. Wer das Positive schätzt, fördert positive Erfahrungen. Über Personen, mit denen man nicht im direkten Kontakt steht, sollte man eigentlich überhaupt nicht lästern. Was bringt es, sich mit Leuten zu beschäftigen, mit denen man gar nichts zu tun hat?

 

Der Einfluss der Medien

Was wir lesen, hören und ansehen wirkt genauso bildend wie ein Schulunterricht. Wir konsumieren im Durchschnitt viel zu viele Medien und finden vor lauter Input keine Zeit mehr, die vielen Informationen zu verarbeiten. Wir haben ständig die Wahl und müssen nichts studieren, was uns nicht wirklich weiterhilft.

Meditationen lassen sich gut mit Visualisierungen verbinden. Foto (C) Sebastien Wiertz / flickr
Meditationen lassen sich gut mit Visualisierungen verbinden. Foto (C) Sebastien Wiertz / flickr

 

Affirmationen und Glaubensbekenntnisse

Der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen. Glauben heißt allerdings Nicht-Wissen und daher sollte der Glaube nie etwas Fixes und fest Umrissenes sein, sondern eine flexible Grauzone bleiben, in der Annahmen, Vermutungen, Vorstellungen und Ahnungen ihren Platz finden. Bei den meisten Menschen bilden ihre Überzeugungen ein dickes Gemäuer an Einschränkungen. Die Sicht ist im wahrsten Sinne des Wortes verstellt und es ist daher nicht möglich, neue Sichtweisen zu finden oder neue Informationen zu integrieren.

 

Ernährung im weitesten Sinne

Der Mensch ist, was er isst, lautet ein Sprichwort. Es ist nicht egal, was wir essen, denn jedes Lebensmittel hat bestimmte Auswirkungen. Fleischesser verbinden sich mit der Energie von Tieren in Gefangenschaft (und meist Massentierhaltung). Zuckerschlecker verbinden sich mit der Energie der Nahrungsmittelindustrie. Und Pflanzenesser nehmen die Informationen der Pflanzenwelt in sich auf. Jeder hat die Wahl, in welcher Welt er leben möchte. Im weiteren Sinne zur Ernährung gehören auch Naturkontakte und kulturelle Empfänge, wie zum Beispiel Bücher, Musik, Architektur, Design, Düfte, Blumen, Wanderungen, Sonnenbäder und Meditationen.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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