Wohnung abschirmen gegen Elektrosmog

Forscherteams der Technischen Universität Ilmenau haben ein Spezialpapier entwickelt, das zur Abschirmung von Elektrosmog dient. Das Material soll künftig als Tapete zum Einsatz kommen. Damit wäre eine einfache und kostengünstige Strahlenschutz-Nachrüstung der eigenen Wohnung möglich.

In den Geomantie News von Stefan Brönnle sind wir auf ein interessantes Thema gestoßen: Zwei Forscherteams der TU Ilmenau sind küzlich von der Fachmesse IENA mit einer Goldmedaille für die Entwicklung von strahlenabsorbierenden Papieren ausgezeichnet worden. Das neuartige Schutzpapier dient der Dämpfung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und eignet sich besonders für den großflächigen Einsatz als Spezialtapete. Damit könnte schon bald eine einfache und kostengünstige Strahlenschutz-Nachrüstung der eigenen Wohnung möglich werden.

Spezialtapete gegen Elektrosmog
Spezialtapete gegen Elektrosmog

Das technische Verfahren zur Herstellung des Strahlenschutz-Papiers ist derzeit noch recht aufwändig: Ihre besondere Eigenschaft erhalten die Papiere durch eine Nanometer winzige Pigmentbeschichtung aus Hexaferrit. Kleinste Hexaferritpartikel, die spezielle Syntheseverfahren durchlaufen, werden durch Beschichtungstechnologien als streichfähige Masse auf Rohpapier aufgetragen. Das Papier wird so mit einer elektrisch nicht leitfähigen, aber die elektromagnetische Strahlung absorbierenden Schicht versehen. Dadurch kann eine 99 %ige Abschirmung vor Elektrosmog wie etwa Mobilfunk, WLAN- und Radarstrahlung erreicht werden.

Vergleicht man die Strahlenschutzwirkung herkömmlicher Baumaterialien, wird der enorme Vorteil der neuartigen Tapete schnell deutlich. In einer Studie der Bundeswehr-Universität Neubiberg wurden über 80 Baustoffe auf ihre abschirmende Wirkung hin überprüft. Das Fazit war, dass zwar eine ganze Reihe von Materialien gestressten Anwohnern Abhilfe schaffen können, diese lassen sich jedoch nicht einfach so im Handumdrehen in der Wohnung nachrüsten. Achtung ist insbesondere bei der Verwendung der Materialien geboten, denn eine falsche Materialwahl kann das Strahlenproblem sogar noch verschlimmern. Hier ist in jedem Falle eine Beratung durch Fachleute empfehlenswert!

Welche Materialien reduzieren elektromagnetische Strahlung am besten?

Massive Baustoffe

Leichtbeton, 30 Zentimeter dick: über 99 % Dämpfung
Lehmstein, 24 cm: über 97 %
Hochlochziegel, 36 cm: über 90 %
Stahlbeton, 16 cm dick: ca. 90 %
Porenbeton (z. B. Ytong), 36,5 cm: ca. 70 %
Kalksandstein, 24 cm: ca. 70 %

Holzkonstruktionen

Massives Holz, 36 cm: über 97 %
Massives Holz, 16 cm: über 80 %
Außenwand von Baufritz mit Schutzplatte Xund E: über 95 %

Fenster

Wärmeschutzglas (z. B. Climaplus V von Kinon-Vegla): über 99 %
Sonnenschutzfolie RDF 75 Folie von Biologa: über 99 %
Fliegengitter aus Metall: über 99 %

Wandbeschichtungen

Abschirmputz mit Carbonfasern (Knauf): über 95 %
Abschirmplatte mit Carbonfasern (Knauf): über 95 %
Armierungsgewebe mit Edelstahlfasern des Herstellers ISPO (G-ES): über 99 %
Grafitbeschichtete Tapete (EMV-Tapete): rund 80 %
Kupfertapete (Chagall von Biologa): über 99 %

Dach

Blech-/Kupferdach: 99 %
Aluminiumbeschichtete Luft- und Dampfsperre: 99 %
Baufritz-Dach inklusive Schutzplatte Xund E: über 95 %

(Quelle: ÖKO-TEST April 2001)

Eine Studie mit aktuelleren Testergebnissen haben wir nicht zu diesem Thema gefunden. Vielleicht könnt ihr uns hier noch weiterhelfen und auf eine weitere Quelle verweisen, gerne auch als Kommentar zu diesem Beitrag.

Gefahren herkömmlicher EMV-Tapeten

Die Idee der Strahlenschutz-Tapeten ist nicht vollkommen neu. Es gibt bereits eine Reihe von Händlern, die so genannte EMV-Tapeten anbieten (wobei EMV für elektromagnetische Verträglichkeit steht). Hier ist jedoch Vorsicht geboten! Oft verschweigen Hersteller, dass die abschirmende Wirkung des Tapeten-Materials gegen Elektrosmog lediglich für einen recht begrenzten Frequenzbereich gilt und z.B. Radarstrahlung gar nicht berücksichtigt. Außerdem ist die Schutzwirkung natürlich immer abhängig von der Stärke des magnetischen Feldes, welches auf das Material einwirkt. Setzt man die Stärke des Feldes niedrig genug an, zeigt auch die letzte Raufasertapete noch eine Schutzwirkung, die sich in Prozent angeben lässt.

Wenn eine Abschirmung der Wohnung gegen Elektrosmog mittels Tapete erfolgen soll, dann am besten nach einer graphitbeschichteten EMV-Tapete (z.B. von Marburg), Kupfertapete (z.B. Chagall von Biolog) oder Armierungsgewebe mit Edelstahlfasern (z.B. von ISPO) erkundigen. Lasst euch am besten von einem Fachmann beraten oder wartet, bis das Material der Wissenschaftler aus Ilmenau im Handel erhältlich ist (dies soll angeblich schon bald so weit sein). Wir werden euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten.

Viele Grüße
Euer Everyday Feng Shui Team
www.everyday-feng-shui.de

10 Kommentare

  1. Hm es stimmt schon, der Elektrosmog gerade in größeren Städten wird immer größer, was durch die massive Nutzung von WLAN etc. noch verstärkt wird. Ich hab bei uns Zuhause vor einigen Wochen ein spezielles Wärmedämmverbundsystem eingebaut, denken Sie das hilft auch dagegen evtl. ein wenig. Oder sollte ich noch zusätzliche Maßnahmen ergreifen.

  2. Betr. Feng Shui-Elekrosmog:
    Bitte senden Sie mir baldigst infos zur Innenraum Abschirmung gegen
    Elektrosmog zu.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ludwig Biegerl

  3. Dass Beton eine Abschirmung von 90% ermöglichen soll? Habe ich das richtig verstanden? Glaub ich nicht.
    Kann ja sein, aber ich habe jedenfalls bei normalen Neubau (Jhrg 1985) eine gefühlte absolute Durchlässigkeit gegenüber meinem Nachbarn, der sein WLAN Modem betreibt.

    Als Elektrosenstiver leide ich auch unter der 1. Verharmlosung, mnagelnde Aufklärung 2. Rücksichtslosigkeit (WLAN auch nachts ohne Notwendigkeit) 3. Ausgrenzung als Paranoiker

    Maßnahmen: Alufolie nur an einer Wand, der Hauptwand, mit 2 Meter Abstand zum Bett, da niederfrequente Felder der Stromleitungen ein Problem werden, auch umso mehr man Alufolie im Raum verwendet, auch an Heizungskörper in anderen Räumen, die dann durch die Heizung im Schlafzimmer wieder NF Spannung von dort transportiert. Mein Sensor ist die Empfindlichkeit auf Elektromagnetische Felder.
    Übliche Studien um Elektrosenstive als Paranoiker zu etlarven arbeiten so, dass man eigentlich Hellsicht prüfen wollte (in einem Raum ist ein verstecktes WLAN Gerät, es wird nach Blieben für Minuten (!) aktiviert/Deaktiviert, und die Elektrosensitiven sollen sagen, wann suie Strahlung fühlen: Ergebnis keine verlässliche Information, also gibt es keine Strahlungsproblematik, weil ja alles paranoia ist)

    Ich will hier keine Werbung machen, ich hasse aber den Gedanken ein Instrument, das mir geholfen hat, nicht zu erwähnen: Elektrosmog Stopper aus dem sogenannten esoterischen Bereich. Viele halten es für Abzocke, Betrug, physikalisch unmöglich. Alles Unsinn, es ist ein funktionierendes Gerät . Da die Abscheu und Abwehr gegenüber solchen Teilen so immens ist, werde ich es natürlich hier nicht erwähnen, von welcher Firma es ist. Es ist auch gar nicht esoterisch, nebenbei gesagt, da wird nur ein Geheimnis um die Funktionsweise gemacht, damit die Hersteller ihr Gschäft nicht verlieren. Es ist auf Technik aufgebaut, die ganz bestimmt auch physikalisch erklärt werden kann. Aber gewöhnlich herrscht die Meinung, was nicht sein darf, kann auch nicht sein, Und deshaöb bemüht sich keine seriöse Stelle diese Produkte zu prüfen, und nicht jeder ist elektrosensitiv, um das wirklich (!) beurteilen zu können. Placebos sind was für Skeptiker.
    Danke

  4. thermische Strahlungen sind ein Betrug, es sind die athermischen Wirkungen das Mensch und Tier krank machen und die Natur zerstören sie Anhang wie man sich dagegen schützen kann siehe YouTube Hans Luginger

  5. Würde mich für massives Holz 36cm dick, blech und Spezialpapier zum Abschirmen von Strahlen interessieren. Freue mich eine Antwort.

    Vielen Dank

    Reitmeier

  6. Das problem bei uns ist, das es 6 Wlan hier im hause gibt, die mit 90% bei uns in die Wohnung knallen, und sogar ziwschen duchr die Strahlung sogar Unser LCD-Monitor zum Flackern bringen, abgesehen von den anderen 8 Walsn ca. 30% , ist das echt Brutal……aber so ein Strahlenshutz kann sich keiner Leisten.

  7. GRAPHIT ??? – und was wenn man neu renoviert, bzw. dann oder vorher bereits das graphit sich löst ? riecht stark nach einem neuen folgenden problem !
    gruß, hans meyer, berlin

  8. Vielen Dank für die Anmerkung! In der Tat ist es so, wie Herr Zirkel sagt: Eine Elektrosmog-Schutztapete nützt natürlich nur etwas, wenn man zuvor gefährliche Strahlenquellen innerhalb der Wohnung eleminiert hat. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der durch die Tapete erzeugte Faradaysche Käfig sogar kontraproduktiv wirkt. Handys zum Beispiel passen automatisch die Sendeleistung an, sobald die Verbindung zum nächstgelegenen Sendemast schlechter wird. Maximale Sendeleistung erreichen Handys dann, wenn sie auf „Netzsuche“ sind. Befindet man sich also in einem abgeschirmten Raum und das Mobiltelefon hat keinen Empfang, ist es ständig auf Netzsuche und somit eine heftige Strahlenquelle.

    Viele Grüße
    Long Wang

  9. Nette Erfindung. Aber was die Hersteller solcher Produkte immer verschweigen ist die Tatsache, dass der meiste Elektrosmog gar nicht von daraußen kommt sondern von drinnen. Und da nützt eine Abschirmung an der Außenwand eben gar nichts.

    Wenn ich elektrische und elektromagnetische Felder messe, stelle ich die größten Strahlenbelastungen meistens bei den eigenen Elektrogeräten meiner Kunden fest.

    Die Leute die am meisten Angst vor dem bösen Sendemast beim Nachbarn haben, verwenden meist selber eine Mischung aus schnurlosem Telefon, Handy und WLAN die nicht selten den Meßbereich meiner Meßgeräte übersteigt.

    Also bevor man sich eine Abschirmtapete an die Wand klebt, sollte man sich erst einmal sein eigenes Zuhause ansehen :)

    Gerhard Zirkel

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