Sicherer mit dem Handy telefonieren & Elektrosmog vermeiden

Der Streit darüber, ob Mobilfunkwellen gesundheitsschädlich sind, dauert inzwischen seit Jahrzehnten an. Auch die wissenschaftliche Forschung kommt nicht zu eindeutigen Ergebnissen. Sicher ist allenfalls dies: Es wird immer mehr mobil telefoniert, gesurft, gesendet und empfangen. Die gesamte Strahlungsbelastung steigt.

Elektrosensibilität: Immer mehr Menschen klagen über Beschwerden durch elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder Elektrosensibilität: Immer mehr Menschen klagen über Beschwerden durch elektrische, magnetische oder elektromagnetische Felder (Foto: Pedro Ribeiro Simões)

Skepsis scheint angesichts der dauervernetzten Umwelt auf jeden Fall angesagt. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation bewertet Handystrahlung als „möglicherweise krebserregend“. Demnach sieht die Agentur begrenzte Hinweise dafür, dass hochfrequente elektromagnetische Strahlung, wie sie mobile Geräte aussenden, Krebs verursachen kann.

Abstand halten

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt zwar nicht vor dem Gebrauch von Mobiltelefonen. Aber es gibt deutliche Hinweise, wie die Strahlenbelastung durch die mobilen Geräte wie Smartphone oder Tablet zu verringern ist. Da heißt es zum Beispiel, dass sich das Gerät beim Telefonieren möglichst weit weg vom Körper befinden sollte. Man sollte also ein Headset nutzen. Weiter wird davon abgeraten, beim Telefonieren E-Mails abzurufen. Das erhöht nämlich die Strahlenbelastung enorm.

Auf seiner Homepage veröffentlicht das Amt für Strahlenschutz eine Liste der Strahlenwerte von rund 2500 Mobiltelefonen und Tablets. Für viele alte Geräte oder Auslaufmodelle finden sich darin allerdings keine Strahlungswerte. Anzunehmen ist, dass ältere Geräte in der Regel höhere Werte aufweisen als neuere. Allerdings dürfte letztlich das eigene Nutzungsverhalten einen entscheidenden Einfluss darauf haben, welcher Strahlenbelastung man sich selbst aussetzt.

Welche Langzeit-Auswirkungen hat Mobilfunkstrahlung auf unseren Organismus? Welche Langzeit-Auswirkungen hat Mobilfunkstrahlung auf unseren Organismus?
(Bildsequenz: Tonechootero)

In der Liste des Strahlenschutzamtes sind die sogenannten SAR-Werte aufgeführt. Hinter dem Kürzel steckt die spezifische Absorptionsrate, die in Watt pro Kilogramm ausgedrückt wird. Der Wert beziffert die Energieaufnahme im Körper. Das Bundesamt nennt für Mobilfunkgeräte einen SAR-Wert von höchstens 2 Watt pro Kilogramm, „um gesundheitliche Wirkungen der hochfrequenten Felder auszuschließen“, wie es auf der Homepage heißt. Als strahlungsarm werden solche Geräte bezeichnet, deren SAR-Wert höchstens 0,6 Watt pro Kilogramm beträgt.

Blättert man durch die SAR-Liste des Amtes für Strahlenschutz, dann tauchen recht häufig Werte auf, die über 0,6 Watt pro Kilogramm liegen. Es sind deutlich mehr als die Hälfte der aufgeführten Geräte, die demnach nicht als strahlungsarm gelten können. Von den aktuell auf dem Markt erhältlichen Mobilfunkgeräten sind nach Angaben des Amtes 46 Prozent – gemessen an den jeweiligen SAR-Werten – strahlungsarm.

Kinder vor Strahlung schützen

Besondere Vorsicht empfiehlt das Strahlenschutzamt bei Kindern. Immerhin befinden sie sich noch in der Entwicklung und könnten empfindlicher auf Strahleneinwirkungen reagieren. Konkreter wird es vonseiten des Bundesamtes nicht. Denn bislang gilt nur die Wärmewirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, wie sie Mobilfunkgeräte produzieren, als erwiesen. „Fraglich sind mögliche biologische Wirkungen nicht-thermischer Art im Bereich niedriger Intensitäten hochfrequenter Strahlung, deren Existenz bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurde, die aber weiterhin erforscht werden“, heißt es dazu vom Bundesamt für Strahlenschutz.

Besser vermeiden: Elektrosmog während der Schwangerschaft Besser vermeiden: Elektrosmog während der Schwangerschaft (Foto: Phil Campbell)

Für das mobile Surfen im Internet sollte ein WLAN genutzt werden, empfiehlt das Amt für Strahlenschutz. Die Strahlenbelastung ist beim WLAN deutlich geringer als beim Surfen per Mobilfunktechnik. Vor nicht allzu langer Zeit warnte allerdings das gleiche Amt auch vor der Strahlenbelastung durch WLAN-Netze. Schulen sollten ihre Schüler nicht mit WLAN-Verbindungen im Internet arbeiten lassen, hieß es im vergangenen Jahr.

Wer Handystrahlen skeptisch gegenüber steht, den beruhigen die vorsichtig formulierten Warnungen von amtlicher Stelle sicherlich nicht. Im Gegenteil. Wer nach Möglichkeit einen Bogen um noch mehr mobile Strahlung macht, macht bestimmt nichts falsch.

Quelle:

www.welt.de – So telefoniert man sicherer mit dem Handy

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Susanne Raven
Über Susanne Raven 115 Artikel
Susanne ist freie Autorin und als Feng Shui Enthusiastin seit 2007 Betreiberin von Everyday Feng Shui. Die gelernte Logopädin hat sich zum Ziel gesetzt, traditionelles Feng Shui im deutschsprachigen Raum populärer zu machen. Susanne erreicht ihr unter info@everyday-feng-shui.de

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