Antike Möbel richtig pflegen – so einfach geht es!

Wer antike Möbel besitzt, der sollte diese nicht nur mit Blick auf die Werterhaltung seines Vermögens im Blick haben. Es ist die richtige Pflege, die antike Möbel auch nach Jahrzehnten noch schick und zeitlos aussehen lässt. Doch die Erfahrung zeigt: Viele Besitzer pflegen ihre Antiquitäten geradezu kaputt. Deshalb lohnt es sich, einige Tipps und Tricks zu beachten.

Antike Möbel, richtig inszeniert, sind echte Hingucker - in jeder Wohnung
Antike Möbel, richtig inszeniert, sind echte Hingucker – in jeder Wohnung (Foto: faungg’s photo)

 

Luftfeuchtigkeit mit kleinen Wasserschälchen erhöhen

Von besonderer Bedeutung für die Erhaltung von antiken Möbeln ist die richtige Raumtemperatur. Die damit verbundene Luftfeuchtigkeit entscheidet, darüber, ob das Holz in seinem Ursprungszustand bleibt oder aber ob es angegriffen wird. Das liegt daran, dass Kommode oder Board, Standuhr oder Beistelltischen vor Jahrzehnten für andere Räume erbaut worden sind als heutige. Früher waren die Zimmer eher kalt und feucht und wurden nur unregelmäßig beheizt – die Luftfeuchtigkeit lag bei bis zu 70 Prozent. Heute sind die Räume in der Regel sehr gleichmäßig beheizt und verfügen oftmals nur über eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 20 Prozent. Um Risse und sprödes Holz zu vermeiden, ist es deshalb ratsam, mit kleinen Wasserschälchen oder Luftbefeuchtern für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Grundsätzlich ist destilliertes Wasser das Beste vor allem für schellackpolierte Oberflächen, weil es aufgrund seiner Zusammensetzung das Holz am wenigsten beansprucht. Es ist frei von Unreinheiten wie Kalksulfat oder Magnesium.

Holz genau nach der Art der Oberfläche behandeln

Gelegentlich kann es dennoch passieren, dass Holz reißt und aufbricht. In solchen Fällen ist es ratsam, die Oberfläche nachträglich zu behandeln. Da es gewachste und geölte Oberflächen, aber auch gefasste und mattierte oder polierte Oberflächen gibt, sollten sich Verbraucher genau nach der jeweiligen Art der Oberfläche richten. Um Holz mit einem Pflegemittel zu bearbeiten, sind nicht fusselnde und saubere Tücher mit glatter Oberfläche nötig. Im Fachhandel wird eine Reinigungsmilch oder Emulsion angeboten, die jeweils exakt auf das Holz abgestimmt ist. Diese Reinigungsmilch ist gleichmäßig und in einem dünnen Film auf die Oberfläche aufzubringen. Anschließend muss sie kurze Zeit einwirken und dann verrieben oder poliert werden.

Die Chancen für die Entfernung von Tinte und Teeflecken

Ist das herkömmliche und vom Drogisten empfohlene Reinigungsmittel für antike Möbel nicht ausreichend, kann ein Spritzer grüne Seife Wunder wirken. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass nicht zu feucht gewischt und auch anschließend schnell nach- und trockengewischt wird. Wer darüber hinaus Tintenflecken im Holz bemerkt, wird wenig Chancen bei der Beseitigung haben. Bei einem behandelten Holz mit Politur ist die Tinte meist durchgefärbt und eingezogen. Bei unbehandeltem Holz besteht noch die Möglichkeit, den Fleck mit schwacher Oxalsäure zu entfernen. Sollten sich Teeflecken auf dem Holz bemerkbar machen, dann können diese mit kaustischem Soda aus einer fünfprozentigen Lösung in Wasser beseitigt werden.

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