Fluglärm über der Feng Shui Siedlung Rangsdorf!?


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Für die Bewohner der Feng Shui Siedlung in Rangsdorf bei Berlin droht neues Ungemach. Nach aktuellen Plänen der Deutschen Flugsicherung sollen die Flugrouten des Großflughafens BBI zukünftig genau über das Wohngebiet verlaufen.

Im Sommer 2012 soll der neue Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) in Berlin Schönefeld in Betrieb genommen werden. Am vergangenen Montag hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) erstmals der zuständigen Fluglärmkommission und damit auch den Bürgermeistern der Anrainerkommunen die Flugrouten vom und zum künftigen Großflughafen im Berliner Süden vorgestellt. Die neue Empfehlung der DSF für den Verlauf der Flugrouten war für alle Beteiligten eine Überraschung.

Bislang wurde angenommen, dass die Flugzeuge die Start- und Landebahnen des BBI in gerader Verlängerung verlassen. Nach dem Willen der DSF sollen die Flieger nun jedoch unmittelbar nach dem Abheben einen 15-Grad-Winkel gen Norden beziehungsweise gen Süden fliegen, um Kollisionen von gleichzeitig startenden und landenden Jets zu verhindern. Damit würden die An- und Abflugrouten von der südlichen Landebahn des BBI auch den Luftraum über Blankenfelde und Rangsdorf berühren – zwei Gemeinden, die sich vom künftigen Fluglärm bisher nicht betroffen sahen.

Zu Besuch in der Rangsdorfer Feng Shui Siedlung

Im März 2009 hatten wir mit unserem Redaktionsteam die Feng Shui Siedlung in Rangsdorf besucht und sind auf eine noch weitgehend im Bau befindliche, jedoch recht idyllisch gelegene Wohnsiedlung in unmittelbarer Nähe des Rangsdorfer Sees gestoßen. Nach unserem Artikel über unsere Eindrücke von der Feng Shui Siedlung hatten sich zwar vereinzelt Anwohner beschwert, weil sie unsere Fotos als etwas zu offensiv empfanden und sich in ihrer Privatsphäre verletzt sahen.

Rangsdorf: Feng Shui Siedlung Im Nachhinein sind wir jedoch recht froh darüber, einige kritische Punkte die Siedlung betreffend aufgezeigt und somit eine Diskussion ins Rollen gebracht zu haben: Zukünftige Bauherren und an einem Grundstück in der Feng Shui Siedlung Interessierte sollen durch eine transparente Berichterstattung und detaillierte Hintergrundinformationen den Wert einer Immobilie in der Wohnanlage besser abschätzen können. Die Empfehlungen der Deutschen Flugsicherung dürften die Attraktivität des Standorts nun noch weiter schmälern.

Einige Bewohner von Rangsdorf, wie zum Beispiel Stefan Wallooh, befürchten, dass ihre Grundstücke nun erheblich an Wert verlieren werden. In einem Leserbrief an die Berliner Morgenpost schreibt er:

„Ich habe mir vor elf Jahren ein Reihenhaus in Rangsdorf gekauft. Dem ging natürlich eine Prüfung der geplanten Flugrouten voraus, eine Linie über meiner Siedlung wäre ein Killerkriterium gewesen. Nun wird einfach anders entschieden, und mein (für meine Verhältnisse) teures Grundstück fällt im Wert ins Bodenlose. Dafür zahle ich nun mein Leben lang ab – abgesehen davon, dass ich hier nun nicht mehr wohnen möchte. Es muss doch in diesem Land möglich sein, noch irgendwas langfristig zu planen, ohne dass einem von irgendwelchen Planern oder Interessenvertretern der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Die in der bisherigen Planung betroffenen Orte waren zumeist ohnehin von Fluglärm betroffen, und Neukäufer wussten, worauf sie sich einlassen – entsprechend werden wohl auch die Immobilienpreise gewesen sein. Wer zahlt also für die Verluste, die wir Kleinen hinnehmen müssen? Wer sorgt für Lärmschutzverglasung in den neuen Regionen? Wie soll man sich im Garten gegen Lärm schützen? Der einstige Traum wird zum Albtraum!“

Routenplanung noch im Entwurfsstadium

Nach Bekanntwerden der Flugroutenempfehlung der DFS entbrannte nicht nur in den Anrainergemeinden des neuen Flughafens heftiger Protest, auch betroffene Anwohner in den südlichen Stadtteilen Berlins laufen Sturm gegen die Pläne der Flugsicherung. Ein DFS-Sprecher betont jedoch, dass es sich bei der Routenplanung lediglich um einen „ersten Entwurf“ handele. Die zuständige Lärmkommission muss jetzt über die Pläne beraten und darf der DFS Änderungen empfehlen. Bei dieser Prüfung werden Faktoren wie Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Lärmbelastung gleichermaßen berücksichtigt.

Flughafen BBI im Bau
Flughafen BBI im Bau (Foto: The Lab / Flickr)

Unabhängig davon, wo die Flugrouten am Ende verlaufen werden, wird die gesamte Region Berlin-Brandenburg zukünftig deutlich weniger Fluglärm ertragen müssen. Mit der Eröffnung des Großflughafens BBI werden etwa 42.000 Menschen vom Lärm betroffen sein. Dies sind rund 160.000 weniger als zu den Zeiten, als die Flughäfen Tegel und Tempelhof in Betrieb waren. Den Bewohnern der Feng Shui Siedlung in Rangsdorf wird dies allerdings kaum Trost sein. Wer sich einen Wegzug aus dem betroffenen Gebiet nicht leisten kann, der wird sich wohl demnächst über geeignete Schallschutzmaßnahmen informieren müssen.

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Über Long Wang 315 Artikel
Meister Long Wang ist seit 2007 Teil des Everyday Feng Shui Redaktionsteams und bereichert seither als Experte für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit seiner fernöstlichen Perspektive auf die Welt unsere Plattform. Zu erreichen ist er unter l.wang@everyday-feng-shui.de

5 Kommentare

  1. Wir sind Anwohner, direkt in der Einfllugschneise. Jetzt geht es noch, wenn der BBI kommt – schönen Dank. Überflughöhe hier in Mahlow ist 250 m millimetergenau über unserem Kopf. 2008 stellten wir unseren Antrag – passiert ist bis jetzt NICHTS in Sachen Schallschutz. Firmen sind nicht erreichbar, der Flughafen selbst schon gar nicht! In einem Jahr wird der Flughafen eröffnet. Nicht mal den Schallschutz gönnt der Flughafen einem. Das ist alles nur leeres Gerede.

    Wir laden Herrn Prof. Dr. Schwarz dazu ein von unserem Kirschbaum auf unserem direktüberflogenen Grundstück eine Kirsche zu kosten… bitte Herr Prof. Dr. SCHWARZ vom Flughafen Schönefeld … kommen Sie, kosten sie die kerosinverseuchten Kirschen !

    Herr Prof. Dr. Schwarz – meinen Sie das meinem 7jährigen Sohn 5 Stunden Nachtruhe reichen??? Sie müssen hier ja nicht wohnen. Ich habe seit 5 Jahren Asthma, bei meinem Sohn wurde es vor 3 Wochen diagnostiziert. Alles vom herabrieselnden Kerosin des menschenverachtenden BBI BER.
    Unser Grundstück ist nichts mehr wert, wer will in die Einflugschneise eines Großflughafens ziehen? Sie Hr. Dr. Schwarz? Nein, aber sie beschließen, daß wir es müssen!!!

    Die Realistik sieht so aus, daß wir die ersten waren die Schallschutz beantragt haben und immer noch nichts eingebaut ist. Hier kommen Sub-Sub-Sub-Unternehmer, die kein Deutsch sprechen, die wollen ihnen die Fenster einbauen. Bei mir kam eine poln. Agargenossenschaft!!! Für die Qualität soll der Hausbesitzer geradestehen. Wie? Ich bin kein Bauarbeiter. Sagen sie nein zu den Polen, sagt der Flughafen: Sie verstoßen gegen ihre Mitwirkungspflicht und bekommen gar nichts. Das ist doch Betrug!!!
    Ganz davon abgesehen: Wer möchte mein Grundstück kaufen? Es liegt direkt in der Einflugschneise. Der Wertverlust ist 50 Proz. und mehr. Wer würde hier her ziehen???? Keiner. Ich habe mittlerweile Asthma wie mein Sohn. All durch das herunterrieselnde unverbrannte Kerosin. Den Flughafen ist es egal, er ist menschenverachtend.
    Wollen sie hier wohnen wenn ihnen minütlich eine Boing 747 DIREKT millimentergenau über den Kopf fliegt, 250 m?? Draußen sitzen ist nicht mehr, man ist gefangen im eigenen Haus. Das hat die Politik entschieden, daß wir krank werden. Das ist Deutschland.

    Familie Wegner, Mahlow.

  2. Hallo,

    seit Jahren gibt es eine Bürgerinitiative gegen den BBI. Leider haben sich zu wenige Berliner und Brandenburger gegen den BBI gewährt, sie waren ja auch nicht betroffen. Nun, da sich das Blatt in gewisser Weise zu wenden droht, kommt das Erwachen. Zu spät! Jahrelanges Desinteresse wird nun wahrscheinlich bestraft. Da helfen alle noch so plausibelen Argumente nichts, wir halten die Sache nicht mehr auf.

  3. Hallo Herr Nicolai,

    das ging ja schnell ;) Vielen Dank für Ihren hilfreichen Kommentar.

    Grüße aus Berlin
    Das Everyday-Feng-Shui-Team

  4. Sehr geehrte Bewohner der Feng-Shui-Siedlung,
    wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Internet-Seite http://www.biss-rangsdorf.de besuchen und sich uns durch Unterschriften oder aktive Teilnahme anschließen würden.
    Formblätter und Info-Material liegt auf der Webseite zum download bereit.

    Mit freundlichen Grüßen

    Robert Nicolai
    Vorstand BISS Rangsdorf e.V.

  5. Unsere Feng Shui Siedlung grenzt an einen Ökopool und den Rangsdorfer See, samt Vogelschutzgebiet, inklusive Brutplätzen.
    Man muß als zwangsläufig damit rechnen daß sich startende oder meinetwegen auch landende Flugzeuge irgendwann ins Gehege kommen. Sollten erst Vögel im Triebwerk eines Flugzeuges für dessen Absturz, möglicherweise über bewohntem Gebiet ursächlich sein, so möchte ich nicht derjenige sein welcher dafür die Verantwortung trägt.
    Der Rangsdorfer See und Umgebung sollte ohnehin zum Naturschutzgebiet erklärt werden. Hier nisten u.a. auch seltene Fledermausarten, die es auch zu schützen gilt. Startende Flugzeuge gehören hier ganz sicher nicht hin.

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