Beliebte Deko-Pflanzen zur Weihnachtszeit

Hier geht es nicht um lebende Zimmerpflanzen, sondern um geschnittene Pflanzen, die uns im Dezember zur Verfügung stehen. Dazu gehören natürlich die Christbäume, aber auch verschiedene Zweige mit immergrünen Blättern.

Eukalyptus-Zweige vom Markt, Foto: Stefanie Kraus / flickr CC BY 2.0
Eukalyptus-Zweige vom Markt, Foto: Stefanie Kraus / flickr CC BY 2.0

Traditionell: Mistelzweige bringen Glück und verleiten zum Küssen

Die Schwierigkeit beim Ernten der Zweige besteht darin, dass sie meist hoch oben auf Bäumen hängen, wo kein ausgestreckter Arm hinlangt. Frische Mistelzweige sind auf Wochenmärkten und bei Blumenhändlern zu bekommen. Die flügelförmigen grünen Blätter und die weißen Kugelfrüchte haben eine magische Ausstrahlung. Üblicherweise werden die Äste mit roten Schleifen zusammengebunden und über der Haustür aufgehängt. Wer sich unter einem Mistelbusch küsst, bleibt ewig in Liebe verbunden – so der überlieferte Aberglaube.

Trendig: Duftende Eukalyptuszweige von Blaugummibäumen

Frische Eukalyptuszweige bekommt man einzeln und bundweise in Blumenhandlungen. Es gibt nicht nur eine einzige Sorte, sondern eine ziemlich große Auswahl mit verschiedenen Blattformen, die mehr oder weniger bläulich getönt sind und silbrig schimmern. Manche Sorten sind sogar mit kleinen Beeren bestückt. Die edle Anmutung kommt vor allem in reduziert eingerichteten Wohnungen zur Geltung. Wer einen Garten oder eine Terrasse besitzt, kann sein Glück mit einer winterharten Eukalyptus-Sorte versuchen. Abgeschnittene Zweige halten mehrere Wochen lang.

Christliches Brauchtum: Bezaubernde Barbarazweige

Frische Kirschzweige oder andere Obstzweige werden am 4. Dezember (an Namenstag der Heiligen Barbara) vom Baum geschnitten und in eine Vase mit Wasser gestellt. Wenn alles gut geht, werden die Zweige am Christtag blühen. Die blühenden Zweige gelten als Glückssymbole für das kommende Jahr. So nebenbei verbreiten die Zweige ein asiatisches Flair und zaubern Frühlingsgefühle herbei.

Würzig: Immergrüne Wacholderzweige mit und ohne Beeren

Wacholderbüsche liefern nicht nur die aromatischen Wacholderbeeren für die Küche, sondern die Pflanze wird auch zum Räuchern verwendet. Dabei kommen neben den Beeren auch die Nadeln, das Holz und das Harz zum Einsatz. Der süßliche Wacholderduft passt perfekt in die Weihnachtszeit. Er klärt den Geist und ist ein beliebtes Mittel für die energetische Hausreinigung.

Angelsächsisch: Christdorn, Ilex oder Stechpalme

Stechpalmen sind immergrüne Gehölze mit zackigen, stachelig gespitzten Blättern. Bei uns findet man sie kaum in der freien Natur, aber man kann sie im Garten anpflanzen. Die glänzenden Blätter sehen vor allem in Kombination mit den roten Beeren sehr dekorativ aus und halten nach dem Abschneiden der Zweige relativ lange. Die Pflanzen sind an sich pflegeleicht, aber wegen der spitzen Blätter schwer zu handhaben. Außerdem ist zu bedenken, dass die Sträucher sehr groß werden können.

Exotisch, duftend und erwärmend: Zimtstangen und Sternanis

Die spiralig eingerollten Stangen bestehen aus fermentierten und getrockneten Zimtrinden, die händisch ineinandergesteckt werden. Die Herstellung ist recht aufwändig, aber im Gegensatz zu anderen Deko-Pflanzen die nur dekorative Zwecke erfüllen, kann man Zimtstangen auch in der Küche nutzen. Sternanis kann ebenso wie die Zimtrinden im Tee landen, nachdem er seine Deko-Funktion erfüllt hat. Außerdem kann man die blumig geformten Duft-Sterne jahrelang aufheben und immer wieder verwenden.

Konventionell und wenig umweltfreundlich: Gefällte Christbäume

Sie werden meist extra für den Weihnachtsmarkt gezüchtet und entsprechend dicht angebaut. Neben gewöhnlichen Tannen- und Fichtenbäumen sind vor allem Nordmanntannen (auch Kaukasustannen genannt) und Blaufichten gefragt. Kiefern (auch als Föhren bezeichnet) duften zwar wunderbar, sind aber wegen der langen Nadeln weniger begehrt. „Lebende“ Christbäume machen nur Sinn, wenn man nach ihrer Verwendung als Weihnachtsschmuck einen Platz im Garten hat. Kleine Thujen oder Zuckerhutfichten lassen sich mehrere Jahre lang im Kübel halten und auf diese Weise mehrmals nutzen.

Raffinierter und nachhaltiger: Gestecke aus Fichtenzweigen

Eine gute Alternative zu „echten“ Christbäumen sind Gestecke, sie wie kleine Christbäume aussehen, aber aus einzelnen Tannen- oder Fichtenzweigen bestehen, die mit Draht zusammengebunden sind. Der Vorteil ist, dass keine Bäume gefällt werden müssen, sondern Rest- und Abfallmaterial verwendet werden kann, das bei der Waldpflege automatisch anfällt.

Beitrag teilen:
Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 718 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*