Dekorative Gartenpflanzen zur Weihnachtszeit

Immergrüne, duftende Gehölze und ausdauernde, frostharte Blumen sind eindeutig nachhaltiger als Schnittblumen und kurzlebige Zimmerpflanzen. Wer einen Garten hat, kann seinen „Christbaum“ auch im Freien schmücken – und vom Wohnzimmer aus bewundern.

Bezaubernde Hamamelis-Blüte, Foto: Ruth Hartnup / flickr CC BY 2.0
Bezaubernde Hamamelis-Blüte, Foto: Ruth Hartnup / flickr CC BY 2.0

Zaubernuss, Hamamelis

Das buschige Gehölz mit den wuscheligen, fadenförmigen, gelben Blüten blüht (sortenabhängig) zwischen Oktober und März und ist ein besonders schöner Hingucker, wenn Schnee liegt. Die Sorte „Feuerzauber“ überrascht mit orangeroten Blüten. Wer zu Weihnachten Blumen sehen möchte, sollte die Sorte „Virginiana“ anbauen. Bei der Planung ist zu beachten, dass die Büsche in die Breite gehen. Das Laub ist im Sommer unauffällig grün, verfärbt sich jedoch im Herbst leuchtend gelb, orange oder rot.

Duftschneeball, Winterschneeball

Die weißen oder leicht rosa Blüten sind zwar recht winzig, treten aber in üppigen Büscheln zutage, wenn sonst alles kahl ist. Außerdem verströmen sie einen süßlichen Duft, der die Nasen erfreut und die Gemüter erhellt. Man lässt die Blüten am besten am Strauch hängen, denn abgeschnittene Zweige halten sich in der Vase nicht lange.

Japanische Wollmispel

Dieses interessante Rosengewächs mit den behaarten Trieben ist hauptsächlich in China und in Südeuropa zu Hause. Frostharte Sorten sind auch nördlich der Alpen zu bewundern – allerdings nur in milden Weinbauregionen. Wer ein Gewächshaus oder einen Folientunnel hat, kann die kleinen Bäumchen auch im Kübel überwintern. Die großen, immergrünen Blätter besitzen eine schöne Fischgrät-Zeichnung und filzige Unterseiten. Im Spätherbst bilden sich angenehm duftende Blütenrispen, die über den Winter blühen. Die meisten Blüten erfrieren oder werden nicht befruchtet, aber einige kommen durch und entwickeln sich zu essbaren Früchten. Nespoli, Loquat und Mispero sind einige von vielen Bezeichnungen, unter denen die Kernobst-Früchte bekannt sind.

Winterharter Eukalyptus

Dieses hierzulande seltene Gehölz verströmt einen wunderbar frischen Duft. In unseren Breiten ist die frostfeste Sorte „Azura®“ zu empfehlen. Sie besitzt sehr dekorative, blau-silbrige Blätter, die Winter besonders auffallen und das ganze Jahr über zum Aufpeppen von Blumensträußen verwendet werden können.

Thuja, Lebensbaum

Auch Thujen können großartig duften, sehen aber eng zusammengepfercht in Hecken nicht gut aus. Die energetischen Eigenschaften können sich nur entfalten, wenn die immergrünen Koniferen frei stehen. Kleine Bäumchen sieht man vor allem vor Eingängen, im Vorgarten oder in Kübeln gepflanzt. Die dichten Äste sind nicht ideal für typischen Christbaumbehang, aber es gibt viele andere Möglichkeiten, Thujen weihnachtlich in Szene zu setzen.

Christrosen, Schneerosen und Lenzrosen

Sie gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse und sich häufig in Vorgärten zu finden. Die wunderschönen, großen, glockenförmigen Blumen blühen einsam im Winter, wenn es allen anderen Stauden noch viel zu kalt ist. Lenzrosen sind Verwandte der Christrosen und blühen je nach Sorte von Jänner bis Mai.

Winterjasmin

Die gelben Blüten des Winterjasmins erinnern entfernt an Forsythien. Das Ölbaumgewächs ist ein überhängender Strauch oder eine Kletterpflanze, die sich gerne an anderen Sträuchern festhält. Die Blühtezeit ist von Dezember bis März.

Kamelien

Kamelien sind anspruchsvolle Damen. Im Innenraum ist es ihnen zu warm und im Garten sind sie nur bedingt frosthart bis maximal minus 15 Grad – vorausgesetzt, man hat eine winterfeste Sorte gewählt. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, pflanzt den üppig blühenden Strauch in einen großen Kübel, der bei extremem Frost geschützt werden kann. Während der Blühtezeit von Oktober bis April sind zwei bis acht Grad ideal. Außerdem verträgt die Pflanze weder Wind noch pralle Sonne. Bei so vielen Ansprüchen ist es kein Wunder, dass man die kühlen Schönheiten nur sehr selten sieht.

Immergrüner Efeu

Efeu ist im Sommer nichts Besonderes, rückt aber im Winter ins Blickfeld – zumal die herzförmigen Blätter sehr dekorativ sind. Abgeschnittene Zweige sind in der Vase sehr lange haltbar und bekommen sogar Wurzeln, wenn man lange genug wartet.

Winterbeeren, Scheinbeeren oder Rebhuhnbeeren

Das Heidekrautgewächs ist ein dekorativer Bodendecker und hat tolle rote Beerenfrüchte. Die Blätter verbreiten einen angenehmen Duft und passen somit perfekt in die Weihnachtszeit.

Lebende Christbäume

Nadelbäume werden bekanntlich ziemlich groß und daher sollte man es sich gut überlegen, ob man einen „Christbaum“ im Garten anpflanzen möchte. Herkömmlicher Weihnachtsschmuck ist außerdem nicht wetterfest. Aber wer bereits einen Nadelbaum hat, kann ihn jährlich ein paar Wochen lang mit Lichterketten und wasserfesten Kugeln dekorieren. So ein echter Weihnachtsbaum, auf dem möglicherweise echter Schnee liegt, kann großartig aussehen.

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Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 725 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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