Kraft schöpfen aus unserer Ahnen-Geschichte

Viele spüren es seit der Kindheit ganz klar: Wir sind von Natur aus nicht so, wie die Gesellschaft uns haben möchte. Wir scheinen von einem anderen Stern zu kommen und fühlen uns hier eingeschränkt. Ist die wahre Menschheitsgeschichte womöglich eine andere, als uns weisgemacht wird?

Isistempel, Foto: ccarlstead / flickr CC BY 2.0
Isistempel, Foto: ccarlstead / flickr CC BY 2.0

Auf der Suche nach unserer wahren Geschichte

Wo kommen wir her? Vieles deutet darauf hin, dass wir die Geschichte, die wir in der Schule gelernt haben, in Frage stellen müssen. Die Geschichte wurde von den Herrschenden geschrieben. Wir wurden tausende Jahre lang klein gemacht, aber wir sind nicht von Natur aus klein und machtlos. Immer mehr Menschen entdecken ihre Eigenverantwortung und ihre schöpferischen Fähigkeiten. Der Mensch ist das einzige „Tier“, das so etwas wie Minderwertigkeits- und Schuldgefühle entwickeln kann. Jedes frei lebende Tier versucht ganz selbstverständlich, in seine maximale Kraft zu kommen, und hält seine angeborenen Fähigkeiten nicht zurück. Freilich sind wir keine völlig unschuldigen Opfer, sondern wir haben auch selbst zu unserer Unterdrückung beigetragen. Bis heute lassen wir uns von Manipulationen, Verdrehungen, Täuschungen, Falschdarstellungen und Propaganda verlocken, die uns von unserem eigentlichen Wesen entfernen. Sich unterzuordnen, ist sehr verführerisch, denn ein angepasstes Leben ist bequem, finanziell vorteilhaft und vermeintlich sicher.

Aus dem ursprünglichen Schöpfergott wurde eine Kirchenherrschaft

Der Buchautor mit dem Künstlernamen Peter Freiherr von Liechtenstein ist überzeugt, dass die Religionen, die wir heute unterscheiden, nicht regional beschränkt waren, sondern sehr viele Ähnlichkeiten aufweisen. Es scheint bereits vor Jahrtausenden eine Art von Globalismus gegeben zu haben. Isis-Tempel existierten nicht nur in Ägypten, sondern auch in Europa. Zum Beispiel in in Mainz, in Pompeji und am Frauenberg in der Steiermark. Die Christianisierung war eigentlich keine Missionierung, sondern ein Versuch, die Menschen von ihren kulturellen Wurzeln wegzubringen. Die „Bekehrten“ haben dabei mehr verloren als gewonnen, denn der christliche Glaube wurde ihnen oft mit Gewalt aufgedrängt. Viele alte Kultstätten wurden zerstört oder in einer Weise umgebaut, dass sie nicht stärkend, sondern einschüchternd wirken. Früher waren die Menschen unmittelbarer mit ihren Göttern verbunden. Sie waren nicht so sehr auf kirchliche Würdenträger angewiesen, die Unterwerfung verlangen und den direkten Draht zu Gott unterbinden.

Demokratien sind nur mit freien Bürgern möglich

Katholische Gottesdienste bestehen bis heute hauptsächlich aus Unterwerfungsritualen. Der Priester verlangt, dass die Gottesdienstbesucher eine Abfolge von Anweisungen befolgen: Aufstehen, Niedersetzen, Niederknien, Bekreuzigen, Nachsprechen, Mitsingen, Mitbeten, Hände schütten, Verbeugen, Kopf senken, Hände falten, mit Weihwasser besprengen und so weiter. Die Besucher haben keinerlei Möglichkeit, ihre eigenen Gedanken oder Ideen einzubringen oder in eine teilnahmslose Beobachterrolle zu wechseln. Sie müssen wie Hampelmänner mitturnen, Schuldbekenntnisse sprechen, um Segen, Gnade und Entschuldigung bitten. Fromme Kirchenbesucher glauben daran, dass sie auf Grund ihrer braven und hingebungsvollen Unterwerfung etwas Besseres sind als Menschen, die dem Gottesdienst fernbleiben. Je radikaler die Unterwerfung – idealerweise als Nonne oder Mönch ein einem Kloster – umso größer die Nähe zu Gott, glauben sie. Die Gläubigen werden zum generellen Gehorsam gedrillt und hinterfragen nichts, was von Obrigkeiten diktiert wird. Sie sind die idealen Bürger für kommunistische, totalitäre und faschistische Regierungssysteme. Völlig unbrauchbar für echte Demokratien. Denn die Großen hören erst dann auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.

Dominante Kirchenarchitektur, Foto: Lionel Henry / flickr CC BY 2.0
Dominante Kirchenarchitektur, Foto: Lionel Henry / flickr CC BY 2.0

Ganzheitliche Idealvorstellungen blieben auf der Strecke

Götter wurden früher eher als Sendboten des einen Schöpfergottes betrachtet. Im Vordergrund stand der Glaube an die schöpferische Macht und an die Naturgesetze. Die Verehrung der Natur und der natürlichen Vorgänge ist durch die Christianisierung weitgehend verloren gegangen. Ganz besonders sind die weiblichen Energien und Qualitäten unter den Tisch gefallen. Frauen kommen in christlichen Kirchen nur noch als ewige Jungfrauen und Dienerinnen vor. In früheren Hochkulturen war man bestrebt, maßvoll im Einklang mit der Natur zu leben. Zum Wohle aller, möglichst harmonisch und liebevoll. In der Gegenwart herrscht immer noch ein kriegerisches Gegeneinander, das von maßloser Gier und Konkurrenzdenken geprägt ist. Jedes Kind sollte möglichst Klassenbester sein und die Gleichaltrigen auch sportlich übertreffen. Jugendliche messen ihre „Qualitäten“ an ihren Konsumausgaben und ihren kaltschnäuzigen Karriereplänen. So etwas wie eine Lebensaufgabe verspüren die Wenigsten. Hauptsache ist, dass er Job gut bezahlt wird und Macht über Untergebene verleiht. Nur ein Teil der Menschheit kehrt langsam zurück zu den Wurzeln – zu mehr Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsbewusstsein.

Zum Weiterlesen:

Der Isis-Tempel in Mainz

Der Isis-Tempel in Pompeji

Der Isis-Tempel am Frauenberg in der Steiermark

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Über Irmgard Brottrager 793 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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