Küchenherde und Kochgeräte im Vergleich

Induktionsherde sind derzeit groß in Mode, aber es gibt Alternativen! Hier das Wichtigste über verschiedene Herdarten, damit die Entscheidung leichter fällt.

Gasherde haben den Nachteil, dass sie schwer zu reinigen sind. Foto: John Martinez Pavliga / flickr CC BY 2.0
Gasherde haben den Nachteil, dass sie schwer zu reinigen sind. Foto: John Martinez Pavliga / flickr CC BY 2.0

Tragbare Kochgeräte

Nicht alles, was gerade angesagt ist, ist besser als das bisher bekannte. Einbaugeräte haben den Nachteil, dass man sie nicht einfach austauschen kann. Kochfelder werden ebenso wie Spülbecken passgenau in Küchenarbeitsplatten eingeschnitten. Je nach Stärke der Kochplatte muss die Arbeitsplatte dicker ausfallen als sonst nötig wäre. Abgesehen davon lässt sich der Herd später nicht mehr versetzten, falls sich die Anordnung als ungünstig erweisen sollte. Es gibt auch tragbare und flexible Kochplatten, die man dort aufstellen kann, wo man sie gerade braucht. Zum Beispiel auf der Terrasse, im Partykeller oder im Ferienhaus. Sie kommen mit einem gewöhnlichen Stromanschluss aus und sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Auch Backöfen sind separat erwerblich und müssen nicht fix eingebaut werden.

Kochgeräte der besonderen Art

Es muss nicht immer ein Plattenherd sein. Die Palette reicht von einfachen Wasserkochern über Reiskochern, Campingkochern, Multikochern, Einkochautomaten, Kaffeemaschinen, Eierkochern, Dampfgarern und Cooking-Küchenmaschinen bis zu diversen Gastronomie-Geräten. Da stellt sich die Frage, was man wirklich benötigt. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich auf jeden Fall.

Ceran-Felder, elektrische Strahlungsheizungen

Ceran ist eine gängige Bezeichnung für Abdeckungen aus Glaskeramik. Sie sagt nichts darüber aus, wie ein Herd konstruiert ist. CERAN ist eigentlich ein Markenname der Firma Schott AG für eine spezielle Glaskeramik, die eine hohe Durchlässigkeit für Wärmestrahlung, aber eine geringe Leitfähigkeit und so gut wie keine Wärmeausdehnung besitzt. Die Hitzebeständigkeit beträgt bis 750 Grad. Die Bereiche neben den Kochfeldern werden nicht warm, sondern bleiben kalt. Ceran ist außerdem durchlässig für Infrarotstrahlung. Üblicherweise werden Ceranfelder mit elektrischen Strahlungsheizungen kombiniert. Beim Einschalten dieser Herde werden die Heizspiralen, die sich unter der Ceranplatte befinden, glühend rot.

  • Nur das eingeschaltete Kochfeld wird heiß.
  • Überlaufendes Kochgut kann auf den heißen Platten anbrennen.
  • Man benötigt kein spezielles Kochgeschirr.
  • Die Restwärme fällt bescheiden aus verglichen mit massiven Kochplatten aus Gusseisen.

Gasherde

Ein Gasherd kommt nur in Frage, wenn ein Gasanschluss vorhanden ist. Dies ist in Großstädten meist der Fall, nicht jedoch in ländlichen Gegenden.

  • Das Erdgas, das bei offener Flamme verbrannt wird, ist günstiger als Strom.
  • Die Gasflamme lässt sich präzise regulieren.
  • Die Hitze ist sofort da und nach dem Ausschalten sofort wieder weg.
  • Es gibt keine Restwärme wie bei massiven Eisenplatten.
  • Beim Verbrennen entsteht Kohlendioxid und Wasserkondensat.

Gusseisen-Platten, Massekochfelder

Ältere Elektroherde haben in der Regel Kochplatten aus Gusseisen. Sie sind besonders langlebig, widerstandsfähig und preisgünstig. Gusseisenplatten geben die Wärme durch Wärmeleitung ab. Da Eisenplatten rosten können, gibt es mittlerweile auch Kochplatten aus Edelstahl. Die Aufwärm- und Abkühl-Phasen sind länger als bei Gasherden, Strahlungsheizungen und Induktionsherden, aber dafür kann man die Restwärme nutzen.

Halogen-Kochfelder, Infrarotherde

Halogen-Herde funktionieren ähnlich wie Kochplatten mit Strahlungsheizkörpern. Die Abdeckung besteht aus einem Ceranfeld.

  • Infrarotstrahlung erwärmt die Platte, den Topf und das Kochgut, aber nicht die Luft.
  • Der Heizkörper besteht aus Quarz-Halogenröhren, die eine starke Infrarotstrahlung erzeugen.
  • Die Wärmeübertragung erfolgt zu 80% durch Infrarot und nur zu 20% durch Wärmeleitung.
  • Es sind Temperaturen von maximal 500 Grad möglich.

Holzherde, Tischherde

Wie beim Gasherd wird mit echtem Feuer gekocht, was sich nach Meinung von vielen Feinschmeckern positiv auf den Geschmack der Speisen auswirkt. Das Kochen mit Holzherden ist vor allem sinnvoll, wenn man ein Kombinationsgerät besitzt, bei dem die Abwärme zugleich als Raumheizung genutzt wird. Im Sommer sind Holzöfen weniger effizient, weil keine Zusatzwärme erwünscht ist.

Induktionsherde

Sie sehen äußerlich ähnlich aus wie elektrische Strahlungsheizungen, denn sie sind mit Ceran-Glaskeramik abgedeckt. Darunter befindet sich jedoch kein Heizdraht, sondern eine Kupferspule, die ein niederfrequentes elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt. Im Kontakt mit einem eisenhaltigen Topfboden entsteht die Hitze, die zum Kochen benutzt wird. Die Herdplatte bleibt kalt.

  • Es sind spezielle Töpfe erforderlich.
  • Das künstliche Magnetfeld stört das natürliche Magnetfeld des Menschen.
  • Der E-Smog in der Wohnung wird erhöht.
  • Es bestehen Risiken für Schwangere und Menschen mit Implantaten.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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