Vorbeugende Ernährung gegen Krebs und Nierenbeschwerden

Laut Schulmedizin spielt die Ernährung keine Rolle bei Krebserkrankungen. Und Nierendiäten sind zu speziell, um sie verallgemeinern zu können. Alternativ-Mediziner wie Lothar Hirneise und Ruediger Dahlke sehen das anders. Sie setzen maßgeblich auf die Ernährung.

Foto: Tim Reckmann / flickr CC BY 2.0
Foto: Tim Reckmann / flickr CC BY 2.0

Der bekannte Krebsforscher Lothar Hirneise setzt mit seinem 3E-Programm auf 3 Säulen: Ernährung, Entgiftung und mentale Energiearbeit. Und auch bei Ruediger Dahlke spielt die Psychosomatik, kombiniert mit vollwertiger veganer Ernährung, eine Hauptrolle. Die folgenden Empfehlungen stammen nicht direkt von diesen beiden Experten, sondern von verschiedenen Quellen im Internet. Sie sollen als Anregung dienen für Menschen, die krebskranke Angehörige haben oder sich vor Krebs schützen möchten.

1) Wenig Eiweiß

  • Nicht mehr als 0,6 bis 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht. Da in fast allen Lebensmitteln ein wenig Eiweiß enthalten ist, kommt man in Summe schnell auf 50 Gramm.

Hochwertige vegane Eiweißquellen:

  • Algenpulver (Chlorella, Spirulina oder Dulse-Flocken): täglich ein 1-2 Teelöffel
  • Süßlupinenmehl (kann zum Verdicken in die Suppe gerührt werden)
  • Hefeflocken
  • Linsen
  • Kichererbsen
  • Grüne Erbsen
  • Gekeimte Sojabohnen
  • Gekochte Bohnen
  • Walnüsse (nicht gleichzeitig mit Mehl oder Zucker essen!)
  • Pilze
  • Hanfsamen

2) Leicht verdauliche Fette

  • Leinsamen und Leinöl
  • Kürbiskernöl
  • Kokosöl
  • Nüsse (am besten Walnüsse)
  • Sonnenblumenkerne
  • Sesamsamen
  • Echte Butter (für Vegetarier)
  • Avocados
  • Olivenöl
  • Hanfsamen und Hanföl
  • Keine gebratenen oder gerösteten Speisen!
  • Keine Würste!
  • Keine Margarine!
  • Kein Speck!
  • Keine Schokolade!
  • Kein Käse!

3) Kein Zucker und kein Mehl

Krebs ernährt sich von den Kohlenhydraten, die vor allem in Zucker und Mehl vorkommen, glauben viele Alternativheilkundler! Naturbelassene Fruchtsäfte schaden nicht, aber es ist besser, statt Fruchtsaft frische Früchte zu essen und Zitronenwasser zu trinken.

  • Keine Nudeln und keine Mehlspeisen! Kein Speiseeis! Kein Weißbrot!
  • In kleinen Mengen erlaubt: Strudel ohne Zucker, Vollkornprodukte, Haferflocken, Buchweizen, Hirse, dunkles Brot ohne Zusätze (oft Zucker beigemischt und diverse Geschmacksverstärker!).
  • Zuckerersatzmittel: Datteln, Ahornsirup, Agavendicksaft, Bananen, Apfelsaft, Traubensaft, getrocknetes und geriebenes Süßkraut, getrocknete Feigen, Honig, Rosinen und andere Trockenfrüchte

4) Kein Kaffee und kein Alkohol

Krebs kann sich nur in einem sauren Milieu entfalten. Kaffee und Alkohol wirken stark säurebildend. Zitronen sind zwar sauer, wirken aber nicht säurebildend, sondern basisch und sind daher gesund. Obst sollte immer ausgereift sein.

  • Außerdem verboten: Mineralwasser mit Kohlensäure, Cola, Almdudler, Sprite usw.
  • Gesunde Getränke: Kräutertee, stark verdünnter Apfelsaft oder Traubensaft ohne Zucker, Wasser mit Zitronen- oder Orangensaft, Sauerkrautsaft, Karottensaft, Rote Bete Saft, Gemüsesuppen, Mixgetränke mit Gurken und Stangensellerie (zum Beispiel gemischt mit Banane, Erdbeeren, Himbeeren oder Weintrauben). Reines Kakaopulver (ohne Zucker und sonstige Zutaten) mit Reismilch oder Hafermilch. Wenn es unbedingt sein muss: Malzkaffee, Zichorienkaffee und alkoholfreies Bier in kleinen Mengen (nicht täglich!).
  • Morgengetränk: 1 Teelöffel Algenpulver mit Rote-Bete-Saft, etwas Zitronensaft und ungezuckertem Orangensaft.
  • Immer vor dem Essen trinken, nicht nach dem Essen oder nebenbei  – ausgenommen bei Nüssen und anderen Trockenfrüchten.
  • Bis zum späten Vormittag möglichst nichts Festes essen, sondern nur trinken und Obst essen. Zwischen den festen Mahlzeiten sollte täglich eine Fastenphase von 16 Stunden liegen. Zum Beispiel: Erste feste Mahlzeit um 10 Uhr. Letzte feste Mahlzeit um 18 Uhr. Oder erste feste Mahlzeit um 11 Uhr und letzte feste Mahlzeit um 19 Uhr.
  • Trinkmenge pro Tag: 1,5 bis 2 Liter. Nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal, sondern in kleinen Mengen trinken. Wer keine Nierenprobleme hat, kann mehr trinken.

5) Wenig Phosphat

Vorsicht bei Wurst, Vollkornbrot, Müsli, Käse und anderen Milchprodukten!

Außer Butter und Buttermilch alle Kuhmilchprodukte meiden und durch ungezuckerte Pflanzendrinks ersetzen (Reisdrink, Haferdrink, Nussdrink). Zum Vergleich: Haferdrink hat 16 mg Phosphat pro 100 ml und Kuhmilch 93 mg.

6) Nahrungsergänzung

  • Mineralstoffe: Zeolith, Bentonit, Sango-Korallenpulver
  • Vitamin D3 Tropfen
  • Vitamin K2
  • Vitamin C
  • OPC (Traubenkernextrakt)
  • Coenzym Q10
  • Arginin
  • Melatonin
  • Carnosin
  • Quercetin (gelber Naturfarbstoff)
  • Vita Biosa
  • Bittere Aprikosenkerne
  • Reishi Pilz
  • Kein Kochsalz, sondern naturbelassenes Steinsalz verwenden!
  • Möglichst viel frisch und roh essen und wenig kochen, weil beim Kochen Vitamine zerstört werden.
  • Suppen und Eintöpfe gut würzen, jedoch eher scharf als salzig (mit Pfeffer, Chili, Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Red Giant Asia-Salat oder Prickelknöpfchen).
  • Bitterstoffe: Schafgarbe, Löwenzahn, Goldrute, Birkenblätter, Brennnessel, Endiviensalat, Radicchio, Chicorree, Rucola, Feldsalat, Grünkohl, roter Sauerampfer, Knoblauchrauke

7) Ketogene Ernährung

Viele Krebspatienten haben mit einer Diät Erfolg, bei der die Energie nicht von Kohlenhydraten (Zucker, Getreide) kommt, sondern von gesunden Fetten. Da wegen der eingeschränkten Nierenfunktion beim Eiweiß gespart werden muss, sollte auf fettes Fleisch und fette Würste unbedingt verzichtet werden. Stattdessen jeden Tag eine Hand voll Nüsse essen und beim Salatöl nicht sparen! Jedoch nicht zu viel Fett essen, denn schwer verdauliche Fette können die Nieren belasten! Die Kombination von Getreide und Fett vermeiden! Wenn Brot gegessen wird, dann lieber weniger Fett. Der Magen sollte sich nie schwer anfühlen. Fettige Speisen zum Schluss essen und nicht als Vorspeise!

8) Gut für die Entgiftung und Entwässerung

  • Beeren – vor allem Heidelbeeren und Aronia-Beeren.
  • Sellerie
  • Dunkelgrüne Kräuter (Löwenzahn, Giersch, Brennnesseln, Bärlauch, Petersilie, Schnittlauch)
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Algenpulver
  • Vitamin C
  • Kurkuma und Kurkumin
  • Gewürznelken
  • Kapuzinerkresse
  • Chilipfeffer
  • Rettich und Kren
  • Kirschen
  • Gurken
  • Zitronen
  • Birnen
  • Melonen
  • Ingwer
  • Sauerkraut
  • Nieren- oder Blasentee

9) Möglicherweise krebserregend

  • Würste
  • Schinken
  • Geselchtes und Gepökeltes
  • Rotes Fleisch (Schweinefleisch, Rindfleisch)
  • Gegrilltes Fleisch
  • Tiermilchprodukte
  • Lachs
  • Weißmehlprodukte
  • Zucker und gezuckerte Getränke
  • Stark erhitzte Öle und Fette (Frittiertes, Krapfen, Strauben)
  • Stark erhitztes Getreide (Kartoffelchips, Pommes, gerösteter Kaffee, Kekse, Blätterteig, Pizza)
  • Alkohol
  • Verschimmelte Lebensmittel
  • Dosentomaten
  • Limonaden
  • Gespritztes Obst und Gemüse, Kunstdünger, Glyphosat (Unkrautvernichter)

10) Möglicherweise krebshemmend

  • Grüne Blattsalate und grünes Gemüse (Brokkoli, Mangold, Sellerie, Spinat, Grünkohl, Gurken, Zucchini, Kraut, Chinakohl, Zuckerschoten, Erbsen, Fisolen)
  • Algenpulver oder Algenflocken
  • Hanfsamen und Hanföl
  • Knoblauch
  • Kurkuma
  • Ingwer
  • Kürbis
  • Beeren, vor allem Heidelbeeren
  • Rote Zwiebeln
  • Liebstöckel
  • Rote Weintrauben
  • Sonnenbestrahlung (zu Mittag mindestens 15 Minuten in die Sonne setzen oder gehen, außer im Hochsommer.)
  • Schlafzimmer komplett abdunkeln (gut für die Produktion von Melatonin)
  • Spaziergänge im Wald

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde von keiner Ärztin geschrieben und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Behandlung.

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Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 743 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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