Warum räumliche Veränderungen so wichtig sind

Feng Shui hilft nicht nur bei bei Veränderungen im Leben, sondern Veränderungen sind auch notwendig, um den Energiefluss in Bewegung zu halten. Mit anderen Worten: Fengshui bringt Bewegung und braucht auch Bewegung.

Foto: SWIMPHOTO/ flickr CC BY 2.0
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Auf den freien Energiefluss kommt es an

Vor allem für ältere Menschen ist es wichtig, mehr auszutauschen und zu erneuern, als gelegentlich ein Haushaltsgerät. Viele Feng-Shui-Interessierte glauben ja, dass die Harmonie und Ausgewogenheit das Wichtigste sind bei der Einrichtung. Dem ist nicht so. Es geht viel mehr darum, die richtigen Energien zu finden, die die Weiterentwicklung eines Menschen unterstützen. Es geht nicht um Stillstand, sondern um den Fluss des Lebens, der niemals still steht. Daher sind immer wieder neue Impulse und Veränderungen notwendig. Es ist nicht natürlich, dass sich an einer Immobilie jahrzehntelang nichts verändert. Es ist auch keine Geldfrage, ob viel zu lange alles beim Gehabten bleibt oder ob die Dinge in Bewegung bleiben.

Wie nachhaltig sind Erneuerungen?

Wenn wir nachhaltig denken, versuchen wir Dinge möglichst lange zu nutzen und sie tunlichst zu reparieren oder aufzuwerten statt wegzuwerfen. Wann der Zeitpunkt für Erneuerungen gekommen ist, ist unter anderem eine Frage der Mentalität. Im deutschen Sprachraum werden Alterungs- und Gebrauchsspuren nicht so gerne gesehen wie in Südeuropa. Wenn man darauf wartet, bis die Dinge auseinanderfallen oder ihren Geist aufgeben, können unter Umständen mehrere Generationen vergehen. Die Alterung ist also kein stichhaltiges Motiv, um Veränderungen in Angriff zu nehmen. Man muss auch gar keinen „vernünftigen“ Grund haben, um zum Beispiel eine Tür neu zu streichen, einen Beschlag auszutauschen oder einen moderneren Lampenschirm zu montieren. Auf dem Second-Hand-Markt lässt sich fast alles verkaufen, was nützlich und preisgünstig ist. Und natürlich muss man die neuen Dingen nicht nagelneu einkaufen, sondern kann sie ebenfalls secondhand erwerben.

Was sagt uns ein Haus, an dem alles veraltet ist?

Altes kann durchaus charmant wirken und auch energetisch hochwertig sein. Dennoch fehlt in Räumen, in denen gar nichts Modernes zu sehen ist, das Salz in der Suppe. Es ist kein Zufall, dass Stilbrüche so angesagt sind. Einrichtungen mit Antiquitäten können großartig sein, aber bitte nicht ausschließlich mit alten Möbeln – womöglich aus derselben Epoche! Schwere Schränke, Kommoden und Truhen entsprechen nicht mehr dem heutigen Zeitgeist. Je mehr alte Möbel zum Einsatz kommen, umso schlichter sollte das übrige Ambiente sein. Ansonsten entsteht schnell ein schaler, müder und betrüblicher Eindruck. Heruntergekommene Bauteile erwachen zu neuem Leben, indem man sie gründlich reinigt, abschleift, ölt oder anstreicht. Wer wenig investieren möchte, sollte zumindest Vorhänge, Kissen, Teppiche, Tischdecken, Deko-Elemente und Zimmerpflanzen erneuern. Ein Mangel an Neuem deutet darauf hin, dass die Bewohner geistig festgefahren, vergangenheitsorientiert und wenig aufgeschlossen sind.

Linktipp: Alt und neu kombinieren

Was sagt uns ein Haus, in dem nichts Altes vorhanden ist?

Die Zeiten, in denen regelmäßig alles weggeworfen wurde, was nicht auf neuestem Stand war, sind im Allgemeinen vorbei. Tendenziell leben wir immer noch in einer Wegwerfgesellschaft, wo die Dinge von vorneherein so produziert werden, dass sie nur wenige Jahre lang halten. Dies führt nicht nur zu Umweltproblemen, sondern auch zu einer Fülle an minderwertigen Produkten, die den Wert der Einrichtung reduzieren. Zwar gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Preis und der energetischen Wertigkeit eines Produktes, aber meistens ist es doch so, dass industrielle Billigwaren minderwertig wirken. Daher sollte man lieber zu Naturprodukten greifen, die oft umso hochwertiger wirken, je weniger sie bearbeitet sind. Ein nigelnagelneues Haus mit komplett neuer Einrichtung ist wie ein erwachsener Mensch ohne Altersspuren. Dinge, die von Natur aus eine gewisse Beständigkeit haben, sollten nicht ständig ausgetauscht werden. Zwar gibt es Menschen, die ständig ihre Haarfarben wechseln, aber naturgemäß ist das nicht. Ein geistig gesunder Mensch leugnet seine Vergangenheit nicht, bleibt aber auch niemals stehen, sondern entwickelt sich jährlich weiter.

Zum Weiterlesen: Veränderung durch Feng Shui

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Über Irmgard Brottrager 833 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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