Warum wir öfter mal zu Hause bleiben sollten

Bereits nach wenigen Tagen der Ruhe, atmet die Natur wieder auf. Aus Venedig wird glasklares Wasser gemeldet und sogar Delphine sollen gesichtet worden sein. Der Himmel ist frei von schmierigen Chemtrails und statt Verkehrslärm hört man Vogelkonzerte. Wir können eine Menge aus der „Corona-Krise“ lernen.

Stufen in Ponza als Sinnbild für den Weg ins Licht. Foto: Camil Demetrescu / flickr CC BY 2.0
Stufen in Ponza als Sinnbild für den Weg ins Licht. Foto: Camil Demetrescu / flickr CC BY 2.0

So schnell kann sich die Natur erholen

Was Schamanen, Geomanten und andere „Erdheiler“ mit diversen Ritualen versuchen, gelingt der Natur binnen kürzester Zeit, wenn man sie nur in Ruhe lässt. Wir lernen daraus, dass wir unsere Aktivitäten – und vor allem den Verkehr – nur zurückschrauben müssten. Wenn mehr Menschen ihren Arbeitsplatz ins Homeoffice verlegen würden, wären viele Umweltprobleme gelöst. In China ist die Luftverschmutzung deutlich gesunken, ebenso in Italien. In Kanada laufen wieder Wildtiere über die Straßen, ohne überfahren zu werden. Eine wohltuende Ruhe breitet sich aus. Der Frühling ist da und wir haben endlich mal Zeit, ihn mit voller Aufmerksamkeit zu genießen.

Selbstfindung und Ankommen bei sich selbst

Menschen, die gerne allein sind und mit sich im Reinen sind, atmen durch. Endlich mal keine störenden Zwischenrufe von Menschen, die eigentlich nichts zu sagen haben, sondern nur ihre unglücklichen Einstellungen verbreiten wollen. Man muss keine Kurse besuchen und keine Bücher lesen, um eine Begegnung mit sich selbst zu erleben. Die Konfrontation mit den eigenen Gedanken, Gefühlen und Einstellungen ist nicht für jeden leicht – aber gerecht. Wenn jeder bei sich ist, müssen keine Mitmenschen herhalten, um geistige Defizite auszugleichen. Jeder darf ganz allein und voll verantwortlich mit dem klarkommen, was er glaubt und denkt. Ganz egal, was andere glauben und denken. Es gibt zwar noch das Internet, wo man diverse „Freunde“ verspotten und beschimpfen kann. Aber solche Kommentare können spurlos gelöscht werden. Panikmacher dürfen isoliert und unter sich ihr Unwesen treiben. Und sich gemeinsam gruseln.

Endlich steht mal NICHTS auf dem Programm

Feiertage, Wochenenden und Urlaube sind schön. Aber sie sind meistens verplant oder notwendig, um Liegengebliebenes zu erledigen. Man sollte sich öfter mal echte Auszeiten gönnen. Einfach so. Um sich selbst und der Natur was Gutes zu tun. Und um die Mitmenschen von unserer Gesellschaft zu entlasten. Im Rückzug stellen wir fest, dass wir das meiste überhaupt nicht brauchen. Wir brauchen weder Smalltalks noch Geschwätz noch Auseinandersetzungen noch Vorschriften noch Erklärungen. Und was der Alltag sonst noch an geistigem Papiermüll mit sich bringt. Wir müssen nicht nach Venedig reisen, wenn wir ein Paradies vor der Haustür haben. Wie wäre es, wenn wir mal vor unserer eigenen Türe kehren würden, statt an fremden Orten die Natur zu verschmutzen?

Kostenloses Retreat in den eigenen vier Wänden

Wir brauchen ab und zu einen Tapetenwechsel, keine Frage. Und auch ein gesundes Sozialleben. Aber ist es normal, jeden Tag unterwegs zu sein und stundenlang belangloses Zeug zu reden? Die Zeit vor Ostern ist perfekt geeignet für Fastenkuren, Schweige-Retreats und Entrümpelungsaktionen. Aber auch im Rest des Jahres sollte immer wieder Zeit sein zu Innehalten. Wem fehlt etwas, wenn wir aufhören, Dinge zu produzieren, die niemand wirklich braucht? Wir leiden nicht an einem Mangel an Produkten sondern an den Folgen des Überflusses – in Form von Abfallbergen, Verkehrsstaus, Lärm, Schmutz und Giftstoffen. Wie wohltuend ist es, das alles mal ruhen zu lassen! Ach wie schön und friedlich wäre es, wenn die Menschen öfter daheim bleiben würden?

Die Delphine freuen sich, wenn die Menschen sie in Ruhe lassen. Foto: Brandon Trentler / flickr CC BY 2.0
Die Delphine freuen sich, wenn die Menschen sie in Ruhe lassen. Foto: Brandon Trentler / flickr CC BY 2.0

Was bringt es, wenn wir zu Hause bleiben?

  • Wir finden Zeit für die wichtigsten Dinge im Leben.
  • Der Körper kann sich gründlich erholen und regenerieren.
  • Der Geist wird von Gedankenmüll befreit.
  • Die Sonnenstrahlen kommen endlich wieder bei uns an.
  • Liebevolle Beziehungen sind wertvoller denn je.
  • Die Tiere und Pflanzen sprechen lauter mit uns.
  • Die Umweltverschmutzung wird sofort geringer.
  • Wir lernen, einen respektvollen Abstand einzuhalten.
  • Wir sparen Ressourcen und gewinnen Lebensenergie.

Quellen:

Positive Nebeneffekte des Coronavirus

Klares Wasser in den Kanälen von Venedig

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Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 743 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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