Zimmerpflanzen richtig gießen – so geht es!

Viel hilft viel, aber manchmal ist weniger mehr. Was gilt beim Gießen von Zimmerpflanzen? Wer sich nicht auskennt, kann seine grünen Zeitgenossen leicht ertränken oder gar vertrocknen lassen. Mit ein wenig Hintergrundwissen, wann welche Pflanzen wie gegossen werden müssen, kann jeder den grünen Daumen für ein grünes Wohnparadies bekommen.

Ab wann ist es zu viel? Richtig Blumen gießen will gelernt sein
Ab wann ist es zu viel? Richtig Blumen gießen will gelernt sein (Foto: chichacha)

 

Wie viel Wasser ist richtig?

Die Wassermenge hängt von der Art und der Lebensgewohnheit des Gewächses in seinem natürlichen Raum ab. Wie die Pflanzen in der Natur im Herbst ihre Blätter abwerfen, so müssen auch Zimmerpflanzen eine Ruhephase durchleben. In dieser Zeit in Herbst und Winter brauchen sie meist weniger Wasser. In der Wachstumsperiode im Frühjahr und im Sommer braucht die Pflanze deutlich mehr Wasser. Meist geht das mit hohen Temperaturen einher.

Auch die Boden- und Topf-Art verändert die notwendige Gießroutine. Tontöpfe zum Beispiel nehmen selbst Wasser auf, so braucht ein Gewächs in diesem Gefäß mehr Feuchtigkeit. Geschlossene Gefäße bieten die Gefahr, dass sich die Nässe staut und infolge dessen die Wurzeln faulen. Sicherer sind Töpfe mit Bodenlöchern, sie lassen überflüssiges Wasser wieder frei. Ist die Luftfeuchtigkeit niedrig, das Pflanzengefäß stark durchwurzelt oder der Topf sehr klein, brauchen Pflanzen ebenfalls mehr Wasser.

Was bedeuten die Wasserbedarfsangaben?

Wenn das Wasser so im Blumentopf steht, habt ihr zu viel gegossen!
Wenn das Wasser so im Blumentopf steht, habt ihr zu viel gegossen! (Foto: viZZZual.com)

Jeder, der schon einmal eine Pflanze gekauft hat, hat sicher auch das Begleitschildchen durchgelesen. Dort steht hilfreich, ob eine Pflanze reichlich, mäßig oder selten gegossen werden soll. Aber wann ist mäßig auch wirklich nicht zu selten?

Reichlich gießen bedeutet, dass die Topf-Erde immer feucht sein muss. Wird die Oberfläche trocken, ist Nachschubzeit. Überlaufendes Wasser im Untersetzer sollte entfernt werden. Mäßiges Gießen heißt, dass die oberste Erdschicht gern leicht abtrocknen darf. Auch hier gilt, überschüssiges Wasser im Untersetzer zu entsorgen. Bei sparsamem Gießen wird die Erde nur soweit angefeuchtet, dass das letzte Drittel im Topf feucht bleibt.

Wie oft müssen Pflanzen Wasser bekommen?

Es gibt keine allgemein gültige Regel, in welchen Zeitabständen Pflanzen gegossen werden sollten. Die sichersten Anzeichen, ob eine Pflanze gerade verdurstet, zeigt der Boden. Eine fast verdurstete Zimmerpflanze erkennt man, wenn sich die Erde vom Topfrand löst. Meist ist sie dann hell, weil ihr Wasser fehlt. Dann braucht diese Flora dringend Flüssigkeit. Nun hat nicht jeder das Fingerspitzengefühl, die Feuchtigkeit im Boden exakt festzustellen. Mit einem Feuchtigkeitsmesser aus dem Baumarkt findet das jedoch auch der Laie heraus. Wer seine Pflanzen jede Woche damit prüft, kann kaum noch etwas falsch machen.

Wie werden die Pflanzen richtig gegossen?

Einfach das Wasser auf den Boden schütten, ist nicht immer richtig. Es gibt drei Arten, Pflanzen zu gießen. Von ob werden die meisten Zimmerpflanzen mit Wasser versorgt. Flüssigkeit von unten in den Untersetzer brauchen Gewächse, die wasserempfindliche Knollen, Blätter und Blüten haben. Ebenso Sumpf- und Wasserpflanzen benötigen das Wasser von unten. Hydrokulturen werden in Wasser eingetaucht, nicht gegossen. Wer nichts falsch machen will, sollte sich beim Kauf der Pflanze genauestens beraten lassen.

Sonderfall: Orchideen nicht gießen, sondern bewässern!

Welches Wasser ist richtig?

Beim Gießen sollte man nicht frisches Leistungswasser nehmen, sondern es vorher etwas abstehen lassen. Lauwarm ist die idealste Gießtemperatur. Auch darf das Wasser nicht zu kalkhaltig sein, maximal 13 Grad deutscher Härte sollte es aufweisen. Exotische oder sensible Pflanzen sollte vorsichtshalber mit Mineral- oder Regenwasser gegossen werden. Das kalkhaltige Leitungswasser kann ihnen schaden. Kränkeln Pflanzen in der Winterzeit, also in der Ruheperiode mit weniger Wasserbedarf, dann ist es hilfreich, die Blätter nur mit einem Zerstäuber zu besprühen.

Fazit:

Man muss nicht den grünen Daumen besitzen, um seine Wohnung in ein grünes Paradies zu verwandeln. Wer diese Tipps beherzigt, kann bei der Pflanzenpflege nichts mehr falsch machen. Um jedoch bei jeder Pflanze sicher zu gehen, sollte man sich immer beim Kauf beraten lassen.

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