Die Wiederkehr des Göttlich Weiblichen

Die zweite, überarbeitete Ausgabe des Buches „Hörst du den Ruf der Göttin“ von Tamara von Butlar, das bereits im Jahr 2009 erschienen ist, ist ein dringender Appell zur Wendezeit, der sich nicht nur an weibliche Wesen richtet.

 

Buchcover, Verlag www.epubli.de
Buchcover, Verlag www.epubli.de

 

Das neue, großformatige Hardcover- Printbuch der Kunst- und Kultur-Historikerin, Geomantin und Philosophin gibt uns wichtige Anstöße, um über  das Thema Weiblichkeit nachzudenken, wobei auch den Geschlechterrollen ein Kapitel gewidmet ist. Vorrangig geht es jedoch nicht um Frauen und Männer, sondern um die Qualitäten des Weiblichen an sich, die seit Jahrhunderten missachtet werden, weil sie scheinbar keinen Nutzen bringen. Das vorherrschende Wirtschaftssystem mit seinem Konsumzwang, Konkurrenz- und Profitstreben, hat zu einem verheerenden Ungleichgewicht geführt, das längerfristig nicht haltbar ist, weil die Menschheit daran zugrunde geht. Es wird Zeit, sich auf die ureigenen weiblichen Qualitäten zu besinnen und ihnen den Wert zuzumessen, den sie früher einmal hatten, als man noch an Göttinnen glaubte. Das verloren gegangene Paradies, von dem viele Legenden erzählen, möchte in unsere Zeit zurückkehren. Die Autorin glaubt an ein zweites Goldenes Zeitalter, in das die Krisenjahre, in denen wir uns derzeit befinden, schließlich münden werden. Der Wandel vollzieht sich an vielen Ecken und Enden, und manchmal müssen Schmerzgrenzen erreicht werden, damit ein Umdenken geschieht.

Was sind weibliche Qualitäten?

Nein, die Weiblichkeit, die hier gemeint ist, hat nichts mit dem zu tun, was in Frauen-Magazinen und in der Werbung kolportiert wird. Es geht hier um Qualitäten, die auch Männer haben können und die nur deswegen gering geschätzt werden, weil kein Geschäft damit zu machen ist und die bestenfalls als „soft skills“ im Gespräch sind. Es geht um Eigenschaften wie

Naturverbundenheit, Menschlichkeit, ganzheitliches Denken, Achtsamkeit, Intuition, Beschaulichkeit, Hingabe, Kultiviertheit, Kreativität, Schönheit, Sinnlichkeit, allumfassende Liebe, Respekt vor anderen Wesenheiten und Mitgefühl.

In der Mythologie taucht das Weibliche als Schlange auf, als Taube, als Schwan oder Hase, als betörende Stimme und hinreißende Erscheinung. Als zarte Wesenheiten, die tanzen und spielen. Als gebärende Urmutter und weise alte Frau. Tamara von Butlar folgt vielen historischen Spuren des wahrhaft Weiblichen und versucht mit bildhaften Wort-Skizzen eine Ahnung davon zu vermitteln, was es mit dem Göttinnen-Kult auf sich hatte. Die dem Weiblichen zugeordneten geomantischen Elemente sind das Wasser und die Erde. Heilige Berge, heilige Flüsse, heilige Bäume und viele andere Kult-Plätze waren den urzeitlichen Göttinnen geweiht. Auch viele Feiertage und Jahreszeiten-Feste sind weiblichen Figuren gewidmet.

Wer sich auf die poetische Sprache der Autorin einschwingen möchte, findet auf der Website mit dem Titel „Wege_zur_Göttin einige“ einführende Texte. Das Buch ist nicht nur für Geomanten und Geomantinnen empfehlenswert, und auch bei Amazon erhältlich.

 

2 Kommentare

  1. Hallo, ich wollte gerade auf Amazon das Buch bestellen, doch das steht derzeit nicht zur Verfügung. Kennt ihr eine andere Quelle? Herzliche Grüsse. Rebekka.

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