Dunkle Energie: Was sind Satanisten und schwarze Hexen?

Hexe ist ein Schimpfwort für alte Frauen, die nicht nur besonders listig und böswillig, sondern auch noch potthässlich sind. Ist womöglich was Wahres dran an dieser Märchenfigur?

Foto (C) dierk schaefer / flickr
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Wenn es ein Mann ist, heißt er Schamane, Rutengeher oder Radiästhet. Wenn eine Frau dasselbe tut, heißt sie abfällig Hexe oder Wahrsagerin. Dennoch gibt es kleine Unterschiede. Die Hexerei geht mehr in Richtung Zauberei, wobei es sich auch um schwarze Magie handeln kann. Die Bezeichnung „Hexe“ hat eine sehr unernste und negative Schwingung und wird mit entsprechend giftigen bzw. lachhaften Bildern unterlegt. Wie bei den Schamanen spielen Rituale und Kraftobjekte eine große Rolle. Nicht nur Besen, sondern auch Zauberstäbe, Amulette, Räucherwerk, Steine, Kerzen, Federn und Traumfänger gehören zum hexischen Handwerkszeug. Außerdem muss die Zeitqualität stimmen. Hexen sowie Schamaninnen richten sich nach den Mondphasen, dem Sonnenstand, den Wochentagen und den Planetenstunden.

Am Anfang waren es weise Frauen

Die schamanische Kultur soll ja ursprünglich eine weibliche Disziplin gewesen sein, die sich aus der praktischen Naturbeobachtung entwickelt hat. Damals stand der Mensch dem Pflanzen- und Tierreich noch näher. Je besser jemand die Prinzipien der Natur versteht, umso besser kann er mit ihr kommunizieren. Meister-Hexen und -Schamaninnen versuchen die Natur zu beeinflussen oder gar zu beherrschen. Sie können nicht nur Schutzzauber und Liebeszauber aussprechen, sondern auch Menschen verwünschen, verfluchen und andere Schäden anrichten. Im Allgemeinen wirkt jedoch das Boomerang-Prinzip: Alles, was wir anderen Menschen wünschen, trifft uns letztlich selber. Man sollte also vorsichtig sein, bevor man andere verflucht, sie ausgrenzt (mobbt, verbannt, übergeht), übervorteilt oder sabotiert.

 

Dunkelkräfte und Satanisten

Eine Hexe ist eine Unheil bringende, meist weibliche Person, die mit Zauberkräften ausgestattet ist – ist bei Wikipedia nachzulesen. Männliche Hexen heißen Hexer und konnten während der Hexenverfolgung ebenfalls der Hexerei bezichtigt werden. Der moderne Hexen-Begriff ist weiter gefasst. Wenn im Alltag etwas verflixt oder wie verhext erscheint, glauben nur noch die wenigsten Menschen daran, dass eine waschechte Hexe dahinter stecken könnte. Schwarz-Magier, Dunkelkräfte und Satanisten gewinnen jedoch zunehmend Aufmerksamkeit, aber aus anderer Perspektive als zuvor. Diesmal stehen keine großnäsigen Frauen am Pranger, sondern man vermutet organisierte Verbrechen im Hintergrund, die vor allem von Psychopathen begangen werden, die sich teuflischen Kulten verschrieben haben.

 

Foto (C) gags9999 / flickr
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Licht und Dunkel in Hexenkreisen

Zu modernen Hexen zählt man einerseits esoterische Kräuterkundige und spirituell versierte Lichtarbeiter, aber auch Menschen, die sich von den dunklen Seiten der magischen Künste angezogen fühlen. Gibt man im Internet Begriffe wie „Hexerei“ oder „Wicca“ ein, erscheinen fast ausschließlich finstere Bilder und destruktive Symbole. Diese Begriffe sind also absolut negativ besetzt. Auch wenn es Versuche gibt, sie mit Frauenweisheit, Naturreligionen und lustigem Aberglauben in Verbindung zu bringen, handelt es sich um keine lichtvollen Ausdrücke – was auch unschwer am Wortklang zu erkennen ist. Auf Grund der globalen Verfilzung der Hexenkunst mit satanistischen Tendenzen, kann eine nähere Beschäftigung damit nicht empfohlen werden. Zu groß ist die Nähe zu schwarzmagischen Kulturkreisen und negativen Emotionen wie Hass, Abneigung, Abwertung, Verdammung und Vernichtung.

 

Auch negative Energie ist Energie

Rein energetisch gesehen ist es egal, ob die Energie von einer liebevollen oder destruktiven Quelle kommt. Was unter „Satanismus“ oder „Luziferismus“ eigentlich zu verstehen ist, lässt sich nicht klar definieren, weil es sich um keine abgegrenzte Weltanschauung handelt. Er wird mal als religiöse Sekte eingestuft, mal als Subkultur, mal als Teil einer Verschwörungstheorie und mal als Perversion des lichtvoll Göttlichen. Satanisten betrachten Blut als Energieträger. Sie können gefährliche Psychopathen sein und ihre Opfer auf grausamste Weise ermorden. Die Anhänger der Gothic-Szene sind nicht gefährlich, auch wenn sie sich provokant kleiden und mit gruseligen Symbolen schmücken. Leider neigen fast alle Menschen dazu, sich an negativen Energien zu laben. Bei Satanisten ist diese Neigung so stark, dass sie es befürworten, Tiere und Mitmenschen absichtlich zu quälen, nur um starke Gefühle zu erleben. Wenn es nicht so „schön“ wäre, sich zu gruseln, zu fürchten, zu ekeln und schockiert zu sein, gäbe es nicht so viele negative Schlagzeilen und blutrünstige Filmproduktionen. Es ist wohl eine Frage der Wellenlänge, ob man sich eher im Licht oder im Dunklen zu Hause fühlt. Achtet auf die Symbole! Denn die Finsterlinge sind an ihrer Symbolik recht leicht zu erkennen.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Über Irmgard Brottrager 793 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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