Feng Shui: Das Spannungs-Dreieck

Vor einer Woche haben Sie an dieser Stelle erfahren, wie Akzente ein wenig Pep bringen und wie Sie Räume mit nur einer Wandlungsphase nach Feng Shui so einrichten können, dass sie nicht langweilig wirken.

Heute beschäftigen wir uns mit der nächsten Stufe in der Kunst raffinierter Gestaltungen, die dazu noch Feng Shui wirksam sind. Sie lernen das Spannungs-Dreieck kennen.

Eine Raumgestaltung im Holz-Dreieck. Warum? Das erfahren Sie im heutigen Beitrag. Foto: Fotolia.com / © Dmitry Koksharov
Eine Raumgestaltung im Holz-Dreieck. Warum? Das erfahren Sie im heutigen Beitrag.
Foto: Fotolia.com / © Dmitry Koksharov

Kontrolle ist nicht böse.

Wenn man Feng-Shui-Literatur liest, dann bekommt man häufig den Eindruck, der Kontrollzyklus der Wandlungsphasen sei negativ. Dem ist nicht so. Im Feng Shui gibt es nichts, das grundsätzlich gut bzw. positiv oder schlecht bzw. negativ wäre. Es kommt immer darauf an, wie, warum und wo etwas angewendet wird.

Dazu kommt, dass wir meistens nur mit den Augen bewerten, dass heißt, was wir nicht sehen, zählt nicht. Auch das ist im Feng Shui ein großer Trugschluss. Die Wirkung der Fünf Wandlungsphasen in einem Raum resultiert nicht nur aus der Einrichtung, sondern ist einer Mischung alle Wandlungsphasen, die in dem jeweiligen Raum Einfluss haben. Das sind die Wandlungsphasen:

  • der Himmelsrichtungsbereiche (Paläste), in dem der Raum liegt,
  • der Richtung(en) des Fensters/der Fenster und Türen, die nach draußen führen,
  • der Einflüsse z.B. der Omen beim Ost-West-System oder der Sterne bei den „Fliegenden Sternen“.

Diese Wandlungsphasen sehen wir nicht. Sie nehmen aber einen sehr starken Einfluss auf die Qualität des Raumes, weil sie von Natur aus da sind und wir sie gar nicht verändern können(sofern wir nicht den Raum bzw. das Gebäude umbauen).

Deshalb kommt es sehr selten vor, dass auf einen Raum tatsächlich nur zwei Wandlungsphasen, die im Kontrollzyklus stehen, Einfluss nehmen.

Der optische Eindruck eines Raumes spielt trotzdem eine wichtige Rolle und gekonnte Gestaltung hilft hier eine „wahrnehmbare Harmonie“ herzustellen.

Zutaten für ein Spannungs-Dreieck

feng_shui_seipel_holz_dreieckDie Basis eines Spannungs-Dreiecks bilden zwei Wandlungsphasen, welche die Gestaltung gleichwertig prägen. In dem Beispiel auf dem Foto, das Sie weiter oben sehen, sind es Erde (vor allem durch die Formen) und Metall (maßgebende Farben), die im harmonischen Stärkungs-/Schwächungszyklus zueinander stehen. Ihre Gesamtwirkung ist eher Yin-betont.

Sicher sind Ihrem wachsamen Auge die grünen Akzente (Kissen, Pflanzen) nicht entgangen. Sie bringen die Wandlungsphase Holz in den Raum hinein. Holz steht im Kontrollzyklus sowohl mit Erde (Holz kontrolliert Erde), als auch mit Metall (Metall kontrolliert Holz). Damit ist Holz die dritte Wandlungsphase im Spannungsdreieck Erde-Holz-Metall und gibt dem Dreieck den Namen. Hier haben wir es nämlich mit einem Holz-Dreieck zu tun. Wichtig ist, ähnlich wie es bereits bei den Akzenten war, dass die dritte Wandlungsphasen die Einrichtung nicht dominiert, sondern lediglich eine „Würze“ in der gesamten Komposition bildet.

Welche Spannungs-Dreiecke gibt es noch?

Insgesamt gibt es fünf Spannungs-Dreiecke, weil es auch fünf Wandlungsphasen gibt.

Ein Spannungsdreieck bilden immer zwei im Stärkungs-/Schwächungszyklus benachbarte Wandlungsphasen mit der Wandlungsphase, die mit den beiden im Kontrollzyklus steht.

Spannungs-Dreieck dominierende Wandlungsphasen (Basis des Dreiecks) akzentuierte Wandlungsphase (Spitze des Dreiecks)
Holz-Dreieck Erde und Metall Holz
Feuer-Dreieck Metall und Wasser Feuer
Erde-Dreieck Wasser und Holz Erde
Metall-Dreieck Holz und Feuer Metall
Wasser-Dreieck Feuer und Erde Wasser

 

Feng_shui_seipel_feuer_dreieckDie Yin-Yang-Ausprägung eines Spannungs-Dreiecks resultiert immer aus der Ausprägung der dominierenden Wandlungsphasen. Sind sie mehr Yin-betont, dann hat das Dreieck eine Yin-Ausprägung, auch wenn die akzentuierte Wandlungsphase immer entgegengesetzt ausgeprägt ist, z.B. ein Feuer-Dreieck ist Yin-betont, weil Metall und Wasser stark Yin-geprägt sind. Das starke Yang des Feuers verändert die Ausprägung nicht, weil Feuer quantitativ hier eine geringe Rolle spielt.

Damit ist ein Spannungs-Dreieck ein Weg in Yin-Räumen aktive Akzente zu setzen, ohne den Raumcharakter zu verändern. Genauso können Yang-Räume ein wenig beruhigt werden, ohne dass sie ihre Aktivität verlieren.

In einem Spannungsdreieck stecken noch weitere Geheimnisse. Und wenn Sie neugierig sind welche es sind, dann schauen Sie am nächsten Dienstag wieder vorbei.

 

Mit spannenden Grüßen

Hedwig Seipel

 

P.S. Für das Herbst-Seminar zu den „Fliegenden Sternen“ gibt es nur noch wenige Restplätze zu vergeben.

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