Zimmerpflanzen umtopfen: Grüne Pflanzen richtig umgetopft

Zimmerpflanzen benötigen zum gesunden Wachstum regelmäßiges Umtopfen. Wenn die Anzeichen dafür sprechen, dass die Wurzeln nicht mehr genügend Platz haben oder die Erde verbraucht ist, muss die Pflanze vorsichtig aus dem Topf gelöst und mit neuer Erde in einem größeren Gefäß eingepflanzt werden.

Manche Pflanzen wie dieser Japanische Meerrettich sind sehr empfindlich. Richtig umtopfen ist für sie überlebensnotwendig
Manche Pflanzen wie dieser Japanische Meerrettich (Eutrema japonica) sind sehr empfindlich. Richtig umtopfen ist für sie überlebensnotwendig (Foto: mannewaar)

 

Wie oft umtopfen

Einjährige Pflanzen werden mehrmals im Laufe von Monaten in passende Töpfe gepflanzt. Pflanzen, die uns über Jahre begleiten, werden meist einmal pro Jahr umgetopft, am besten im Frühjahr, oder bei Winterblühern nach der Blüte. Wenn sie nicht mehr stark weiter wachsen sollen, benötigen große Pflanzen nur noch alle paar Jahre neue Töpfe.

Anzeichen für den Umtopf-Bedarf erkennen

Wurzeln überall: Diese Pflanze hätte schon längst umgetopft werden müssen
Wurzeln überall: Diese Pflanze hätte schon längst umgetopft werden müssen (Foto: Brendan Landis)

Wenn an der Oberfläche Wurzeln auftreten, oder sich wohlmöglich der ganze Wurzelballen aus dem Topf stemmt, ist das ein guter Hinweis, dass die Pflanze einen größeren Topf benötigt. Blumenerde, die mit weißen Krusten überzogen ist und ebensolche Ausblühungen am Tontopf deuten auf Kalküberschuss im Gießwasser oder zu reichliche Düngergabe hin, und die Erde sollte ausgetauscht werden.

Sind im Abzugsloch Wurzeln zu sehen oder wachsen sie dort hinaus, könnte das ein Zeichen zum Umtopfen sein, aber nicht zwingend. Es empfiehlt sich, die Pflanze auszutopfen, also den Wurzelballen aus dem Topf zu nehmen und genauer zu betrachten. Wenn noch genug Platz vorhanden ist, tauscht man nur die Erde aus und setzt die Pflanze wieder in den gleichen Topf. Sieht der Wurzelballen aber so aus, dass sich viele junge Wurzelspitzen direkt am Topfrand drängen, oder sie am Topfboden dicke Spiralen gebildet haben, ist es an der Zeit für einen größeren Topf.

Die Pflanze aus dem Topf lösen

Die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf lösen
Die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf lösen (Foto: Tara Severns)

Zur Vorbereitung sollte man die Pflanze am Vortag gut gegossen haben, damit sie sich besser aus dem Topf lösen lässt. Bei kleinen und mittleren Pflanzen kann man den oder die Stängel direkt über dem Boden zwischen den Fingern halten, die restliche Hand bedeckt die Substratoberfläche. Dann dreht man den Topf um. Leichtes Klopfen auf den Topf kann ebenso wie leichtes Drehen das Herausrieseln der Erde begünstigen und das Herauslösen des Wurzelballens erleichtern.

Falls der Wurzelballen so nicht zu lockern ist, kann man mit einem möglichst dünnen Messer zwischen Erde und Topfrand entlang schneiden. Letzter Ausweg, falls alles nicht hilft, ist das Zerstören des Topfes. Tontöpfe können vorsichtig zerschlagen, Kunststofftöpfe mit einer Gartenschere aufgeschnitten werden, wobei der Schutz der Wurzeln Vorrang hat.

Anschließend entfernt man die alte Erde durch leichtes Ausklopfen. Der Wurzelballen wird vorsichtig aufgelockert und abgestorbene Wurzeln abgeschnitten.

Neu eintopfen

Die unterste Schicht im neuen Blumentopf sollte aus Granulat bestehen. Zur Not reichen auch einfache Kieselsteine
Die unterste Schicht im neuen Blumentopf sollte aus Granulat bestehen. Zur Not reichen auch einfache Kieselsteine (Foto: Tara Severns)

Der neue Topf sollte ca. drei bis 4 Zentimeter größer sein als der alte. Tontöpfe müssen vor dem Einpflanzen gut gewässert werden, damit sie nicht der Blumenerde direkt die Feuchtigkeit entziehen. Über das Ablaufloch legt man eine Tonscherbe. Die unterste Lage im Topf sollte zur Drainage aus Blähton oder Granulat bestehen, um Staunässe zu vermeiden. Darüber kommt eine Schicht neuer Blumenerde. Der Wurzelballen wird in die Mitte des Topfes gestellt und ringsherum Erde eingefüllt.

Um Hohlräume zu vermeiden, kann man mit einem Pikierstab, alternativ einem Kochlöffel oder Holzstab, vorsichtig nachschieben, ohne die Erde zu verdichten. Zur Topfoberkante bleibt ein Gießrand von einem bis zwei Zentimetern. Abschließend wird die Pflanze gegossen.

Siehe auch: Zimmerpflanzen richtig gießen – so geht es!

Nach dem Umtopfen

Eine frisch umgetopfte Pflanze sollte hell und warm stehen, aber nicht in der prallen Sonne. Bis sich neue Triebe gebildet haben, wird die Pflanze nur so viel gegossen, dass sie nicht austrocknet, danach kann sie normal weiter gepflegt werden. Allerdings sollte man erst wieder ca. sechs bis acht Wochen nach dem Umtopfen damit beginnen, sie zu düngen.

Fazit

Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich Pflanzen schonend aus ihren zu eng gewordenen Töpfen lösen und in passende, größere Gefäße mit frischer Erde pflanzen. Die richtige Pflege bringt jahrelange Freude an gesunden Pflanzen.

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Video: Grünpflanzen richtig umtopfen

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