Neue Erkenntnisse von der Osterinsel

Das entlegene kleine Eiland ist für seine imposanten Moai-Statuen bekannt, die auf mysteriöse Weise aus der Erde „wachsen“. Insgesamt sind es über 900 Stück und ihre Herkunft ist bis heute mysteriös.

Foto: Phil Whitehouse / flickr CC BY 2.0
Foto: Phil Whitehouse / flickr CC BY 2.0

 

Eine einsame Insel voller Geheimnisse

Die Osterinsel – Isla de Pascua – gehört zu Chile und liegt tausende Kilometer vom Festland entfernt, mitten im südpazifischen Ozean und südlich vom Äquator. Sie gilt als einsamste Insel der Welt. Das vulkanische Eiland wird auch „Rapa Nui“ genannt. Auf einer Gesamtfläche von lediglich 164 Quadratkilometern sind über 900 Kolossal-Statuen verteilt, die aus Tuff-Gestein bestehen und bis zu 20 Meter hoch sind. Die meisten befinden sich in der Nähe der Küste – an angeblichen ehemaligen Zeremonienstätten – auch „Ahu Vinapu“ genannt. Wenn den Geschichtsschreibern nichts anderes einfällt, dann handelt es sich um alte Kultplätze. Diese vermeintlichen Kultplätze sehen eher wie Reste von riesigen Wehrmauern aus, die aus tonnenschweren Monolith-Steinen zusammengefügt wurden. Vielleicht handelt es sich ja um alte Friedhofsmauern und die Figuren waren Grabsteine? Die Insel ist so klein, dass sie beinahe zu Fuß abgegangen werden kann. Die äußerst präzise und fugenlose Fügetechnik und andere Artefakte lassen auf eine frühe Hochkultur schließen.

Die Osterinsel ist ein archäologisches Phänomen

Die seltsamen Figuren ragen mehr oder weniger weit aus der Erde heraus. Bei vielen ist nur noch der Kopf zu sehen, bei anderen auch ein Teil vom Rumpf. Die meisten Gestalten sehen ähnlich aus – wie alte Männer mit Bauch und Bart. Sehr ähnlich, aber nicht gleich, sondern durchaus individuell. Die Köpfe wirken kantig und kinn-betont, während die Stirnen sehr niedrig und flach sind. Die Hälse sind kurz und die Ohren lang. Die Augen tiefliegend und die Nasen markant. Einige Figuren tragen schwere Gefäße auf den abgeflachten Schädelplatten. Oder sollen das Kopfbedeckungen sein? Sahen die Wesen damals wirklich so aus, oder wurden sie von einem einzigen Künstler entworfen? Alle Figuren schauen in Richtung Land, mit dem Rücken zum Meer. Wenn man die Blickrichtungen mit Linien zusammenfasst, ergibt sich eine energetische Pyramide, deren Mittelpunkt sich zirka in der Mitte der Insel befindet. Für die unnachahmliche Bautechnik sind womöglich die Inka verantwortlich, weil die Nachfahren der Rapa Nui nur zu 76% ein polynesisches Erbgut haben. 8% sind indianisch-amerikanischen Ursprungs. Man darf vermuten, dass es Seefahrerkontakte gegeben hat. Die Entstehungszeit soll zwischen 700 und 1600 nach Christus gewesen sein.

Was aus der Erde herausragt, ist nur ein Teil vom Ganzen

Aufwändige Grabungen haben nun ergeben, dass es sich um keine Büsten, sondern um hohe Stelen handelt, die unter der Erde weiter gehen. Auf der Rückseite der Körper wurden diverse Symbole gefunden, die in den Stein eingraviert sind. Offenbar waren die Unterleiber im Laufe der Jahre verschüttet worden durch Vulkanausbrüche – und vielleicht auch durch die berüchtigte Sintflut, die überall zu gewaltigen Schlamm-Ablagerungen geführt hat. Leider sind viele Teile von der Insel verschleppt worden. Das Kon-Tiki-Museum in Oslo entschied im Jahr 2019, tausende von Objekten, die vom Entdecker Thor Heyerdahl mitgenommen worden waren, an die Insel zurückzugeben.

Mit Trick 17 lassen sich die Kolossalstatuen sogar bewegen!

In der Schweiz spricht man von Trick 77, wenn ein ebenso einfacher wie ungewöhnlicher Weg gefunden wird, um eine scheinbar unlösbare Aufgabe zu lösen. Einem Forscherteam rund um den Archäologen Carl Lipo von der California State University ist es gelungen, eine 4,4 Tonnen schwere Statue mit mehreren Seilen und Schaukelbewegungen über 100 Meter weit nach vorne zu bewegen. Wie toll das funktioniert hat und wie lustig dieser „Watschelgang“ aussieht, könnt ihr im verlinkten Video bewundern.

 

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Über Irmgard Brottrager 810 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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