Zeitreisen und Krümmung der Raum-Zeit

Dass die Zeit nicht immer gleich schnell verfliegt, hat jeder schon mal bemerkt. Diese Erfahrung ist nicht nur subjektiv möglich, sondern kann durchaus real sein – denn Zeit ist relativ und abhängig vom Bezugssystem.

 

Sind Zeitreisen in die Zukunft möglich?

Sogenannte Zeitlinien verlaufen linear von A (z.B. der Geburt eines Menschen) nach B (z. B. dem Tod eines Menschen). In der Physik sind jedoch auch gekrümmte Verläufe der Zeit beschreibbar und Bewegungen durch die Zeit möglich. Wenn man mit einem ultraschnellen Raumschiff in das All fliegt und nach einer Weile auf die Erde zurückkommt, ist auf der Erde mehr Zeit verstrichen als im Raumschiff. Dieser Effekt lässt sich mit der Relativitätstheorie von Albert Einstein erklären. Wenn man nun lange genug oder schnell genug mit dem Raumschiff unterwegs ist, ist es theoretisch möglich, zu einem Zeitpunkt auf die Erde zurückzukehren, der relativ weit in der Zukunft liegt. Für Objekte, die sich mit Vakuumgeschwindigkeit bewegen, steht die Zeit sogar still und Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Je schneller man sich bewegt, umso langsamer vergeht die Zeit.

 

Krümmung der Zeit durch die Schwerkraft von Massen

Der Verlauf der Zeit kann sogar durch die Gravitation beeinflusst werden. Sie vergeht in hohen Bergregionen schneller als in Meereshöhe. Daraus folgt, dass Talbewohner gute Chancen haben, minimal länger zu leben als Bergbewohner. In der Praxis spielt dieser Unterschied nur bei Satelliten eine Rolle. Die Uhren an Bord von Satelliten und Flugzeugen gehen um Bruchteile von Sekunden vor. Auf Sternen, die eine wesentlich höhere Masse (und somit Gravitation) besitzen als die Erde, kann die Dehnung der Zeit erheblich größer sein.

 

Rückwärtsreisen in die Vergangenheit

Die eigene Vergangenheit ist vielleicht nicht sooo interessant, aber wie wäre es, wenn wir einen Blick auf die Zeit vor 10.000 Jahren werfen könnten? Der österreichische Mathematiker und Philosoph Kurt Friedrich Gödel kam mit seinen Berechnungen zu dem Schluss, dass Rückwärtsreisen möglich ist, wenn man annimmt, dass das Universum rotiert. Außerdem sind Zeitreisen theoretisch über sogenannte „Wurmlöcher“ möglich, die unterschiedliche Zeiten miteinander verbinden. Bisher ist es nicht gelungen, Wurmlöcher für längere Zeit zu stabilisieren.

Für Menschen mit Nahtod-Erfahrungen scheint es kein Problem zu sein, in die eigene Vergangenheit zu reisen. Offenbar herrschen in feinstofflichen Dimensionen andere Gesetze als im materiellen Bereich des Universums. Die Vergangenheit ist möglicherweise in einer Parallelwelt angesiedelt – vergleichbar mit den Daten auf einer Festplatte, die gegenwärtig im Raum steht. Die Daten können theoretisch jederzeit verändert werden. Die Co-Existenz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zeigt sich recht deutlich in der Pflanzenwelt, wenn aus abgestorbenen Bestandteilen Neues entsteht oder alte und neue Pflanzenteile derart verwachsen, dass man ihr Alter nicht klar bestimmen kann. Beim Menschen ist das Alter wie ein Zug, in den man mit der Geburt einsteigt und beim Tod wieder aussteigt. Der materielle Teil war schon vorher da und lebt nach dem Tod weiter in irgendeiner Form, sei es als Baum oder Regenwurm.

Deutet das spiralige Wachstum von Pflanzen darauf hin, dass die Raumzeit-Linie gekrümmt verläuft? Foto (C) Irmgard Brottrager
Deutet das spiralige Wachstum von Pflanzen darauf hin, dass die Raumzeit-Linie gekrümmt verläuft? Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Raum-Zeit-Krümmung und Raum-Zeit-Kontinuum

Auf langen Zeit-Linien sind grundsätzlich kurze Querverbindungen möglich, wenn diese schleifenförmig gebogen sind oder zum Beispiel in Form einer Spirale verlaufen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern an der Universität von Queensland in Australien hat herausgefunden, dass Zeitreisen zumindest auf der Quantenebene möglich sind. Es ist eine Interaktion zwischen einem Photon und einer früheren Version von sich selbst gelungen. Die Krümmung der Raumzeit kann nicht nur durch Gravitation, sondern durch verschiedene Energieformen verursacht werden.

 

Der richtige Zeitpunkt in der Raum-Zeit-Spirale

Raum und Zeit existieren nicht unabhängig voneinander, sondern gehören zusammen. Außerdem deutet einiges darauf hin, dass sie weder linear noch wellig verlaufen, sondern spiralförmig. Das Bewusstsein dafür, dass es nicht gleichgültig ist, zu welcher Zeit man sich wo aufhält, ist eine wichtige Voraussetzung, wenn man glückreich durch das Leben schreiten möchte. Wenn man sich im Raumzeit-Gitter (vierdimensionalen Koordinatensystem) ungeschickt bewegt, wird man entsprechend ungünstige Begegnungen haben und viele Projekte werden misslingen. Daher ist es nicht lächerlich, wenn man auf das Wetter, die Umstände und die Stimmung achtet, bevor man ein Treffen vereinbart. Wenn wir bedenken, wie relativ die Zeit ist, sollten wir uns ruhig mehr Zeit lassen und die Tage nicht vorbeirasen lassen wie Schnellzüge.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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