Architektin Jennifer Schneider über Feng Shui & Wohlbefinden

Nach Feng Shui eingerichtete Wohnräume verbessern das Wohlbefinden. Worauf es dabei ankommt, erklärt die Architektin Jennifer Schneider. Buddha-Figuren, Bambusmöbel und Lotusblüten sind nicht nötig, um die angestrebte Balance zwischen Körper, Geist und Seele zu erzielen.

Jennifer Schneider
Jennifer Schneider

In Haus und Garten der Diplom-Ingenieurin Jennifer Schneider (35) im Landkreis Mayen-Koblenz sind zwar viele Reisesouvenirs aus dem Fernen Osten zu finden, darunter ein riesiger Buddha aus Stein. Doch derlei Dekorationsartikel seien nicht unbedingt erforderlich, um das persönliche Umfeld nach den Vorgaben von Feng Shui zu gestalten. Es handele sich nicht um einen asiatischen Einrichtungsstil, betont die Diplom-Ingenieurin und Architektin. Sie hat sich durch eine Zusatzausbildung auf die traditionelle chinesische Lehre von der Harmonie zwischen Mensch und Natur spezialisiert und berät bei der Einrichtung von Wohn- und Lebensräumen.

Energie muss ungehindert fließen

Grundlage aller überlieferter chinesischer Lebensweisheiten und Weltanschauungen ist der Ausgleich zwischen Yin und Yang. Darunter fallen Gegensätze wie etwa hart und weich, hell und dunkel, hoch und tief oder männlich und weiblich, erläutert Jennifer Schneider. Möchte der Mensch die Balance zwischen Körper, Geist und Seele erreichen, müsse er dafür sorgen, dass das Chi, die Energie, ungehindert fließen kann.

Auf dieser Basis beruht die Arbeit der Feng-Shui-Beraterin. Bei einem neuen Auftrag analysiert sie zum Auftakt Schritt für Schritt die gegebenen Voraussetzungen. So untersucht sie zunächst das Zusammenspiel der Strukturen, Formen und Farben der äußeren Umgebung eines Hauses. Dahinter steckt die Feng-Shui-Erkenntnis, dass sich zum Beispiel Gebäude, Berge, Straßen und Wasserläufe auf den sensiblen Energiefluss auswirken können. Entsprechend gestaltet Jennifer Schneider dann den Eingangsbereich. Gute Energien sollten möglichst ins Haus fließen, negative Schwingungen dagegen fortgelenkt werden.

Jedes Zimmer hat seine eigenen Schwingungen

Nach Feng Shui Kriterien gestaltetes Schlafzimmer
Nach Feng Shui Kriterien gestaltetes Schlafzimmer (Bildquelle: www.creative-works.me)

Ihre eigenen Schwingungen, und damit Auswirkungen auf das menschliche Befinden, haben auch die einzelnen Zimmer eines Hauses. Dabei ist die jeweilige Himmelsrichtung entscheidend. Um ein positives Wohnumfeld zu schaffen, werden Möbel und Ausstattungsgegenstände nach bestimmten Kriterien aufgestellt und einander zugeordnet. Jennifer Schneider berücksichtigt schließlich auch, wie die Bewohner zueinander und zu den vorhandenen Dingen stehen. Dabei komme der so genannten Ming-Gua-Zahl Bedeutung zu: „Die Ming-Gua-Zahl verrät, ob ein Mensch zur östlichen oder westlichen Lebensgruppe gehört und welche Himmelsrichtung für ihn von Vorteil ist.“

In der Beratung durch die Expertin geht es noch weiter. Anhand der „Geburtselemente“ eines Menschen und den Bezug zu den fünf Elementen Holz, Feuer, Wasser, Erde und Metall könne sie ermitteln, welche Farben, Formen und Materialien zu einem harmonischen Umfeld führten. Auch der Begriff „Bagua“ fällt. Darunter verstehe man, so Schneider, das Zusammenspiel der Komponenten Chi-Fluss, Yin und Yang, Himmelsrichtungen, chinesische Sternzeichen und individuelle Einflüsse.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Für den Laien klingt das kompliziert. „So ist es auch“, räumt die Beraterin ein. Fernöstliche Weisheiten, die auf Tierkreiszeichen und -symbolen, Sternenlauf und Himmelsrichtungen beruhten, könnten bei „rational denkenden Europäern“ auf Unverständnis stoßen, „befremdlich“ wirken. Jennifer Schneider ist jedoch überzeugt, dass der Bezug zu Natur und Materialien sowie äußere Einflüsse, zum Beispiel durch Wasseradern und Elektrosmog, sich erheblich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken können. Ihre Erfahrungen mit Feng Shui einerseits und der klassischen Architektur andererseits lässt die zweifache Mutter jetzt in ihrer beruflichen Tätigkeit zusammenfließen.

 

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