Der skandinavische Einrichtungsstil: Tipps zur nordischen Innenraumgestaltung

Wenn ihr eure Wohnung einrichtet, geht es vor allem um eins: Ihr sollt euch im Alltag rundum wohlfühlen. Dementsprechend könnt ihr euren Innenraum auch frei gestalten, solange er euch gefällt. In diesem Artikel zeigen wir euch, wie ihr eurem Wohnraum mit Accessoires des skandinavischen Einrichtungsstils eine persönliche Note verleiht.

Ein Traum: Ein Häuschen am See, mitten in der Natur. In Schweden keine Seltenheit. Doch auch hierzulande könnt ihr euch skandinavisches Wohngefühl in eure vier Wände zaubern.
Ein Traum: Ein Häuschen am See, mitten in der Natur. In Schweden keine Seltenheit, doch auch hierzulande könnt ihr euch skandinavisches Wohngefühl in eure vier Wände zaubern. (Foto: Staffan O Andersson)

Was macht den skandinavischen Wohnstil überhaupt aus?

Beim skandinavischen Einrichtungsstil spielen die Verbundenheit mit der Natur und die damit einhergehende Gemütlichkeit eine große Rolle. Das Interieur besteht zu einem großen Teil aus weitgehend unbehandeltem Holz – am häufigsten kommen Massivholzmöbel aus den folgenden Holzarten vor:

  • Fichte
  • Kiefer
  • Birke

Weiterhin lassen sich Elemente aus diesen Materialien sehr schön in den Wohnstil integrieren:

  • Leinen
  • Leder
  • Baumwolle
Skandinavisches Wohnzimmer: Helle Farben sorgen auch in der dunklen Jahreszeit für mehr Freundlichkeit in den Räumen.
Skandinavisches Wohnzimmer: Helle Farben sorgen auch in der dunklen Jahreszeit für mehr Freundlichkeit in den Räumen. (Foto: nhadatvideo / Flickr)

Die Einrichtung ist eher schlicht und dezent gehalten. Beim Design setzen die Skandinavier auf gerade Formen und weniger auf Schnörkel. Der Wohnraum sollte insgesamt eher pragmatisch und nicht aufdringlich sein. Bei der farblichen Gestaltung gibt es keine festen Regeln. Neben den natürlichen Holznuancen sind folgende Farben sowohl bei der Wanddekoration als auch bei den Möbeln am häufigsten vertreten:

  • Weiß
  • Creme
  • Beige
  • Pastelltöne

Das schafft eine ruhige Grundatmosphäre, die heimelig wirkt und zum Abschalten einlädt.

Die Wahl der richtigen Wohnaccessoires

Wintersport und Jagen - beides wird in Skandinavien groß geschrieben und spiegelt sich thematisch in vielen Wohnaccessoires wieder.
Wintersport und Jagen – beides wird in Skandinavien groß geschrieben und spiegelt sich thematisch in vielen Wohnaccessoires wieder. (Foto: Orin Zebest)

Ein schlichtes Wohnkonzept bedeutet allerdings nicht, dass ihr auf Deko-Elemente verzichten müsst. Im Gegenteil: Ihr wählt eure Accessoires mit Bedacht aus, sodass jedes Einzelstück später umso mehr seine Wirkung entfalten kann. Damit am Ende alles harmonisch zusammenpasst, geben wir euch ein paar praktische Tipps:

  • Auf natürliche Materialien setzen: Nicht nur bei den Wänden und Möbeln, sondern auch bei den Wohnaccessoires solltet ihr auf nachwachsende Rohstoffe setzen. Beim skandinavischen Einrichtungsstil sind diese Materialien am weitesten verbreitet:
  • Das verwendete Holz ist nur wenig oder gar nicht behandelt. Alterungsspuren sind erlaubt und Maserungen sollen sichtbar sein.
  • Wolle ist ideal für Teppiche und Tages- oder Sofadecken geeignet.
  • Leinen bietet sich für Sofakissen und Tischläufer an.
  • Baumwolle ist passend für Vorhänge.
  • Leder ist aufgrund seiner langen Haltbarkeit für Sitzmöbel geeignet.
  • Mit Kontrasten spielen: Dunkle Elemente kommen bei einem hellen Hintergrund optimal zur Geltung. Besonders intensiv wirkt ein Schwarz-Weiß-Kontrast. Einen vergleichbaren Effekt könnt ihr erzielen, indem ihr mit unterschiedlichen Materialien spielt. Ihr könnt zum Beispiel eine Lampe aus Metall perfekt in Szene setzen, wenn der Rest des Raumes mit Holz ausgestattet ist. Es ist ebenfalls möglich, nur eine einzelne Wand in einem Raum mit Holz zu verkleiden – diese und die dort drapierten Accessoires treten dann noch mehr in den Vordergrund und hinterlassen den Eindruck, als seien alle Wände vertäfelt.

  • Den Blick auf Textilien lenken: In einem Raum mit hellen Wänden wirken farbige Stoffe besonders schön. Das können entweder Kissenbezüge, ein Tischläufer, Wandteppiche oder Vorhänge sein. Da zu viele verschiedene Farbakzente allerdings Hektik und Unruhe vermitteln, solltet ihr dabei nicht übertreiben. In Skandinavien sind großformatige Muster verbreiteter als filigrane Verzierungen.
  • Mit der Beleuchtung spielen: In Nordeuropa dauern die Winter aufgrund der geographischen Lage deutlich länger und die Tage sind kürzer. Damit das eigene Heim nicht zu düster wirkt, sind Lampen mit einem hellen Licht zu empfehlen. Für die ruhigen Abendstunden solltet ihr hingegen auf eine indirekte Beleuchtung setzen. Auch mit Kerzen könnt ihr für mehr Wohlfühlatmosphäre in eurem Eigenheim sorgen – zum Beispiel, um einen hektischen Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Euer Arbeitsplatz darf gerne lichtdurchflutet sein. in Ruheräumen wie eurem Wohnzimmer passt hingegen gedämpftes oder indirektes Licht besser.
  • Zu guter Letzt – schlichte Eleganz üppigem Prunk vorziehen: Wundert euch nicht, wenn eure Wohnung etwas leerer aussieht. Beim skandinavischen Einrichtungsstil gehört ein bisschen Minimalismus dazu. Probiert einfach aus, wie wenig für euch noch genug ist. Wie weit ihr bei diesem Punkt gehen möchtet, bleibt euch überlasen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*