Feng Shui und der Hauseingang, Teil 2

In unserem Beitrag vom letzten Dienstag haben Sie erfahren, warum der Hauseingang eine besondere Rolle im Feng Shui spielt. Außerdem wurden die wichtigsten Prinzipien für einen optimalen Hauseingang nach Feng Shui Kriterien vorgestellt.
Eine Feng Shui Analyse berücksichtigt nicht nur das Aussehen und den Zustand des Eingangs, sondern sie liefert auch detaillierte Hinweise darauf, in welchem Zusammenhang der Haus- oder Wohnungseingang mit dem Leben der Bewohner steht.

Für eine Feng-Shui-Analyse, die nach den klassischen Kriterien erfolgt, wird zuerst der Grundriss, entsprechend der mit einem Kompass gemessenen Ausrichtung, in acht Himmelsrichtungsbereiche aufgeteilt. Anhand dieser Aufteilung lässt sich leicht feststellen in welchem Bereich der Eingang liegt und aus welcher Richtung Energie hineinströmt.

Ein Grundriss wird in acht Himmelsrichtungsbereiche aufgeteilt. Grafik: Hedwig Seipel
Ein Grundriss wird in acht Himmelsrichtungsbereiche aufgeteilt.
Grafik: Hedwig Seipel

In unserem Beispiel liegt der Hauseingang im Westen und seine Richtung ist ebenfalls West.

Was kann ein Feng Shui Profi zu dem Eingang sagen?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, mit welcher Methode der Profi das Haus analysiert hat. Je komplexer die Auswertung, desto präzisere Aussagen sind möglich.

Grundsätzlich gilt:

  • Der Eingang ist der Bereich im Haus oder in der Wohnung, den wir zuerst betreten, wenn wir nach Hause kommen. Und den wir zuletzt verlassen, wenn wir aus dem Haus gehen. Es bedeutet, alle, was mit dem Eingang zu tun hat, begleitet uns „vom Anfang bis zum Ende“.
  • Der Eingang ist der Bereich im Haus, dem wir nicht ausweichen können. Jeder andere Bereich, jedes andere Zimmer können wir theoretisch meiden und nicht betreten. Den Eingang müssen wir betreten, wenn wir ins Haus reinkommen wollen. Es bedeutet, dem Thema und den Aspekten, die mit dem Eingang in Verbindung stehen, müssen wir uns stellen. Wir müssen dort wortwörtlich „durch“.
  • Der Eingang ist kein Ort, an dem wir länger verweilen. Es geht nur rein oder raus und damit kann sich keine Ruhe bzw. Beständigkeit aufbauen. Es bedeutet, dass beim Thema, um das es im Eingang geht, ein ständiges hin und her herrscht.
  • Die Qualität des Eingangs nehmen wir mit und tragen sie in die Wohnung hinein. Damit beeinflusst sie zusätzlich alle übrigen Bereiche bzw. Räume des Hauses.

Woher weiß man, um welches Thema es im Eingang geht?

Im Feng Shui wird davon ausgegangen, dass die Wohnung oder das Haus in dem wir wohnen, der Spiegel unseres Lebens ist. Deshalb findet jeder Himmelsrichtungsbereich seine Entsprechung zu bestimmten Themen des Lebens. Diese Verbindung resultiert aus den Trigrammen, die dem jeweiligen Himmelsichtungsbereich zugeordnet werden.

Aus dem Trigramm wird auch das sogenannte „Lebensthema“ abgeleitet. Mit diesem Thema weist dann der Bereich in der Wohnung eine enge, unterbewusste Verbindung auf. Der Eingang, der in einem Bereich liegt, wird durch das bestimmte Thema geprägt.

Die Trigramme und die Themen der Himmelsrichtungsbereiche sind:

  • Norden, Trigramm KAN: Bedeutung in allen beruflichen Belangen. Wichtig bei allen Anliegen zum eigenen Beruf, Stärkung der Zufriedenheit im Beruf, Wunsch nach einer neuen Aufgabe oder einem neuen Arbeitsplatz.
  • Nordosten, Trigramm KEN: Das innere Potential, äußere Wissensquellen (Studium, Bücher, Ausbildung) und die innere Stimme. Wichtig bei: Schule und Studium, Lernerfolgen, vor Prüfungen, beim Wunsch die innere Ruhe zu finden, Meditationen und geistige Entwicklung.
  • Osten, Trigramm CHEN: Familienleben, Vergangenheit und Herkunft, Beziehung der Familienmitglieder untereinander. Wichtig bei: familiären Themen, dem Wunsch die eigene Vergangenheit zu verarbeiten, Stärkung der Elternrolle.
  • Südosten, Trigramm SUN: Reichtum, Geld, Finanzen. Wichtig bei: Stärkung der finanziellen Situation, Aufbau des materiellen Wohlstandes.
  • Süden, Trigramm LI: Ausstrahlung, Popularität, Image, Berühmtheit, Anerkennung, gesellschaftliche Stellung. Wichtig bei: Stärkung des Selbstbewusstsein, Verbesserung der Ausstrahlung, Belebung von Kontakten.
  • Südwesten, Trigramm KUN: Beziehungen, Ehe, Lebensgemeinschaft, intime Freundschaften. Wichtig bei: Stärkung der Partnerschaft, Vermeidung von Streitigkeiten, Optimierung zwischenmenschlicher Beziehungen.
  • Westen, Trigramm DUI: eigene Kinder, das „innere Kind“, Zukunftsperspektiven, Kreativität, Ideen, Inspiration. Wichtig bei: Kinderwunsch, Unterstützung bei Erziehung und Entwicklung der Kinder, Schwierigkeiten mit Kindern, Zukunftsängsten Stärkung der Kreativität und der Gelassenheit.
  • Nordwesten, Trigramm CHIEN: Hilfestellung, Hilfe geben und nehmen, glückliche Umstände, helfende Menschen, „Schutzengel“. Wichtig bei: fehlendem Glück, nichts geschenkt bekommen, andauernden Schwierigkeiten, „Helfer oder Opfer – Syndrom“, Stärkung der sozialen Kompetenz.

Im Beispiel, das Sie in der obigen Abbildung sehen, hat der West-Eingang viel mit Kinder, Kreativität und dem inneren Kind zu tun. Welche qualitative Ausprägung dieser Verbindung aufweist, das lässt sich nur in einer bewertenden Analyse, zum Beispiel mit den „Fliegenden Sternen“ feststellen.

Hier kann ich Ihnen verraten, dass dieser Eingang die Sternenkombination 8-8 hat, was eine sehr gute Qualität bedeutet. Für die Bewohner heißt es, dass die oben genannten Aspekte ein Dauerthema sind, die im Leben ständig aktiviert und sehr wahrscheinlich vom Erfolg gekrönt werden. Vielleicht nicht zufällig wohnt in dem Haus ein noch kinderloses Ehepaar, das äußerst erfolgreich in der Werbebranche ist. Sie wünschen sich in 1-2 Jahren Nachwuchs. Ich denke, es könnte klappen ;-)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen stets glücksverheißende Eingänge,

Hedwig Seipel

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