Hauskauf & Feng Shui: Was ist zu beachten?

Feng Shui stellt ein Methodenpaket zur Verfügung, mit dem sich schnell und unkompliziert Standorte analysieren und Immobilien bewerten lassen. Anhand von sieben Faktoren kann bereits vor dem Hauskauf beurteilt werden, welchen Einfluss ein Objekt auf das Wohlergehen der zukünftigen Bewohner haben wird.

Günstige Lage: Haus am See. Warum ist das so?
Günstige Lage: Haus am See. Warum ist das so? (Foto: Dieter Weinelt)

Investitionen in Immobilien gelten gerade in Krisenzeiten als relativ sichere Geldanlage. Anders jedoch als bei einer Investition in Edelmetalle wie beispielsweise Gold oder Silber, deren aktueller Marktpreis sich sofort anhand des Gewichts und der Feinheit des Materials bestimmen lassen, hängt der Wert einer Immobilie von einer Vielzahl an Faktoren ab. Ohne eine Standortanalyse und entsprechende Objektbegutachtung durch einen Branchen-Experten ist der Laie hier in der Regel überfordert.

Was die meisten Immobilienkäufer in spe jedoch nicht wissen: Feng Shui bietet ein Methodenpaket, mit dem auch Laien Grundstücke oder Häuser einer umfassenden ersten Bewertung unterziehen können. Auf diese Weise lassen sich Fehlkäufe vermeiden sowie Geld für teure Gutachten sparen. Mehr noch: Feng Shui unterstützt Immobilieninteressierte dabei, besonders günstige Standorte und Wohnlagen ausfindig machen, die entweder dem geschäftlichen Erfolg oder aber dem eigenen Wohlbefinden in allen Bereichen zuträglich sind.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Grundstück zu erwerben oder wenn Sie ein Haus kaufen wollen, sollten Sie folgende Faktoren unbedingt berücksichtigen:

1. Die Umgebung

Im Feng Shui wird davon ausgegangen, dass die Umgebung, in der wir Menschen leben, unser Wohlergehen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann. Ob ein Standort gutes Feng Shui hat, wird zu 70 Prozent durch das unmittelbare Umfeld definiert. Die Lage von Bergen, Tälern, Flüssen, Seen, Straßen und Gebäuden haben eine Wirkung auf uns. Diese Wirkung ist die Voraussetzung für gutes Feng Shui im Haus. Der erste Blick sollte also auf markante Landschaftsmerkmale gerichtet werden. Dazu gehören vornehmlich Berge und Wasser.

Berge – Berge gelten als die stärksten Träger von Energie, dem so genannten Chi. Sie versorgen damit das Land auch über viele Kilometer hinweg. Die Alpen und das Allgäu sind zum Beispiel Chi-Quellen für München. Doch aufgepasst: Berge sind nicht gleich Berge. Verschiedene Bergformationen erzeugen auch unterschiedliche Chi-Qualitäten. Besonders felsige und zerklüftete Berge oder gar nackte schroffe Felsen spenden ein kräftigendes Chi. Sanftes Grün und bewachsene Hügel hingegen bewirken eher nährendes Chi.

Gutes Chi: Berge stärken den Rücken dieser Häuserreihe in Innsbruck, Österreich
Günstige Lage: Berge stärken diesen Häusern in Innsbruck den Rücken (Foto: Leo-setä)

Wasser – Wasser in Form von Seen oder Flüssen erzeugt gerichtetes Chi. Kleinere Flüsse und Bäche dagegen, die eher sanft mäandrierend durch die Landschaft fließen, verteilen das Chi gleichmäßig. Begradigte Wasserläufe hingegen beschleunigen das Chi und erzeugen eher ungünstige Energien. Seen speichern Chi und versorgen die Umgebung mit der nötigen Energie. Die Binnenalster in Hamburg gilt beispielsweise als nahezu perfektes Sammelbecken für günstige Energien und gehört daher nicht umsonst zu den teuersten Immobilienlagen der Hansestadt.

In Städten werden Straßen als Flüsse betrachtet. Somit gelten hier die gleichen Zusammenhänge wie bei Flusslandschaften: Ist die Straße stark frequentiert und fahren die Fahrzeuge auch noch sehr schnell, so ist dies ungünstig. Außerdem: Standorte an der Innenseite einer Kurve sind immer besser als an der Außenseite. So banal es klingt: Was in Urzeiten über die Ufer getretene Flüsse waren, die das Leben von Mensch und Tier bedroht haben, sind heute Verkehrsunfälle, Abgase und Geräusche, die ihre negative Wirkung besonders in Richtung Außenkurve entfalten.

2. Die Grundstücksform

Quadratische oder rechteckige Formen gelten als optimal. Auf diese Weise kann sich die Energie gleichmäßig auf dem Grundstück verteilen. Zeigt das Grundstück eher eine unregelmäßige Form, dann erzeugen die Fehlbereiche einen unharmonischen Chi-Fluss, der sich wiederum ungünstig auf das Haus auswirkt. Bietet man Ihnen ein Grundstück in Dreiecksform an, dann sind sie hiermit gewarnt: Die Form eines Dreiecks gil im Feng Shui als die schlechteste Wahl.

3. Die Form des Hauses

Ungünstig: Ein Grundriss in Dreiecksform
Ungünstig: Ein Grundriss in Dreiecksform (Foto: Jeremy Levine)

Das, was für die Grundstücksform gilt, trifft im Grunde auch auf die Form eines Hauses zu. Häuser in L-Form verfügen beispielsweise über Fehlbereiche, die sich ungünstig auf den Energiefluss im Haus auswirken.

Da im Feng Shui jedem Bereich des Hauses ein Familienmitglied, ein inneres Organ und auch Krankheitsbilder zugeordnet werden, führen Fehlbereiche schnell zu Beeinträchtigungen der Gesundheit und des Wohlergehens der Familie bzw. der Bewohner des Hauses. Ein rechteckiger Grundriss gilt als optimal.

4. Die Ausrichtung des Hauses

In welche Himmelsrichtung soll das Haus günstigstenfalls ausgerichtet sein? Diese Frage ist im Feng Shui von zentraler Bedeutung. Es gibt drei wesentliche Einflussfaktoren, die dabei berücksichtigt werden müssen: Das Erbauungsjahr, das Datum der letzten umfassenden Renovierung und die Geburtsdaten der Bewohner. Anhand dieser Daten kann ein Feng Shui Berater durch Anwendung definierter Regeln und Formeln die günstigste Ausrichtung berechnen. (Mehr dazu siehe: Kua Zahl berechnen).

Durch das Erbauungsjahr gehört das Haus einer bestimmten Periode im Zeitzyklus an, was ein bestimmtes Chi-Muster zur Folge hat. Zwei nebeneinander stehende Häuser, deren Eingangsbereiche in die gleiche Richtung zeigen, können innen völlig unterschiedliche Energiequalitäten aufweisen, wenn sie zu unterschiedlichen Zeiten gebaut wurden. Anhaltspunkte für diese Energiequalitäten geben auch Informationen über die Vorbesitzer. Fragen Sie am besten immer, was der Grund für den Verkauf des Grundstücks oder des Hauses war oder ist.

5. Die Eingangstür

Die Lage der Eingangstür ist im Feng Shui mindestens genauso wichtig wie die Ausrichtung des Hauses, denn ein Großteil der Energie gelangt durch die Tür und verteilt sich von dort im Haus. Pfosten von Verkehrsschildern oder Straßenlaternen direkt vor der Eingangstür schwächen beispielsweise das Chi und können sich auf die Gesundheit oder den beruflichen Erfolg auswirken. Kanten von Gebäuden oder Dächern, die direkt auf die Eingangstür zeigen, gelten als ungünstig.

Gilt als günstig: Ungehinderter Chi-Fluss im Eingangsbereich
Gilt als günstig: Ungehinderter Chi-Fluss im Eingangsbereich (Foto: Ben Freedman)

Tipp: Stellen Sie sich vor dem Kauf eines Hauses immer erst ein paar Minuten in die Eingangstür und Schauen Sie Richtung Straße. Lassen sie diesen Eindruck eine Weile auf sich wirken. Optimal ist ein unverstellter Blick auf die Umgebung, wie er beispielsweise durch einen Vorplatz oder einen Vorgarten begünstigt wird.

6. Das Innere des Hauses

Der Raum, welcher sich genau gegenüber oder in Verlängerung der Eingangstür befindet, erhält die meiste Energie. Handelt es sich hierbei um eine Abstellkammer oder eine Toilette, so gilt dies als unvorteilhafte Konstellation. Im günstigsten Fall kann das Chi zirkulieren und sich weiter ungehindert im Haus verteilen. Liegen sich Eingangstür und Hintertür genau gegenüber, rauscht das Chi hinten genauso schnell wieder heraus, wie es vorne herein gekommen ist. Diese Variante ist also das andere Extrem zum Chi-Stau direkt im Eingangsbereich.

Achtung: Wenn Sie es perfekt machen wollen und viele der genannten Faktoren als günstig anzusehen sind und für einen Hauskauf sprechen, sollten Sie das Gebäude unbedingt noch einer Elektrosmog-Prüfung unterziehen. Mobilfunkmasten, nahe Hochspannungsleitungen und andere Störquellen können im Idealfall ausgeschlossen werden. Allerdings gibt es hier auch schon eine Reihe von Maßnahmen, um Elektrosmog zu verhindern. (Mehr dazu siehe: Wohnung abschirmen gegen Elektrosmog).

7. Die Küche

Als letzter wichtiger Punkt sollte ein Blick in die Küche geworfen werden. Dem Ort, an dem wir unsere Nahrung zubereiten, wird im Feng Shui große Bedeutung beigemessen. Nahrung ist wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlergehen. Der Standort des Herdes, der gleichsam symbolisch für die Nahrungszubereitung steht, sollte somit unbedingt energetisch günstig gewählt werden. Die Thematik ist etwas komplexer. Daher soll in diesem Zusammenhang auf den Artikel „Feng Shui Küche & Küchenplanung: Was ist zu beachten?“ verwiesen werden.

Feng Shui Küche: Ausgleich der Elemente sorgt für mehr Harmonie
Feng Shui Küche: Ausgleich der Elemente sorgt für mehr Harmonie (Foto: Pacopus)

 

Zusammenfassung und Fazit

Die genannten Faktoren für die Standortanalyse und Bewertung einer Immobilie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es handelt sich hierbei jedoch um die sieben Faktoren, welche laut Feng Shui den größten Einfluss auf den zukünftigen beruflichen Erfolg, ein harmonisches Miteinander sowie körperliches und geistiges Wohlergehen der Bewohner haben. Daher sollten sie bei einem Hauskauf unbedingt berücksichtigt werden.

www.everyday-feng-shui.de

Quellenangabe:

www.rutengeher.com – Feng Shui Haus
www.feng-shui-ffm.de – Immobilienbewertung nach Feng Shui
www.christianeploeger.de – Feng Shui Tipps für Wohnungssuche und Hauskauf

2 Kommentare

  1. Oh ja das stelle ich mir wirklich schön vor wie auf diesen Bildern. Dort ist das Feng Shui wie es sein sollte. Ein Haus in den Bergen wäre wirklich schön.

  2. Danke für den Beitrag.

    Mein Mann und ich möchten ein Haus kaufen. Da wir Angst vor versteckten Kosten haben, möchten wir professionelle Beratung im Bereich des Liegenschaftsrechts haben.

    LG
    Nadine

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