Schwarz und Weiß und der Natur

Schwarz und Weiß verhalten sich ähnlich polar wie Yin und Yang. Im November ziehen sich alle bunten Farben zurück. Alles wird auf Schwarz und Weiß und diverse Zwischentöne reduziert. Wie entstehen diese Gegensätze und Schattierungen? Und was bedeuten sie?

Weißer Himmel über weißem Schnee, Foto (C) Navdeep Raj / flickr CC BY 2.0
Weißer Himmel über weißem Schnee, Foto (C) Navdeep Raj / flickr CC BY 2.0

 

Wie entsteht Schwarz?

Schwarz bedeutet, dass entweder keine Lichtwellen vorhanden sind oder keine reflektiert werden. Schwarze Oberflächen schlucken fast das gesamte vorhandene Licht. Wo alles schwarz ist, ist nichts zu sehen. Erst wenn hellere Farbtöne vorhanden sich, wird Schwarz als Kontrast wahrnehmbar. Die Silhouetten wirken schlanker und eleganter als bei helleren Objekten. Die Details fallen weniger ins Auge. Dies sollte man immer bedenken, wenn man die Farbe Schwarz bewusst einsetzen möchte. In Wohnräumen ist es sinnvoll, Schwarz nur für Akzente zu verwenden und nicht für größere Flächen. Schwarz tritt zurück und macht eher unscheinbar.

 

Schwarz in der Natur

Schwarz steht für Konzentration, Dichte, Härte, Feuchtigkeit und Fruchtbarkeit. Aber auch als Anzeichen für Krankheiten und Verderbnis. Viele harte Pflanzenkerne sind ebenso dunkel wie Verfaultes, Schlamm, Schimmel, Humus, Schwarztorf, Terra Preta und Walderde. Dunkelheit bedeutet Abwesenheit von Leben und Ursprung des Lebens zugleich.

 

  • Der Himmel in einer mondfinsteren Nacht.
  • Die Tiefsee.
  • Das Universum.
  • Schatten und alles auf der Erde, wo kein Licht hinfällt.
  • Russ, Angebranntes und Geräuchertes.
  • Mineralien: Bitumen (Naturasphalt), Schungit, Kohle, schwarzer Turmalin, Onyx.
  • Bäume: Nasse Rinden, vermodertes und verkohltes Holz.
  • Pilze: Schopftintling, Totentrompete, Bovist, Trüffel, Lorchel, Schmutzbecherling.
  • Schwarze Blütenteile oder Staubgefäße: Schwarzäugige Susanne, Tulpen, Mohnblumen, Passionsblumen.
  • Früchte, Obst und Gemüse: Fast schwarze Töne sind möglich bei Brombeeren, Avocados, schwarzem Rettich, Holunderbeeren, Feigen, Black Sapote, Schwarzkirschen, schwarzen Johannisbeeren, Aroniabeeren, Maulbeeren, Oliven, Vanilleschoten, Schlehdorn-Beeren, Schwarzbeeren, Krähenbeeren, Schwarzer Nachtschatten, Efeu-Beeren, Kischlorbeer, trockene Walnuss-Schalen und Trockenpflaumen.
  • Samen und Kerne: Melonen, Kiwis, Maracuja, Bohnen, Chia-Samen, Sonnenblumen, schwarzer Sesam, Pfefferkörner, Papayakerne, Schwarzkümmel, schwarzer Reis, schwarze Linsen, Kürbiskerne.
  • Tiere: Raben, Zebra, Hunde, Katzen, Käfer, Panther, Ameisen, Bienen, Spinnen, Fliegen, Adler, Emu, Dohle, Amsel, Storch, Geier, Tukan, Kaviar (Stör-Eier), schwarz gefleckte Vogeleier (zum Beispiel von Wachteln).
  • Menschen: Pupillen, Schwarze Menschenhaare, Pigmentflecken, Haut von Schwarzafrikanern.

 

 

Rabenschwarzer Rabe, Foto (C) Frank Vassen / flickr CC BY 2.0
Rabenschwarzer Rabe, Foto (C) Frank Vassen / flickr CC BY 2.0

 

Wie entsteht Weiß?

Weiß besteht aus beinahe unendlichen vielen verschiedenen Lichtwellen mit unterschiedlichen Wellenlängen. Wo Weiß ist, ist eigentlich auch jede andere Farbe vorhanden. Wer Weiß in Wohnräumen einsetzen möchte, sollte damit rechnen, dass die Räume viel größer und heller wirken als mit dunkleren Farben. Es fällt dem menschlichen Auge grundsätzlich schwer, nur schwarz oder weiß zu sehen. Daher fallen auf weißen Flächen Kontraste und Farbnuancen viel stärker auf als bei farbigen Flächen. Jedes Körnchen und jedes Härchen werden wahrgenommen. Je kürzer die Tage werden, umso wichtiger werden helle Farben.

 

Weiß in der Natur

Die weiße Farbe steht für Offenheit, Weite, Verletzlichkeit, Liebe, Licht und Weisheit. Weiß ist keine Tarnfarbe, sondern hebt sich von der dunkleren Umgebung ab. In der Tierwelt sind es meistens die jüngeren Tiere, die mehr Weiß- und Rosa-Anteil besitzen. Sie strahlen ein Maximum an Vertrauen, Liebe und Hingabe aus. Tiere und Menschen in kalten Regionen haben eine hellere Haut (beziehungsweise ein helleres Fell) als Tiere und Menschen in warmen Regionen.

 

  • Wolken
  • Schnee
  • Mineralien: Perlen, weißer Achat, weißer Marmor, Salz, Kalk, Dolomit, Sango-Korallen, Kreide, MSM (organischer Schwefel).
  • Bäume: Birkenrinde, Obstbaumblüten, Holunderblüten, Weißdornblüten.
  • Pilze: Eispilze, Birkenporling, Schopftintling, Bovist, Champignons, Parasol, Fliegenpilze, weißer Knollenblätterpilz und viele andere, die zumindest weiße Lamellen besitzen.
  • Weiße Blüten oder Blütenblätter: Schafgarbe, Gänseblümchen, Mageriten, Kamillen, Pusteblumen, Mutterkraut, Schneeball, Lilien, Orchideen, Schneeglöckchen, Calla, Maiglöckchen, Waldmeister, Ackerwinde, Buschwindröschen, Bärlauch, Wilde Möhre, Mädesüß.
  • Früchte, Obst und Gemüse: Schneebeeren, Maulbeeren, Fruchtfleisch der Drachenfrucht, Fruchtfleisch von Äpfeln und Birnen, weiße Auberginen, Zwiebeln, Knoblauch, Yamswurzel, Meerrettich, weißer Rettich, Blumenkohl, Spargel, Fenchel, Chinakohl.
  • Knochen: Elfenbein, Zähne.
  • Eier: Eierschalen und Eiweiß.
  • Tiere: Viele Tierarten besitzen ein Fell oder Federnkleid, das teilweise oder zur Gänze weiß ist: Mäuse, Katzen, Giraffen, Zebras, Ziegen, Kühe, Schwäne, Pandabären, Eisbären, Pinguine, Pferde, Jaguar, Schneeeulen, Hunde, Kaninchen, Lamas, Störche, Tauben, Möwen, Hühner, Gänse, Reiher, Elstern, Schafe, Walfische, Schneehasen, Robben-Babys. Bei Säugetieren ist außerdem die Milch zu erwähnen, die eine weiße Farbe hat.
  • Menschen: Das Augenweiß, das aus dem Gesicht herausleuchtet. Im Alter sind es die weißen Haare, die Helligkeit auf das Haupt bringen.

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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