Dimmen mit LED-Lampen: Was ist zu beachten?

Dimmen mit LEDs geht nicht ganz so einfach wie mit Glühbirnen, wo die Helligkeit durch Änderung der Strommenge reguliert wird. Daher kann es bei unpassender Auswahl zu unerwünschten Effekten kommen.

Foto: Murian Di Cicco / flickr CC BY 2.0
Foto: Murian Di Cicco / flickr CC BY 2.0

Dimmen ist nicht gleich Dimmen

Wenn man eine dimmbare Glühbirne gegen eine dimmbare LED-Leuchte austauscht, kann es vorkommen, dass das Dimmen nicht mehr einwandfrei funktioniert. Vor allem ältere LED-Leuchten sind oft nur eingeschränkt dimmbar. Da die fachliche Beratung beim Onlinekauf oder in Baumärkten meist zu wünschen übriglässt, ist es ratsam, sich bereits vor dem Einkauf schlau zu machen – entweder durch Recherchen im Internet oder gezieltes Nachfragen bei Anbietern. Glücklicherweise bieten manche Online-Händler gründliche Informationen an. Hier zum Beispiel eine Aufklärung zur Frage: Was ist eine dim-to-warm LED Beleuchtung?

Drei verschiedene Methoden der Dimmung

1) CCR oder Konstantstromreduzierung – auch als analoges Dimmen bezeichnet. Hier wird einfach die Strommenge verringert, wenn die Helligkeit reduziert werden soll. Diese Methode ist jedoch nicht unproblematisch, wenn der Strom bei sehr tiefen Dimmstufen sehr schwach wird.

2) PWM oder Pulsbreitenmodulation: Bei dieser Methode wird die Leuchte so schnell aus- und eingeschaltet, dass man das Flimmern nicht wahrnimmt. Je nach Frequenz erscheint das Licht heller oder weniger hell.

3) AM oder Amplitudenmodulation: Mit dieser Methode wird unangenehmes Flimmern vermieden, indem die Lichtleistung moduliert wird. Sie ist allerdings nicht so effizient wie die PWM.

Welcher Dimmer ist der richtige?

Bei LED-Leuchten ist es nicht sinnvoll, ältere Modelle zu verwenden oder sie secondhand zu kaufen. Denn die Technik hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Auch der Dimmer sollte auf neuestem Stand sein und idealer Weise bei der Leuchte dabei sein oder ausdrücklich für die Leuchte geeignet sein. Dann muss man sich nicht näher mit der Technik beschäftigen. Wenn man verschiedene Komponenten kombinieren möchte, sollte man unbedingt eine Fachperson zu Rate ziehen. Selbst wenn man sich die Mühe macht, die verschiedenen Fachausdrücke zu studieren, wird man als Laie die Techniken nur oberflächlich verstehen und nicht imstande sein, sie zu umfassend zu bewerten.

Auch die Lichtfarbe kann gedimmt werden

Gewöhnlich versteht man unter „Dimmen“, dass die Lichtintensität verändert wird. Unter Farbtemperatur versteht man die „Wärme“ des Lichts beziehungsweise den Anteil an warmen Lichtfarben im Lichtspektrum. Damit schwaches Licht gemütlich wirkt, sollte es eine wärmere Farbe haben als starkes Licht. Auch in der Natur hat das Morgen- und Abendlicht eine wärmere Tönung als das eher bläuliche Licht in den Mittagsstunden. LED-Leuchten sind grundsätzlich ideal, um verschiedene Lichtstimmungen zu erzeugen. Denn es gibt viele Möglichkeiten, mit den Lichtfarben, der Lichttemperatur und der Helligkeit zu spielen.

Unterschied zwischen Phasenanschnitt- und Phasenabschnittsteuerung

Nicht nur, dass diese Bezeichnungen verdammt ähnlich klingen, sind auch noch diverse Varianten in Gebrauch wie „phasenanschneidend“ und „phasenschneidend“. Alle diese Begriffe beziehen sich auf die Phasen des Wechselstroms. Bei der Phasenanschnittsteuerung wird der Strom mit einer gewissen Verzögerung nach dem Nulldurchgang der Wechselspannung eingeschaltet. Bei der Phasenabschnittsteuerung erfolgt die Einschaltung unverzüglich. Auch eine Kombination der beiden Steuerungen ist möglich. Man nennt dies „Dimmen mit IPS“. Wer sich weiter vertiefen möchte, findet hier eine aufschlussreiche Webseite: Phasenanschnittsteuerg + Phasenabschnittsteuerung

Weitere Arten von Dimmern für LEDs

Neben den bereits genannten Methoden sollen noch einige weitere erwähnt werden, ohne näher darauf einzugehen.

  • 0-10 Steuersystem
  • DALI System (Digital Addressable Lighting Interface)
  • Dimmen mit DMX Steuergerät (Digital Multiplex)
  • KNX (Bussystem)

Wie man sieht gibt es sehr viele Möglichkeiten und Kombinationsmöglichkeiten, um die Helligkeit von LED-Leuchten zu regeln. Dazu kommen noch die Steuerungen per Handy-App oder per Fernbedienung. Sollten zahlreiche konventionelle Glühbirnen gegen dimmbare LED-Leuchten ausgetauscht werden, wird die Anschaffung eines so genannten Hutschienen-Dimmers empfohlen. Diese Geräte sind für die Montage in Verteilerschränken vorgesehen und erreichen eine Leistung bis 1200 Watt.

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Über Johanna Fritz 47 Artikel
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